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Schon mal den Förster getroffen?

Erstellt von Maui, 09.12.2007, 19:56 Uhr · 60 Antworten · 5.633 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Also ich habe absolut nichts gegen Jäger. Dass die alle nur aus Spaß sinnlos in der Gegend rumballern und nach Blut lechtzen ist in etwa genauso wahr wie die Behauptung, dass alle Motorradfahrer rücksichtslose Raser und Krawallbrüder sind, die sinnlos die Umweld verpesten.

    Es gibt immer solche und solche. Die "blutrünstigen Killer" gibt es genauso wie die "hirnlosen Verkehrsrowdies". Aber es sind halt deutliche Minderheiten. Die Mehrheit sind vernünftige Menschen (was man halt so "vernünftig" nennen kann - bei Jägern und Motorradfahrern), die besagte Randerscheinungen ihrer "Sportskameraden" auch nicht gutheißen.

    Die Jagd als solche zu verdammen ist meiner Meinung nach auch nicht richtig. Denn in unserer Kulturlandschaft gibt es nur noch ein einziges Raubtier, dass Rot- und Schwarzwild in seinen Beständen klein hält: der Jäger. (OKOKOK: wenn man es genau nimmt, muss man auch das Auto dazurechnen) Schafft die Jagd ab und ihr werdet über kurz oder lang im Wald vor lauter Rehen und Wildschweinen nicht mehr treten können. Abgesehen davon, dass der Wald selbst dann auch bald nicht mehr existiert, weil alles kurz und klein gebissen wird.

    Wenn Ihr also keine Jäger mehr wollt, braucht Ihr Wölfe, Bären und Luchse. Und zwar jede Menge davon. Frage: Wen trefft Ihr im Wald lieber? Den Jäger oder ein Rudel Wölfe? Bedenkt, dass Ihr vielleicht auch mal mit der Familien einen Waldspaziergang unternehmen wollt...

    Gruß

    Patrick

    PS: Meines Wissens empfinden den Abschuss von kürzlich eingewanderten Wölfen und Bären auch viele Jäger als Sauerei.

  2. Registriert seit
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    #32
    Ich muss mal darauf hinweisen dass ich persönlich nichts gegen Jäger habe und auch selbst schon mit auf Jagd war. Ich möchte dass Verhalten einiger Exemplare dieser Spezies nicht verallgemeinern. Ich finde es nur schade dass man seinem Hobby (im Gewissen Rahmen) nicht frei nachgehen kann. Zu mal ich die Begründungen die ich dafür schon bekommen habe, lächerlich finde.
    Ein Beispiel:
    Mein Bruder war in seiner Jugend sehr "aktiv im Wald". Er hatte sich für 20DM eine alte MZ Kleinserie in Teilen gekauft und dann getestet was so damit möglich ist. Eines Tages flatterte ein Schreiben ins Haus (Abs:Bürgermeister und Förster)
    dass er sofort damit aufhören sollte, da ansonsten drastische Strafen auf ihn zukommen würden. Sie Begründeten ihr Schreiben damit, dass man durch das fahren im Wald massive Flurschäden anrichtet.

    Nun sollte jeder mal in ein Waldstück gehen, wo gerade ein Horde Waldarbeiter durchgegangen ist. Solche Schäden richtet man mit dem Moped in ZEHN Jahren nicht an, es seidenn man würde auf einem 500m langen Rundkurs die Six Days veranstalten und selbst dann Glaube ich noch nicht recht, dass es ähnlich schlimm aussieht.

    PS: Ich war in meiner späten Kindheit oft auf Treibjagden mit. Aufgrund dieser Erfahrungen weiss ich, dass es für die Waldbewohner bedrohlicheres gibt, als hin und wieder mal ein Bike.

    MfG Maui !

  3. Anonym3 Gast

    Standard

    #33
    Zitat Zitat von Maui Beitrag anzeigen

    Nun sollte jeder mal in ein Waldstück gehen, wo gerade ein Horde Waldarbeiter durchgegangen ist. Solche Schäden richtet man mit dem Moped in ZEHN Jahren nicht an, es seidenn man würde auf einem 500m langen Rundkurs die Six Days veranstalten und selbst dann Glaube ich noch nicht recht, dass es ähnlich schlimm aussieht.
    Stimmt...und es wird ja wohl keiner so Banane sein und während einer Wildfütterung durch das Gehege zu blubbern...

  4. Registriert seit
    05.09.2005
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    4.619

    Standard

    #34
    Zitat Zitat von prielo Beitrag anzeigen

    ....Die Jagd als solche zu verdammen ist meiner Meinung nach auch nicht richtig. Denn in unserer Kulturlandschaft gibt es nur noch ein einziges Raubtier, dass Rot- und Schwarzwild in seinen Beständen klein hält: der Jäger. (OKOKOK: wenn man es genau nimmt, muss man auch das Auto dazurechnen) Schafft die Jagd ab und ihr werdet über kurz oder lang im Wald vor lauter Rehen und Wildschweinen nicht mehr treten können. Abgesehen davon, dass der Wald selbst dann auch bald nicht mehr existiert, weil alles kurz und klein gebissen wird.

