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Wertminderung nach Unfall - Wie hoch??

Erstellt von Redkap, 04.06.2013, 23:08 Uhr · 22 Antworten · 5.897 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich, wo soll der Minderwert sein, wenn das Motorrad wg. einen komplexem Heckschadens ein neues Getriebe, Schwinge, usw. bekommen hat.
    Wenn Du die Wahl hättest zwischen zwei identischen GSen. Eine unfallfrei und eine mit repariertem Unfallschaden. Welche würdest Du kaufen bzw. für welche würdest Du eher weniger zahlen wollen?

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    #12
    Hinweis : Es ist unterschiedlich zu bewerten je nach Variante !

    1.Bei nicht durchgeführter Reparatur und Abrechnung auf Gutachtensbasis ist es ein wirtschaftlicher Totalschaden im vorliegenden Fall, da RepKOsten über Wert der Wiederbeschaffung abzgl. Restwerte liegt.
    Hier ist nämlich dann der Restwert abzuziehen. (siehe Berechnung oben).

    2. Bei Reparatur gilt der Wiederbeschaffungswert ohne Abzug der Restwerte. Allerdings ist dabei die 130% Grenze zu sehen.
    Bedeutet: bei Wiederbeschaffungswert von 6000 und RepKosten gem Gutachten von 4000 ist das unproblematisch wenn die tatsächlichen RepKosten nicht um mehr als 130% über dem Wiederbeschaffungswert liegen.
    Sollten die tats. Kosten höher liegen wird das nix. Deshalb der Hinweis auf die Voillständigkeit und Korrektheit des Gutachtens.

    Unfallfahrzeuge gelten in der Regel (wie gut die Rep auch immer sein mag) als einem vergleichbaren Fahrzeug gegenüber merkantil minderwertiger (ist mir auch schleierhaft warum, aber ist so in der Rechtsprechung).
    Das mag mit der Einstellung des Normalkäufers gegenüber einem reparierten Fahrzueg zusammenhängen.

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    #13
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    Sieht allerdings - wie Vatta schreibt - nach einem wirtschaftlichen Totalschaden aus (Wiederbeschaffungswert 8500, abzüglich Restwert 3900 = 4600.-, Repkosten liegen bei 6000, also 1400 darüber . 1400 ist knapp über der 30% Grenze = 1380)

    Mach es wie Vatta sagt und berate Dich mit Deinem RA
    Sorry Di@k, aber da muss ich dich korrigieren. Grenze für den wirtschaftlichen Totalschaden ist der Wiederbeschaffungswert (vorliegend 8500.- EUR) und nicht der Wiederbeschaffungsaufwand (Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert). Nur wenn die kalkulierten Reparaturkosten ÜBER dem Wiederbeschaffungswert liegen (hier also mehr als 8500.- EUR) liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor. Die sogenannte 130%-Grenze nach der Rechtsprechung des BGH geht auch vom Wiederbeschaffungwert und nicht vom Wiederbeschaffungsaufwand aus. Heißt hier: 8500.- EUR plus 30% = 11.050 EUR. Kann also vorliegend auf Totalschadenbasis oder Reparaturbasis abgewickelt werden. Der Geschädigte hat die Wahl.

    Der merkantile Minderwert des Fahrzeugs nach Reparatur wird vom Gutachter ermittelt. Bei Abrechnung auf Totalschadenbasis gibt`s auch keine Wertminderung.

  4. Registriert seit
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    #14
    Zitat Zitat von GS Bär Beitrag anzeigen
    Sorry Di@k, aber da muss ich dich korrigieren. Grenze für den wirtschaftlichen Totalschaden ist der Wiederbeschaffungswert (vorliegend 8500.- EUR) und nicht der Wiederbeschaffungsaufwand (Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert). Nur wenn die kalkulierten Reparaturkosten ÜBER dem Wiederbeschaffungswert liegen (hier also mehr als 8500.- EUR) liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor. Die sogenannte 130%-Grenze nach der Rechtsprechung des BGH geht auch vom Wiederbeschaffungwert und nicht vom Wiederbeschaffungsaufwand aus. Heißt hier: 8500.- EUR plus 30% = 11.050 EUR. Kann also vorliegend auf Totalschadenbasis oder Reparaturbasis abgewickelt werden. Der Geschädigte hat die Wahl.

