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Batterieproblem, Ströme und Spannungen

Erstellt von Spätzünder, 07.11.2009, 19:25 Uhr · 36 Antworten · 5.233 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Hi
    Wenn jemand unterschiedliche Werte für Gel- AGM oder konventionelle Akkus angibt beruht das auf nichts anderem als unterschiedlichen Messmethoden.
    Die 3 "unterschiedlichen" Typen funktionieren alle nach dem exakt gleichen chemischen Prinzip. Bei dem einem ist lediglich neuitrales Kieselgur reingekippt und verdickt die Säure zu Gel (klappt auch bei Nitroglyzerin, das Ergebnis heisst Dynamit), beim anderen ist "Glaswolle" reingestopft und wirkt wie ein Papiertaschentuch: Es saugt.
    Lediglich die Chemie der Hawker ist anders.
    Über Tiefentladen etc. Batterien zu vergleichen ist in meinen Augen genauso Unsinn wie die Empfindlichkeit gegen Kriechstrom (da müsste die Hawker sogar unempfindlicher sein weil sie Tiefentladung angeblich besser abkann)
    @"Gruss aus Köln" Nix gegen Deine Info!
    Viele Batteriehersteller geben in meinen Augen "irgendwelche" Werte an, nicht aber das Messverfahren oder die zugrunde liegende Norm. Hawker ist der einzige mir bekannte Hersteller der die jeweilige Norm angibt und die Messwerte einheitlich nach dieser durchzieht. Vergleicht man mit den gelegentlich doch dabeistehenden Infos anderer Hersteller merkt man, dass ein Wert nach einer bestimmten Norm genannt wird, ein anderer jedoch nach einer anderen. "Zufälliger Weise" sind es meist die Normen die den jeweiligen Wert besser aussehen lassen
    gerd

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    #32
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    ......merkt man, dass ein Wert nach einer bestimmten Norm genannt wird, ein anderer jedoch nach einer anderen. "Zufälliger Weise" sind es meist die Normen die den jeweiligen Wert besser aussehen lassen
    gerd
    .

    Nein ich würde sogar soweit gehen, dass die Herstelleraussagen fast nie einer zugrundeliegenden einheitlichen Norm entsprechen,
    sondern es sich hier ganz simpel um Werbeaussagen handelt, um das jeweilige Produkt gut aussehen zu lassen.

    Und so einfach mache ich es mir nicht - man muss sich schon mit den unterschiedlichen Aussagen auseinandersetzen und dann seine eigenen Rückschlüsse ziehen.

    Selbstverständlich sind die individuellen Erfahrungen unterschiedlich
    und subjektive Einschätzungen sind doch am Ende auch nützlich, sich
    ein eigenes Bild zu machen.

    Unterschiede und selbst leichte Nachteile in gewissen Merkmalen räumen Hersteller offenbar freiwillig ein.

    Sehr wahrscheinlich dass verschiedene Produkte sich unter vergleichbaren Bedingungen unterschiedlich verhalten.

    Aus einer grösseren Anzahl von Berichten habe ich darüberhinaus den Eindruck gewonnen, dass inbesondere
    die Herstellungsqualität aktuell stark gelitten hat.

    Egal ob GEL oder AGM, mit beiden Versionen bin ich jeweils über etwa 5 Jahre lang problemlos gefahren.

    Der Unterschied ist nur, dass ich bei der 1150er selten über die Batterie
    nachdachte, während mich das Thema bei der 1200er ständig begleitete.

    Ohne Zweifel ist die Hawker ein Qualitätsprodukt und deswegen bevorzugt zu empfehlen, dennoch hatte ich selbst die Gelegenheit mehrere defekte
    davon zu sehen, die definitv wegen unbeabsichtigtem Tiefentladen
    endgültig ihren Geist ausgehaucht hatten.

    Sinn und Zweck dieser Diskussionen im Forum ist doch unter anderem durch gewonnene Erkenntnisse die Anzahl der Katastrophen zu verringern.




    Gruss aus dem Kalifornien des Westens



    .

