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Zusammenhang zwischen Ölstand und Trennfähigkeit der Kupplung

Erstellt von gemini2007, 05.11.2015, 08:32 Uhr · 13 Antworten · 1.862 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    20

    Standard Zusammenhang zwischen Ölstand und Trennfähigkeit der Kupplung

    #1
    Hallo zusammen,

    seit letzter Woche bin ich stolzer Besitzer eine 2014er. Nach einer GS1100 von 1994 und einer 1200 von 2004 war dies die logische Schlussfolgerung.

    Heute Morgen 10 Grad und Dunkelheit (spielt glaub ich für das Verhalten des Mopeds keine Rolle) habe ich mein Moped aus der Garage herausgeschoben und ca. 10 min auf dem Seitenständer stehen gehabt.

    Ich wollte sie mit eingelegtem Gang starten (Seitenständer hoch). Der Anlasser drehte auch jedoch wollte sie direkt nach vorne, trotz gezogener Kupplung.
    Ich gehe davon aus, dass die Kupplung nicht richtig getrennt hat.

    Ich habe sie dann im Leerlauf gestartet und beim Einlegen des ersten Ganges, kam die Kupplung früher als gewohnt.
    Im Weiteren Fahrbetrieb war das Problem nicht mehr spürbar.

    Hier im Forum habe ich zwei mögliche Ursachen dafür gefunden.
    1. Defekt aufgrund von Undichtigkeit. - oder Luft im System
    2. Falscher Ölstand - häufig zuviel.

    Da bei meiner 2004 mal Luft im Kupplungssystem hatte kann ich dies eigentlich ausschließen, da sich dort nicht der Fehler wie bei meiner aktuellen nicht quasi in Luft auflöste.
    Alles andere zum Punkt 1 kann ich so erstmal nicht beurteilen.

    Den Punkt 2 konnte ich heute morgen überprüfen.
    Das Schauglas ist bis 5 mm unter der Oberkante mit rotem gefärbten Öl gefüllt.

    Vielleicht hat gibt es hier ähnliche Erfahrung und entsprechende Lösungen.

    Da ja noch Garantie vorhanden ist, werde ich wohl auch mal meinen Freundlichen um Rat bitten.

    Gruß Bernd

  2. Registriert seit
    06.05.2015
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    255

    Standard

    #2
    Das hängt mit der Antihoppingkupplung zusammen.
    Den Weg zum Händler kannst Du dir mMn sparen.

    Meine KTM @ konnte man praktisch gar nicht mit eingelegtem Gang starten.

    It's not a bug, it's a feature :-)

  3. Registriert seit
    11.10.2014
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    1.720

    Standard

    #3
    Bei meiner GSA kann ich ohne Probleme mit eingelegten Gang starten.

    Nur ein kleiner RUCK nach vorne bei Standzeiten über 2 Tage.

    Da ich immer den 1.Gang Eingelegt lasse, löst die verklebte

    Kupplung beim herabheben vom Hauptständer.

    LG
    Bertl

  4. Registriert seit
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    1.606

    Standard

    #4
    Ser's,

    also es ist völlig normal, dass sich eine Ölbadkupplung (und eine solche hat die LC gegenüber der Trockenkupplung der Luftgekühlten) im ersten Moment noch "verklebt" zeigt.

    Hinzu kommt, dass die Luftgekühlte eine "Einscheibenkupplung" hat und die LC eine Mehrscheibenkupplung. (je mehr Scheben, desto mehr Reibungsmöglichkeiten - mehr Fläche)

    Bevor die Kurbelwelle die ersten Umdrehungen macht (alternativ das Rad - also die Abtriebseite) sind noch größere Reibungskräfte zwischen den Kupplungsscheiben zu überwinden - das zähe Öl spielt hier eine Rolle (je kälter desto zäh).
    Da spielt auch der Unterscheid zwischen Haftreibung und Gleitreibung eine Rolle (vielleicht nur eine kleine, aber immerhin doch)

    Ich kann das zB auch an meiner F650CS bemerken, die muss ich abends nach dem Büro immer rückwärts aus der Parkpsoition schieben, das brauchts bei eingelegtem Gang immer einen deutlichen Schubser zum anschieben.

    Ich starte meine LC oft mit eingelegtem Gang (und gezogener Kupplung), wenn das Öl kalt ist, kann es schon sein, dass das Mopped einen kleinen Vorwärts"ruck" macht.

    Ich würde also sagen: It works as designed.

    PS: Mit der Atnti-Hopping-Funktion hat das aber nix zu tun, sondern, wie gesagt, an der Ölbad-Mehrscheibenkupplung.

    Liebe Grüße

    Wolfgang

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Gut erklärt...

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Die Ölsorte (nicht die Marke) spielt auch eine Rolle mit. Desto kleiner der Wert (Zahl) vor dem "W", desto dünnflüssiger bei ist das Öl bei Kälte.
    Ansonsten ist ja bereits schon schön beschrieben.

  7. Registriert seit
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    4.029

    Standard

    #7
    Korrekt. Aber BMW schreibt für die LC ja schon ein Öl der Viskosität 5W-40 vor. Ein Öl mit der noch geringeren Viskosität 0W-40 würde ich auf keinen Fall fahren. Das Mobil 0W-40 mag zwar als das beste Öl für PKws gelten, in ein Motorrad gehört dieses Öl sicher nicht, zumal es auch nicht über eine Freigabe nach JASO verfügt.

    CU
    Jonni

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    ...habe ich denn geschrieben, dass man 0W40 nehmen soll?????? nöööö

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    Standard

    #9
    IamI sieht das IMHO völlig richtig. Eine Mehrscheiben-Ölbadkupplung kann in kaltem Zustand leicht rupfen. Ob das jedoch zu dem von Dir beschriebenen deutlichem Vortrieb führen darf? Hmm...

    Vermutlich gebraucht gekauft. Weißt Du, ob das richtige Öl drin ist? Wo hast Du das Motorrad her? Was war denn der Vorbesitzer für einer? Die Öl-Vorgaben von BMW sind ja wohl ziemlich streng. Wann steht denn die nächste Inspektion an? Evtl. könnte man den Ölwechsel ja vorziehen...

    Das Schauglas ist bis 5 mm unter der Oberkante mit rotem gefärbten Öl gefüllt.
    Das ließ mich doch jetzt nicht in Ruhe, ich bin daher mal in die Garage. Das Öl im Schauglas meiner GS ist ganz bestimmt nicht rot, sondern eindeutig golden. Hmm.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Das Öl ist rot, daher kann man davon ausgehen, dass es korrekt ist...


 
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