    Der merkantile Minderwert des Fahrzeugs nach Reparatur wird vom Gutachter ermittelt. Bei Abrechnung auf Totalschadenbasis gibt`s auch keine Wertminderung.
    Das sehe ich - modifiziert - anders. Sieh mal hier Totalschaden - wirtschaftlicher Totalschaden - Differenzbesteuerung - Abrechnung nach Gutachten - Mehrwertsteuer - Umsatzsteuer - Differenzbesteuerung.

    Ich hatte extra zwischen Rep und Gutachtensbasis unterschieden. Siehe # 12

  5. Registriert seit
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    #15
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    Das sehe ich - modifiziert - anders. Sieh mal hier Totalschaden - wirtschaftlicher Totalschaden - Differenzbesteuerung - Abrechnung nach Gutachten - Mehrwertsteuer - Umsatzsteuer - Differenzbesteuerung.

    Ich hatte extra zwischen Rep und Gutachtensbasis unterschieden. Siehe # 12
    Hallo Dirk,

    so ist es!

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    #16
    Ich denke der FredStarter wird berichten...

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    #17
    Also ich habe mich entschieden!!
    Werde mir eine "neue" zulegen und die Unfallmaschine zum Restwert verkaufen. Inkl. Schmerzensgeld komm ich da besser weg als sie Reparieren zu lassen.
    Da im Gutachten keine Wertminderung angegeben ist würde ich da auch keine Entschädigung bekommen. (Fragt mich nicht warum der Gutachter das nicht beachtet hat). Ein Weiteres Gutachten werde ich nicht Anfertigen lassen, da es im Endeffekt die Sache nur verzögert und ich nach reiflicher Überlegung auf Dauer nicht das Risiko etwaiger Folgeschäden (Am Getriebe, Kardan, Gabel oder Felgen) die vielleicht in 20.000 km auftreten könnten, eingehen möchte.
    Hätte da einfach ein ungutes Gefühl beim Fahren.
    Bin daher nach nur 6 Wochen effektivem GS Fahren wieder auf der Suche nach einer neuen. (Auch eine ziemlich traurige Geschichte bei der schönen Maschine)

    Vielen Dank nochmal für eure Antworten.

    Gruß Redkap

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    #18
    abgesehen davon, dass ich mich auf jeden Fall auch für eine neue entschieden hätte, hat bislang noch jeder Gutachter, den mir eine Versicherung vorbei geschickt hat, diverse Positionen in seinem Gutachten "vergessen". Man muss sich das genau anschauen, selber recherchieren und kalkulieren und bei Abweichungen einreden. Bei mir wurde auch mal ein merkantiler Wertverlust schlicht nicht erwähnt. Kurzer Anruf dort und es wurde eingesetzt. Selbes bei anderen Schäden durch Aufbrüche bei Autos, wo auch Positionen keine Erwähnung fanden und bis zu 3 Mal nachgebessert werden musste. Ist doch nicht mein Problem, wenn das von Anfang an unsauber gamacht wurde und nachbearbeitet werden muss. Ich habe sogar schon Gegengutachten anfertigen lassen durch einen unabhängigen Gutachter

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    #19
    Und im Haftpflichtschadensfall immer einen eigenen Gutachter beauftragen, sollte der Schaden so erheblich sein, daß ein Gutachter nötig ist.

    Gruß Stefan

  10. Registriert seit
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    #20
    Zitat Zitat von scratt Beitrag anzeigen
    Und im Haftpflichtschadensfall immer einen eigenen Gutachter beauftragen, sollte der Schaden so erheblich sein, daß ein Gutachter nötig ist.

    Gruß Stefan
    Richtig !
    Das kann man auch (ohne den der Versicherung nehmen zu müssen) mit der ggn Versicherung abklären.
    Frage ob Kostenvoranschlag reicht oder Gutachten nötig ist.
    Faustregel : So ab ungefähr 1000 € wird es wohl ein Gutachten geben müssen. Manche Versicherer wollen das schon ab 750 € siehe BGH (BGH Urteil v. 30.11.2004, VI ZR 365/03 = NJW 2005,356).


 
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