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Lügen wir uns alle in die Tasche?

Erstellt von sampleman, 25.05.2014, 23:30 Uhr · 197 Antworten · 25.428 Aufrufe

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    Standard Lügen wir uns alle in die Tasche?

    #1
    In der Abteilung "BMW 1200 LC" ist gerade Polen offen, weil im Dauertest der "Motorrad" die Dauertest-LC bei 44.000 km verreckt ist. Ein Kugellager im Getriebe ist kaputtgegangen, das Getriebe hat's dabei zerrissen, und vermutlich wird jetzt der ganze Motor getauscht. Damit wird absehbar, dass diese BMW im Dauertest-Ranking kaum die mäßige Platzierung übertreffen kann kann, die ihre Vorgängerin belegt hat, Platz 22 von 30, wenn ich mich recht erinnere.

    Gleichzeitig fällt mir der Thread um die neu angekündigte Honda Africa Twin ein, in dem alle nach Motorrädern mit 80 PS und unter 200 kg Lebendgewicht rufen.

    Ich frage mich, ob wir uns da nicht alle etwas in die Tasche lügen.

    Die aktuelle R1200GS LC wiegt 238 kg, vollgetankt, fahrfertig und mit ABS. Sie hat 125 PS aus 1170 ccm, das sind 107 PS pro Liter. Seit Beginn der Auslieferung gibt es Berichte über Unzulänglichkeiten (Kupplung, Getriebe, Schalter), dennoch verkauft sich die Maschine wie geschnitten Brot.

    Als zuverlässigste GS aller Zeiten gilt die R1150GS vor 2003. Sie wiegt fahrfertig 263 kg, das sind 25 kg mehr als die aktuelle LC. Sie hat 85 PS aus 1130 ccm, das sind 75 PS pro Liter. Bis auf das Teilintegral-ABS hatte die Maschine wenig Fehler. Dennoch hat sie sich lange nicht so gut verkauft wie die 1200er.

    Die Yamaha XTZ 1200 Super Ténére wiegt fahrbereit 261 Kilo, das gilt als bleischwer. Sie hat 110 PS aus 1199 ccm, das sind 92 PS. Der Motor ist in den ersten Gängen gedrosselt. Sie belegt derzeit Platz 2 in der Dauertestwertung von "Motorrad" und ist damit mit Abstand die zuverlässigste Großenduro, die "Motorrad" je getestet hat. Dennoch verkauft sie sich beschissen.

    Warum eigentlich?

    Sind 260 Kilo für ein ausgewachsenes Reisemopped, das zur Not auch 250 Kilo schultern kann, zu schwer? Oder könnte man sie nicht auch mit 220 Kilo bauen? Ich habe jetzt einen Artikel über das Lebenswerk des Massimo Tamburini (Gründer Bimota, Retter Ducati und MV-Agusta gelesen). Eine Bimota HB2 von 1981, ein Superbike aus der Ära, als Superbikes eigentlich noch nicht erfunden waren, wiegt vollgetankt schon 229 Kilo. Eine Ducati Paso von 1989 wog 222 Kilo, eine Ducati 916 wog 214 Kilo. Und wir reden von hochgezüchteten Rennmaschinen, meist noch nicht einmal soziustauglich - und gewiss nicht gut für eine Laufleistung von 150.000 km. Eine Honda VFR 750F wog Anfang der 90er über 240 Kilo, und Gewichte von 250 Kilo und mehr waren für japanische Tourenmotorräder der Literklasse völlig normal. Dabei hatten die in der Regel weder Kardanantrieb noch Speichenräder, früher hatten sie auch kein ABS und keinen Euro-3-Auspuff.

    Ich habe den Eindruck, dass die neue BMW überzüchtet ist. Und dass wir von dem "überzüchtet" wieder runter müssen, wenn wir unkaputtbare Motorräder haben wollen. Und vom Schankheitswahn müssen wir auch runter. Eine Honda Africa Twin wog Anfang der 90er auch 230 Kilo, sie hatte allerdings weniger als halb so viel Leistung wie eine aktuelle GS.