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    #33
    Hi
    Stimmt. Viele Batterien sterben nicht weil sie schlecht sind, sondern weil sie falsch behandelt werden und der Grund des Versagens der Vorgängerbatterie unklar ist.
    Stirbt diese nach 5 Jahren würde auch ich "Altersschwäche" vermuten und eine Neue einbauen.
    Blinkt sich das ABS nach dem Start "zu Tode", dann könnte ein defekter Anlasser gigantische Ströme ziehen. Mit einer neuen Batterie wird das nicht besser und auch eine Hawker will das nicht ewig.
    Hat ein defekter Regler die alte Batterie ausgekocht wird er das auch mit der nächsten tun, auch wenn sie Hawker heisst (die 650 sind da berüchtigt!).
    Werkelt eine Batterie in einer 2V aus dem Mittelalter, dann muss sie deren Uralt-Regler abkönnen. Die Hawker kann es nicht.
    Dann gibt es noch einen Importeur der zweitklassige, nicht für den KFZ-Betrieb freigegebene Hawker verkauft. Davon distanziert sich Hawker DE (Enersys) und lehnt Gewährleistung ab.
    Das alles gilt natürlich nicht nur für "Edelbatterien" sondern für alle. Urasche des Versagens ermitteln bzw. Anwendungsfall prüfen und dann handeln!
    gerd

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    #34
    Ein schönes Hallo in die Runde

    Ich hab mir dieses Thema mal durchgelesen, weil ich das gleiche Problem wie Stefan habe. Ich hab zwar eine Garage, aber keinen Strom. Viele Leute mit einem Reihenhaus kennen das. Deshalb hab ich mir auch eine Hawker gegönnt. Jetzt hab ich aber mal eine vielleicht sehr dumme, aber durchaus ernstgemeinte Frage:
    Ich kann ja mit einem Erhaltungsgerät uber die Bordsteckdose die Batterie laden. Wäre es auch möglich mit einer zweiten Batterie ( Autobatterie )
    über die Steckdose zu laden?
    Ich bin das Aus und einbauen nämlich leid, bei meiner Kuh gehts ja nochn aber beim Kälbchen meiner Dame ist das Ein- und Ausbauen eine Katastrophe.

    Grüße aus dem Sauerland
    Gunther

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    #35
    Zitat Zitat von goofy Beitrag anzeigen
    Ein schönes Hallo in die Runde

    Ich hab mir dieses Thema mal durchgelesen, weil ich das gleiche Problem wie Stefan habe. Ich hab zwar eine Garage, aber keinen Strom. Viele Leute mit einem Reihenhaus kennen das. Deshalb hab ich mir auch eine Hawker gegönnt. Jetzt hab ich aber mal eine vielleicht sehr dumme, aber durchaus ernstgemeinte Frage:
    Ich kann ja mit einem Erhaltungsgerät uber die Bordsteckdose die Batterie laden. Wäre es auch möglich mit einer zweiten Batterie ( Autobatterie )
    über die Steckdose zu laden?
    Ich bin das Aus und einbauen nämlich leid, bei meiner Kuh gehts ja nochn aber beim Kälbchen meiner Dame ist das Ein- und Ausbauen eine Katastrophe.

    Grüße aus dem Sauerland
    Gunther

    .


    Hallo Gunther,

    grössere Ströme von Batterie zu Batterie würde nur funktionieren, wenn eine davon eine höhere Klemmenspannung hätte, was ja leider nicht zutrifft.

    Bei der Starthilfe mit Überbrückungskabel geht das weil die Spannung der Starterbatterie durch den Anlasserstrom deutlich zusammenbricht.

    Um die Hawker etwas zu enlasten böte sich in der kalten Saison der Einsatz einer dieser üblichen Starthilfestationen, du weisst schon, die mit eingebautem Luftkompressor und Lampe beispielsweise.

    Andere Alternative sind mobile Computerladegeräte aus dem Modellbau, die
    aus einer normalen 12 Volt Autobatterie beliebige Ladeprogramme der üblichen Ladeklemmspannungen von BleiSäure über NiCd, NiMh oder LIPoly erzeugen können.

    Das hab ich selbst schon auf dem Flugplatz mit einer Flieger-Hawker so gemacht.

    Durch die grosse Verbreitung sind solche Geräte mittlerweile relativ preiswert (z.B. Robbe FUTABA ab 120 € etwa).

    Eine weitere etwas teurere Alternative wäre, falls baulicherseits möglich der Einsatz einer kleinen Solarzelle mit Laderegler.
    Der Wirkungsgrad bzw. Nutzen unterm Strich ist in der dunklen Jahreszeit geringer und auch sehr vom Fahrprofil anhängig.

    Zusätzlicher Aufwand egal was man tut hierfür also mindestens ein direkter Zugang zu den Akkupolen bzw. Anbau einer Steckdose.



    Gruss aus Köln



    .

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    #36
    Hallo

    Danke für die schnelle Antwort.
    Es wär ja auch mal zu schön gewesen, wenn eine von meinen Ideen funktioniert

    Gruß
    Gunther

  7. Registriert seit
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