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Benzinkocher: Pumpe beim Transport drin lassen oder rausnehmen? / Flaschenhalter

Erstellt von wuchris, 07.07.2011, 23:37 Uhr · 12 Antworten · 3.232 Aufrufe

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    Ausrufezeichen Gefahr bei Benzinflaschen von Kochern

    #11
    Die Pumpe sollte auf jeden Fall abgeschraubt werden und die Benzinflasche mit dem Schraubverschluss verschlossen werden. Der Grund ist einfach wie einleuchtend. Der Gewindering ist im Flaschenhals eingerollt, d.h. der Gewindering, der auch den ganzen Druck im Betrieb abkönnen muss, ist nicht sehr stabil im Hals verankert.
    Wenn man nun die Pumpe drin lässt und im Gepäck wie auch immer verstaut, können durch die grosse Ausladung der Pumpe schnell mal grössere Kräfte auf den Gewindering kommen und den Flaschenhals so langsam weiten. Wenn das oft genug passiert, kann es dazu kommen, dass sich der Gewindering best case im Rucksack oder Koffer samt Pumpe von der Flasche trennt, dann ist wohl alles versaut und stinkt erbärmlich, worst case kann der Gewindering im Betrieb samt Pumpe die dann unter Druck stehende mit Benzin gefüllte Flasche verlassen. Da der Kocher keine 30cm weit weg am Brennnen ist, möchte ich da nicht dabei sein, wenn die Stichflamme abgeht.

    Weshalb ich das so behaupten kann? Ich habe solche Flaschen entwickelt, kenne die Produktionstechnologien und habe in meiner Zeit bei einem Schweizer Flaschenhersteller einige solche ausgebaute Gewinderinge bei Benzinflaschen von Kunden zurückerhalten. Diese hatten allesamt das Glück, dass der Gewindering samt Pumpe im Rucksack abgefallen war. Da mussten einige dann ein paar Tage hungern, da die ganzen Lebensmittel voller Benzin waren, aber sie haben wenigstens keine Brandverletzungen erlitten.

    Darum nochmal mein Appell: Die Pumpe IMMER aus der Flasche nehmen und die Flasche mit dem kleinen Schraubverschluss verschliessen. Man sollte im eigenen Interesse den sicheren Sitz des Gewinderings überprüfen. Wenn der Ring wackelt oder der umgebördelte Flaschenhals bei der Öffnung den Ring zu sehr freigibt, schmeisst die Flaschen weg und holt euch eine neue.

    Oder man stelle sich einfach mal vor, die Flasche steht mit Pressluft unter Druck, sie liegt im Betrieb. Wenn der Gewindering nur ein bisschen undicht wird, hat man eine Benzinfontäne, und das in unmittelbarer Nähe des brennenden Kochers.....

    Greetz

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    #12
    Hey Pilot69!

    Danke für deine technische Einschätzung bzw. Erläuterung der Sachlage!

    Der "schweizer Flaschenhersteller", von dem ich meine zwei Brennstoffflaschen habe, wirds wissen.
    Sind die Dichtungen meiner schweizer Brennstoffflaschen eigentlich spezielle für Sprit oder kann ich da einfach auch die stinknormalen hernehmen?

    Gruß
    Chris

    PS: hab langsam den Dreh mit dem Kocher raus. Ich hab bisher ständig alten Sprit verfeuert und das rußt wie sau. Dadurch rußt das kleine Löchlein, durch das der Sprit dann spritzt sofort wieder zu. Ich hab mir jetzt mal probehalber eine Flasche Waschbenzin (kurzer Tipp: bei Pollin "nur" 3,50 Euro/Liter) mitbestellt, mit der der Kocher ja eigentlich trangsaliert werden sollte. Werde damit das Teil mal ordentlich durchbrennen, weil er in Norwegen dann wohl nur meinen Super(Plus) zu saufen kriegen wird.

    Das Reperatur-Kit für den urlalt-Whisperlite von MSR hat keiner übrig, ders gern loswerden möchte, oder?

  3. Registriert seit
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    #13
    Die alten Drehverschlüsse hatten noch eine abnehmbare Dichtung, die man dann auch gerne mal verliert. Die neueren sind 2K gespritzt, die Dichtung ist fest mit dem Verschluss verbunden. Der einzige Unterschied zwischen den Trinkflaschenverschlüssen und den Verschlüssen für die Benzinflaschen ist die Farbe (rot/schwarz oder schwarz/weiss) , das Material ist identisch.
    Die Flaschen selbst unterscheiden sich kaum, die Benzinflaschen haben einen etwas dickeren Boden, welcher aber im Betrieb ausbeult (das ist normal) und die Flaschen haben keine Innenbeschichtung, denn die würde sich mit der Zeit auflösen und kann die Brennerfunktion beeinträchtigen.

    Greetz


 
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