  2. Registriert seit
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    #2
    Guter Beitrag.

    Für mich war der wichtigste Grund warum ich nicht die Yamaha gekauft habe, die zweitklassige kockpit Fertigung..... Ansonsten ein tolles Moped.

    Fahr Gewicht spielt doch bei fast niemand hier ein Rolle, aber zuladung schon. Ich hätte lieber ein 280kg Moped, wenn es denn auch noch 280kg Zuladungen vertragen würde.

    Frank

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Klar lügen sich einige in die Tasche.

    Schaltassistent, ESA(am besten noch Dynamic), ASC, Kurven-ABS, Wasserkühlung, RDC

    Die GS ist längst zum fahrenden Computer geworden, nicht mehr der Fahrer bestimmt wo es lang geht, sonder der Computer. Nen 3-Wege-Kat und ABS, den restlichen elektronischen Firlefanz braucht man nicht zum Motorrad fahren.

    Jede neue Spielerei erhöht die Fehleranfälligkeit und den Preis, aber, je teurer, desto weniger werden Fehler toleriert.

    Nun, in meiner Branche gibt es einen Spruch: "Keep it simple!". Das sollte gerade bei technischen Systemen wie Motorrädern die Maxime sein.

    Warum verkauft sich das wie geschnitten Brot ist keine Frage, es ist längts Mode geworden eine GS zu haben und je mehr Ausstattung, desto besser.

    Man kauft ein Motorrad für mindestens 14.400Eur , Tendenz eher RIchtung 17000, um damit 2000-3000km im Jahr zu fahren. NUr um zu zeigen das man es sich leisten kann. Nun sicher nicht alle aber viele und das ist nicht neu.

    Beispiel:
    Meine 11/2001 1150ger 1 Vorbesitzer, habe ich Ende September 2012 mit 38120km (davon waren auch noch rund 80 von meiner Probefahrt) gekauft. Stand heute hat sie über 65.000km und ich bin im selben Zeitraum noch rund 8.000km mit den Cs gefahren.

    Die GS ist in den ersten 130 Monaten ihrer Existenz rund 290km/Monat gefahren worden, großzügig gerechnet, 3600km im Jahr. Und das für, damaliger Preis) rund 11.000Eur.

  4. Registriert seit
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    #4
    Obwohl ich weder mit der 2007er RT, noch mit der 2012er GSA mit ESA und allerlei elektronischem Firlefanz auf über 100.000 km in Mexiko und Umgebung je ein Problem hatte, gefällt mir das elektronische Hochrüsten auch nicht .

    Zum Beispiel ABS ist ganz klar ein Sicherheitsplus, aber man sollte auch ohne können, das Gefühl kennen und die richtige Reaktion lernen, wenn das Vorderrad so leicht ans Wegrutschen kommt. Genauso sieht es auch mit den anderen elektronischen Helferlein aus. Dazu macht es auch noch Spass, zu spüren, dass da das passiert.

    Ich muss nur meine Autos sehen, ein 2009er 3er mit allem Firlefanz, die Strasse unter der einen Seite Rädern trocken, auf der Anderen eine ordentliche Pfütze, ordentlich Gasgeben, nichts passiert, die Elektronik regelt das Alles. Die andere Kiste ist ein 2006er RAM Pickup, V8, 350 PS, Heckantrieb und sonst nichts, meist auch noch leer gefahren. Mach dasselbe damit und Du kannst auf der Stelle rumdrehen. Was macht mehr Spass? Der BMW hat 30.000 km, die RAM geht auf die 300.000 km zu….

    Für LC bin ich noch nicht bereit. In Europa haben wir uns gerade wieder eine gut ausgestattet 1150er mit 41 Liter Fass und wenig Kilometern zugelegt, die uns auf langen Reisen in den nächsten Jahren begleiten wird (die 1200er bleiben trotzdem…)

    Und wie bereits geschrieben, wenn man nicht mit dem Werkzeug im Tankrucksack und Zahnbürste und 2 Satz Unterwäsche im Rucksack auf einer Hard-Enduro reisen will, geht Zuladung vor Gewicht.