    Wenn Ihr also keine Jäger mehr wollt, braucht Ihr Wölfe, Bären und Luchse. Und zwar jede Menge davon. Frage: Wen trefft Ihr im Wald lieber? Den Jäger oder ein Rudel Wölfe? Bedenkt, dass Ihr vielleicht auch mal mit der Familien einen Waldspaziergang unternehmen wollt...

    Gruß

    Patrick

    PS: Meines Wissens empfinden den Abschuss von kürzlich eingewanderten Wölfen und Bären auch viele Jäger als Sauerei.

    sorry patrick, aber der ganze jagdkram ist hausgemacht- und die "abschussware" wird speziell dafür herangezüchtet oder eingeführt.
    mutter natur braucht die jäger nicht, das war mal....
    es gibt pilotprojekte auf der welt die dies mehr als eindeutig belegen!

  5. Wienerwilhelm Gast

    Standard

    #35
    Ihr müsst den Jäger auch verstehen.
    Da zahlt er einen Haufen Geld für die Benützung des Reviers, karrt anhängerweise Rüben ins Revier, muß seine Jagdhütte in Schwung halten, braucht einen Geländewagen, also er investiert.

    Und da will er auch Blut dafür fliessen sehen.

    Und dann kommt so ein Motorradler, und verscheucht ihm das gefährliche Tier, das er sich gerade anfüttert.

    Aber wenn er sie erwischt, die Bestie, dann geht er wochenlang mit dem blutigen Reis (oder sagt man da nicht Bruch?) am Hut herum.

    (Aus 50 Schritt,,angestrichen, beide Vorderläufe weggeschossen, ist die Fluchtstrecke wenigstens nicht so lang)


  6. Registriert seit
    27.01.2007
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    30

    Standard

    #36
    Zitat Zitat von shorty Beitrag anzeigen
    sorry patrick, aber der ganze jagdkram ist hausgemacht-
    Klar. Aber von wem? Doch wohl von den Viehbesitzern, die nicht wollten, dass Raubtiere ihr Nutzvieh reißen. Oder von jenen, die sich und ihre Familien durch die Raubtiere bedroht wähnten. Vielleicht auch nur durch die Zersiedelung der Landschaft, die den Tieren ihren angestammten Lebensraum nimmt. Es waren sicher nicht nur die Jäger.

    Zitat Zitat von shorty Beitrag anzeigen
    und die "abschussware" wird speziell dafür herangezüchtet oder eingeführt.
    Kein Widerspruch meinerseits. Wenn ich schon ein Hobby habe, sorge ich auch dafür, dass es mir Spaß macht. Es hat niemand gesagt, dass die Jagd eine lästige Pflicht ist. Wenn ich die Möglichkeiten dazu hätte, würde ich all die langweiligen geraden Straßen in Nähe in aufregende Kurvenstrecken umbauen. Aber das kann ich nicht. Die Jäger können es. Schön für sie. Nur übertreiben dürfen sie es auch nicht, da sie sonst für den Verbiss haften müssen.

    Zitat Zitat von shorty Beitrag anzeigen
    mutter natur braucht die jäger nicht, das war mal....
    Sorry. Aber Mutter Natur ist hier in Deutschland schon lange weitestgehend raus aus dem Rennen. Wir haben hier fast ausschließlich Kulturlandschaften. Schau mal hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...519899,00.html Das Stichwort lautet "naturferne Ökosysteme"

    Zitat Zitat von shorty Beitrag anzeigen
    es gibt pilotprojekte auf der welt die dies mehr als eindeutig belegen!
    Zeig mal. Ich lerne gern dazu.


    Dass hier kein falscher Eindruck entsteht: Ich war noch nie auf der Jagd und hänge auch nur selten mit Jägern ab. Aber ich habe auch nichts gegen sie. Leben und leben lassen. Denn wenn wir durch die Wälder fahren und ihnen ihr Hobby versauen, sollten wir immer eines bedenken: Sie haben - warum auch immer - das Recht meist eindeutig auf ihrer Seite. Am ehesten sind wir diejenigen, die etwas unerlaubtes machen. Ein Grund mehr, den grünberockten freundlich gegenüber zu treten.

    Nichts anderes mache ich schließlich auch, wenn ich unterwegs auf Reiter treffe (die manches Mal übrigens genauso illegal unterwegs sind, wie ich): Anhalten, Motor aus, freundlich sein. Oder soll ich sie jetzt pauschal hassen, weil sie Gottes freie Geschöpfe nur zu ihrem Vergnügen einsperren, ihren Willen brechen, zur Zwangsarbeit heranziehen, in unnatürlichen Lebensbedingungen halten, ihnen Nägel in den Körper treiben, aus Eigennutz extra dafür züchten und wenn sie sich mal ein Bein brechen, zu Salami verarbeiten???

