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Gewindeaufnahme der Deckelschraube vom Zylinderkopf abgerissen

Erstellt von Spittek, 21.03.2015, 18:22 Uhr · 17 Antworten · 1.353 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Gewindeaufnahme der Deckelschraube vom Zylinderkopf abgerissen

    #1
    Hi zusammen,

    ich wollte gestern nur mal eben bei meiner 1150 (kein Doppelzünder) schnell Ventile einstellen. Kein großer Akt, beim Anschrauben der 4 Deckelschrauben ging eine trotz zaghaftem Drehmoment von 8NM auf einmal ganz leicht und kam mir direkt entgegen...

    Ich habe dann den Deckel wieder abgeschraubt und musste feststellen, dass der Vorbesitzer da wohl Pfusch betrieben hat. Der ganze Gussknubbel, in den das Gewinde geschnitten ist, ist weg (ihm wohl mal abgerissen). Statt dessen hat er einen modifizierten Seilzugversteller eingebaut (Ja, richtig gelesen), in dem er den Versteller in den Gewinderest vom Zylinderkopf eingedreht hat und in den Kopf des Verstellers ein M6 Innen-Gewinde geschnitten hat, damit die Schraube wieder packt. Die Idee ist nicht ganz blöd gewesen, nur ist das Teil leider aus Alu und sehr filigran. Nun habe ich nichts ahnend die Schraube eingedreht und zack, bei handfest ist der (Alu)-Versteller abgerissen. Der Rest von dem Teil hängt noch in dem verbliebenen Gewindeloch im Zylinderkopf.

    Soweit so gut, ich habe mir überlegt, das Problem wie folgt zu lösen, indem ich einen Ensat Gewindeeinsatz und zwar das Modell "Mubux" eindrehe. Das ist eigentlich nichts anderes, als eine Gewindehülse aus Stahl und nicht selbstschneidend. Gibt es sogar mit aufgebrachtem Kleber. Das Gewinde ist außen M8 und innen M6, gibt es bis 18mm Länge, was mir sehr gelegen käme. So könnte ich die Buchse ca. 5-8mm weit in das noch vorhandene Gewindeloch eindrehen und den Rest überstehen lassen, so dass die Schraube wieder Futter zum Packen hat. Also den Knubbel quasi simulieren...

    Falls das Bohrloch für M8 zu groß wird, gibt es die Buche auch als M7/M5 in 15mm. Dann müsste ich nur die betreffende Deckel-Schraube abdrehen und ein M5 Gewinde aufschneiden. Wenn man diese vorsichtig eindreht, sollte die bei handfest nicht abreissen. (Haben wohl auch schon mal einige hier gemacht und für gut befunden).

    Um die überstehende Gewindebuchse vielleicht noch etwas zu stützen und gegen ausdrehen zu sichern, könnte man ja auf den überstehenden Teil eine passende (Lang)-Mutter aufdrehen und leicht kontern. Zudem hätte dann die Schraube auch wieder einen Gegenanschlag, damit die Dichtung beim Anziehen nicht gequetscht wird.

    Ist echt eine blöde Sache, aber den Kopf ausbauen und da was aufschweißen lassen, kommt erst mal nicht in Frage. Zum Glück ist es eine der oberen Schrauben, die muss nicht so 100%ig angeknallt werden um sicher abzudichten.

    Ist das so wohl realisierbar oder eher zwecklos? Vielen Dank für weitere Tips!!!

  2. X-Moderator
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    Standard

    #2
    hört sich doch gut an ...

    anknallen sollte man die Deckelschrauben sowieso nicht nur soweit eindrehen bis der Ansatz vom Bolzen auch die Dichtflache stößt ... ohne Drehmoment ... .das generiert die Gummidichtung vom Deckel

  3. Registriert seit
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    #3
    Machs doch so. Is ne saubere Lösung ...

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Moin,
    hast mal nen Bild von dem ganzen? Ggf. kannst ja einen Gewindeniet einsetzen?

    Gruß
    Bogserfan_1

  5. Registriert seit
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    #5
    Hi, nein, Bild habe ich leider nicht, habe das Elend ganz schnell wieder zusammengebaut... Wenn ich wieder mal da dran gehe, mache ich aber eins und poste es hier.

    Gewindeniet geht leider nicht, auch ein Helicoil scheidet aus. Das eingesetzte Gewinde kann nicht komplett versenkt werden. Ich muss ja irgendwie den abgebrochenen Steg/Knubbel wieder aufbauen. Es müssen mind. 5mm überstehen, sonst ist die Ventildeckelschraube zu kurz und packt nicht.

    Ich habe mir seit gestern viele Gedanken gemacht, ich denke, es muss zwangsläufig ein so lang wie möglicher Ensat-Einsatz werden. Zweite Möglichkeit wäre noch, einen kurzen Einsatz komplett zu versenken und die Schraube zu verlängern. Würde ich aber nur im Notfall machen und wäre etwas gepfuscht ;-)

  6. Registriert seit
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    #6
    Ja mach mal ein Bild, kann mir das so gar nicht vorstellen. Interessant wäre auch mal der Max. Außenduchmesser der "eingesetzt" werden könnte. Vielleicht kannst dir ja eine Gewindehülse (Außen Mx? Innen Mx?) drehen lassen?

    Gruß
    Bogserfan_1

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Hi,

    hatte mal ne Anleitung für Helicoils gemacht: http://madkorez.de/helicoil.pdf

    Gruß
    Andreas

    EDITH SAGT: Gerade erst gelesen, dass die ganze Buchse raus ist

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Danke Dir!

    Aber genau das ist mein Problem. Der Steg, in den Du Deinen Helicoil eindrehst, ist bei mir gar nicht mehr vorhanden. Das Teil ist abgebrochen. Deshalb brauche ich eine lange Gewindehülse, die ich in den verbliebenen Rest eindrehe und dann ein paar mm überstehen lasse, damit ich zumindest wieder ein Packende für die Schraube habe.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Hier hat einer ein ähnliches Problem mit JD Weld gelöst: Kleine Air-Intake Reparatur mit JB-Weld - boote-forum.de - Das Forum rund um Boote

  10. Registriert seit
    26.07.2014
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    #10
    Und das hält? Vor allem, wenn das permanent im Öl schwimmt? Aber danke für den Tip, wenn keine meiner Versuche fruchtet, würde ich das eventuell ausprobieren.


 
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