    Wenn 200 kg Zuladung ausgenutzt werden, dann spielt es keine Rolle ob die Basismaschine 180 oder 280 kg wiegt, wenn die Fuhre im Schlamm oder im Sand festgeht, baut man Alles ab und braucht fremde Hilfe um wieder rauszukommen.

    Aber wer will schon unkaputtbare Motorräder…?

    Saludos

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    interessate philosophisch grundsätzliche Betrachtung.
    ich glaube nicht, dass man hier die Betrachtung auf ein entweder oder reduzieren sollte, sondern eher auf ein sowohl als auch.

    So Mitte der 2000er Jahre als die 1200er GS kam, war klar, wo die Reise hingeht. Weniger G (obwohl das klar auch geht) hin zu mehr S, will heißen, die Leistung stieg ordentlich, es wurde immer mehr verbaut, was technisch möglich ist, natürlich immer zum entsprechenden Preis. Die Kurve Leistung/technischeInnovation/Preis steig an. Das hat zwei Dinge zur Folge: immer weniger GS-Fahrer fahren tatsächlich ins Gelände, klar, wer hat schon Lust seinen > 15000 Eimer im Schlammloch zu versenken und bei wilden Einlagen zu verschleißen (mobile gibt mir Recht, >90% haben normale km-Leistungen und keine Kratzer/Umfaller)
    nachdem die Verkäufe mit der 1200er dermaßen anzogen, war klar, das ist es,was die Kundschaft will. es begann sich also die Spirale höher/schneller/weiter zu drehen, schneller.
    Die Konkurrenz zog nach, brachte mehr oder weniger gute Mitbewerber, die alle eins gemein hatten, sie waren meist schwerer als die GS ohne deren Performance zu erreichen.
    Das läuft jetzt so seit gut 10 Jahren mittlerweile haben die Mschinen bis 150PS, wiegen immer noch um 250kg (keine GS kommt nackt auf die Straße) und sind alle über 15k€ teuer.

    nun fängt das Pendel des Lebens, das das stetige auf und ab, vor und zurück, für und wider darstellt, langsam in die andere Richtung zu schwingen.
    Nicht dass ich eine GS-LC nicht fahren könnte, aber wenn ich ehrlich bin, mit 175cm und knapp 75kg seh ich einfach lächerlich winzig auf dem Ding aus. Die Teile werden auch noch größer, bequemer.
    Der Markt ist mittlerweile gut gesättigt mit Reiseenduros im Fullsizeformat. Jeder Hersteller hat so nen Bolzen im Angebot. jetzt gibt es den Mopedfahrer wie mich, nicht so groß, nicht so schwer und auch nicht gewillt mehr als 15000€ in EIN Motorrad zu investieren.
    Da tut sich das Loch auf, dass die neue AT und einige andere Modelle (eine 800er KTM, eine Triple Super Ten) füllen sollen. deutlich reduziert in Größe, Gewicht und Leistung sowie ganz wichtig im Preis.

    Ich denke nicht, dass es jetzt heißt, lasst uns die GS wieder schwerer und zuverlässiger machen, warum sollten sie, die verkauft sich wie geschnitten Brot. Es wird viel mehr heißen, lasst uns die nächste Nische füllen, die Mitbewerber müssen sich klar sein, dass sie zumindest in D gegen die GS nicht anstinken werden können, warum nicht eine Klasse tiefer anfangen, der 800er GS das Wasser abgraben? Die ist bei weitem nicht so unangreifbar die Boxer-GS, die 800er Tiger hats gezeigt.

  6. cab
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    Standard

    #6
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    interessate philosophisch grundsätzliche Betrachtung.
    ich glaube nicht, dass man hier die Betrachtung auf ein entweder oder reduzieren sollte, sondern eher auf ein sowohl als auch.