    Zeit für ein paar Smileys:


    Gruß

    Patrick

  7. Chefe Gast

    Standard

    #37
    Tja, mit einigen Freunden auf beiden Seiten des Wildes will ich mal meinen Senf dazu geben:

    Da haben wir auf der einen Seite die Kulturlandschaften (sprich Ackerzucht und Viehbau...), auf der anderen Seite den Wald mit seinen natürlichen Bewohnern (die im übrigen juristisch gesehen in "natürlicher Freiheit" leben und somit ohne Eigentümer sind).
    Diese Bewohner als Wanderer zwischen den Welten sind oft genug Stein des Anstosses. Die Landwirte beklagen zum Teil erhebliche Flurschäden (reifender Mais + hungrige Wildsau = Supergau für den Bauer), die Förster kämpfen mit dem Verbiss junger Nutzpflanzen und die Jäger wehren sich gegen das Image des Bambikillers.
    In einer Umwelt mit nur einem natürlichen Feind (nämlich dem Mensch) geht das Wild den Weg des geringsten Widerstandes und ernährt sich, wo es am einfachsten ist: auf dem Acker.
    Jedes Jahrzehnt hat damit seine Probleme: mal ist's der Raps (Niederwild, Rotwild), dann der Mais (Schwarzwild) oder auch Kartoffeln und Rüben (Schwarzwild). Je nach Bedarf wird von den Geschädigten auf dem herumgeschlagen der dafür haftbar ist (ja, ja in unserer so gut durchorganisierten Republik gibt es auch für "in natürlicher Freiheit Lebende" jemanden, der für sie haften muss) - nämlich dem Jagdpächter.
    Man macht Flurbegehungen mit allen Beteiligten (ausser dem Wild natürlich ) und dann gibt's Geld (für den Landwirt) und Auflagen (für den Jagdpächter).
    Die Auflagen bedeuten nichts anderes, als eine künstliche Regulierung, wo's auf natürliche Weise nicht mehr geht: x Hektar Wald vertragen nur y Stück Wild. Wild frisst aber auch auf dem Acker, vermehrt sich entsprechend gut und schon leben in x Hektar Wald y+z Stück Wild. Die z Stück Wild sind zuviel und der Jäger muss dafür sorgen, das nur mehr y Stück übrig bleiben. Das heisst man dann Abschussquote, Wildwochen oder Bambimord - je nachdem wer's auf die Tafel schreibt.

    Wie man es dreht und wendet, es kommt immer auf's gleiche raus: wir engen den natürlichen Lebensraum vieler Arten immer mehr ein, provozieren dadurch Konflikte in unserem eigenen Vorgarten und was wir auch daraus machen, ist falsch: zu viel Wild gibt Mecker von den Landwirten und Förstern, zu wenig Wild lässt vielleicht wieder mal eine Art verschwinden...

    PS: nicht Förster (Hege und Pflege der Flora im Wald) mit Jägern (Hege und Pflege der Fauna im Wald) verwechseln...

  8. Registriert seit
    13.04.2007
    Beiträge
    124

    Standard Schade eigentlich...

    #38
    Zitat Zitat von Mr. Q Beitrag anzeigen
    Das ist nett.

    Ich hab mal eben ganz spontan an den Truppenübungsplatz Schwarzenborn geschrieben - mal sehen, was bei rumkommt...

    Die Antwort:

    Truppenübungsplatz 34639
    SCHWARZENBORN,12.12.07
    Schwarzenborn Neukirchener Str. 1
    Tel.: 0 56 86/999 –
    AppNr. 3000



    Betr.: Anfrage auf Genehmigung für zivile Nutzung des TrÜbPl
    Schwarzenborn

    Bezug: Schreiben vom 12.12.2007


    Der von Ihnen gestellte Antrag ist aufgrund der einschlägigen Bestimmungen
    über die Mitbenutzung von Truppenübungsplätzen der Bundeswehr nicht
    genehmigungsfähig.
    Aus diesem Grund müssen wir leider Ihren Antrag für die Nutzung des TrÜbPl
    Schwarzenborn ablehnen.



    Mit freundlichen Grüßen


    Schaub, Hptm
    Im Original gezeichnet

  9. Chefe Gast

    Standard Wirklich Schade,

    #39
    die Truppenübungsplätze haben (zumindest hier im Süden) viel "Leerlauf", den man doch auf diese Weise gut nutzen könnte...
    Habe mich auf der Alp mal blöd verfahren () und war plötzlich bei Stetten am kalten Arxxx äh Markt auf dem Panzerübungsgelände - illegal, aber obergeil

  10. Registriert seit
    16.05.2006
    Beiträge
    1.390

    Standard

    #40
    ich bewege meine Q ab und zu am Rande der Äcker....und wo es halt Feldwege gibt...
    ABER: WALD ist TABU !!
    Ich finde, da hat kein motorisiertes Fahrzeug was verloren!


 
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