    So Mitte der 2000er Jahre als die 1200er GS kam, war klar, wo die Reise hingeht. Weniger G (obwohl das klar auch geht) hin zu mehr S, will heißen, die Leistung stieg ordentlich, es wurde immer mehr verbaut, was technisch möglich ist, natürlich immer zum entsprechenden Preis. Die Kurve Leistung/technischeInnovation/Preis steig an. Das hat zwei Dinge zur Folge: immer weniger GS-Fahrer fahren tatsächlich ins Gelände, klar, wer hat schon Lust seinen > 15000 Eimer im Schlammloch zu versenken und bei wilden Einlagen zu verschleißen (mobile gibt mir Recht, >90% haben normale km-Leistungen und keine Kratzer/Umfaller)
    nachdem die Verkäufe mit der 1200er dermaßen anzogen, war klar, das ist es,was die Kundschaft will. es begann sich also die Spirale höher/schneller/weiter zu drehen, schneller.
    Die Konkurrenz zog nach, brachte mehr oder weniger gute Mitbewerber, die alle eins gemein hatten, sie waren meist schwerer als die GS ohne deren Performance zu erreichen.
    Das läuft jetzt so seit gut 10 Jahren mittlerweile haben die Mschinen bis 150PS, wiegen immer noch um 250kg (keine GS kommt nackt auf die Straße) und sind alle über 15k€ teuer.

    nun fängt das Pendel des Lebens, das das stetige auf und ab, vor und zurück, für und wider darstellt, langsam in die andere Richtung zu schwingen.
    Nicht dass ich eine GS-LC nicht fahren könnte, aber wenn ich ehrlich bin, mit 175cm und knapp 75kg seh ich einfach lächerlich winzig auf dem Ding aus. Die Teile werden auch noch größer, bequemer.
    Der Markt ist mittlerweile gut gesättigt mit Reiseenduros im Fullsizeformat. Jeder Hersteller hat so nen Bolzen im Angebot. jetzt gibt es den Mopedfahrer wie mich, nicht so groß, nicht so schwer und auch nicht gewillt mehr als 15000€ in EIN Motorrad zu investieren.
    Da tut sich das Loch auf, dass die neue AT und einige andere Modelle (eine 800er KTM, eine Triple Super Ten) füllen sollen. deutlich reduziert in Größe, Gewicht und Leistung sowie ganz wichtig im Preis.

    Ich denke nicht, dass es jetzt heißt, lasst uns die GS wieder schwerer und zuverlässiger machen, warum sollten sie, die verkauft sich wie geschnitten Brot. Es wird viel mehr heißen, lasst uns die nächste Nische füllen, die Mitbewerber müssen sich klar sein, dass sie zumindest in D gegen die GS nicht anstinken werden können, warum nicht eine Klasse tiefer anfangen, der 800er GS das Wasser abgraben? Die ist bei weitem nicht so unangreifbar die Boxer-GS, die 800er Tiger hats gezeigt.

  7. Registriert seit
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    #7
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Klar lügen sich einige in die Tasche.

    Schaltassistent, ESA(am besten noch Dynamic), ASC, Kurven-ABS, Wasserkühlung, RDC
    Hallo
    ich kann mich nicht erinnern, dass ein Kunde nach sowas verlangt hat.
    Das ABS wäre heute auchder Kundenwunsch.
    Der andere Murks war ganz allein auf dem Mist von BMW gewachsen
    sollte was besonderes werden.
    Allein schon dieser KAT der dem Kunden aufoktroyiert wurde.
    Warum da Vorreiter spielen.
    Gruß
    Heute ist das Forum voll mit Wünschen SA DKG
    können die alle nicht mehr alleine Motorradfahren, schalten, bremsen, Federn einstellen.
    Ich wünsche mir elektrisch einstellbare Innenspiegel.

  8. Registriert seit
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    #8
    Nur eine Anmerkung: Die Elektronik der Dauertest-GS hat sich bislang unauffällig verhalten. Kaputt gegangen ist ein Kugellager im Getriebe.

  9. Registriert seit
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    #9
    Viele langjährige Motoradfahrer entdecken die einfache Technik für sich
    und pfeifen auf Höchstleistung und High-End-Technik.

    Nicht umsonst erklimmen die Preise für die alten Zweiventiler
    immer neue Rekordmarken.
    Die Getriebe sind auch hier ein echter Schwachpunkt,
    andererseits sind diese selbst ohne Übung in einer Stunde ausgebaut und
    werden von verschiedensten Anbietern für wenige Hundert Euro generalüberholt.

    Was nach der Garantiezeit ein Motor- bzw. Getriebetausch bei den Wasserboxern kostet??

    Aber die Kunden werden immer älter, prestigebewusster und zahlungskräftiger.
    BMW muss nur aufpassen, dass ihr die Kundschaft nicht wegstirbt.

    Meiner Meinung nach hätte eine F900GS mit Nuda-Motor die allerbesten Chancen,
    den fetten Boxern massiv Marktanteile abzugraben.
    Wesentlich weniger Gewicht als die Boxer und mit Nuda-Triebwerk viiiel Charakter.

    Bin sowohl 800er als auch Nuda bereits gefahren und weiß, wie sehr sich der
    Charakter des doch recht zahmen F800GS-Motors gewandelt hat.

    BMW würde sich jedoch innerhalb ihrer Hochpreis-Produktpalette nur selbst Konkurrenz
    machen und hat daher diesen IMHO längst überfälligen Schritt noch nicht gemacht.

    Das Sahnehäubchen wäre eine HP3 -> Leichtbau 800er mit Öhlinsfahrwerk und Nuda-Triebwerk.

    /TRAUM-Modus aus\

    Da mein Fokus beim GS-Fahren eindeutig auf dem G liegt,
    sind meine Ansichten wohl alles Andere als repräsentativ.

    Gruß aus Franken-Ray

  10. X-Moderator
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    08.11.2008
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    Standard

    #10
    draufsetzen und losfahren .... mehr will man eigentlich nicht .... wenn die Dinger halten würden dann hätte keiner ein Wort über Zuverlässigkeit verlohren .... oder den Dealer, weil man schon wieder vor der Tür steht und den vor 1000 Km reparierten SiRi einfordert.

    Reife .... das passiert gewiss nicht mit Geschwindigkeit, sondern ist ein Prozess der sich im Lauf des Gebrauchs und der Belastung einer Sache ergibt .... die Summe der Erfahrungen fließen in ein Produkt ein um es ausgereift zu bekommen.

    So schnell wie wir hier neue Produkte um die Ohren gehauen bekommen kann gar kein Reifungsprozess stattfinden weil das nächste Modell schon am Start steht .... da braucht man sich nicht wundern wegen der vielen Ausfälle in vielen Bereichen der neuen Lc.

    Das Dingens ist nicht ausgereift .... wie auch
    Warum die sich so gut verkauft .... keine Ahnung .... für mich ist das letzte Modell das ich anfassen würde die 1150er, als technisch schauender Mensch.

    Die Zeiten wo arme Menschen Moped gefahren sind, weil sie sich kein Auto leisten konnten sind längst vorbei und das Motorrad ist zu einem Luxusfahrzeug geworden wo es der Mehrheit reicht 60Km zu fahren und das Teil dann zur Werkstatt zu schieben weil es nicht mehr funzt .... die Kunden sind genervt ... weil sie ein teures Fahrzeug haben was den Erwartungen von Haltbarkeit nicht entspricht .... die Händler sind genervt, weil sie die Technik nicht in den Griff bekommen, wie sollen sie auch eine versaute Konstruktion am leben erhalten, wenn schon der Fehler in der Konstruktion liegt und herausfallende Simmerringe nachträglich mit einem Blech gegen herausfallen gesichert werden müßen.
    Etwas weniger Kaffee in den Konstruktionsbüros und etwas mehr "Kopf an" würde so manchen Fehler bei der Grundsteinlegung einer neuen Produktserie vermeiden helfen.

    Schnelllebige Zeit - in der Ruhe liegt die Kraft - passt irgendwie zum Heute nicht zusammen.


 
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