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Atomkraft/Laufzeitverlängerung/Alternativen

Erstellt von Di@k, 14.03.2011, 15:50 Uhr · 597 Antworten · 26.317 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Roter Oktober Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht das man Kiel und Hamburg/BHV miteinander vergleichen kann. Fähren sind ein anderer Schnack als Frachtschiffe und Kühlschränke verbrauchen nun mal mehr Energie als Lampen, auch dies sollte bekannt und logisch sein.
    Moin Andreas,
    genauso bekannt und logisch sollte sein, dass die hanseatischen Häfen nicht nur von Kühlschränken angelaufen werden.
    Feeder, Fähren und andere Liniendienste machen das Gros aus. Da kann man sehr wohl über
    realistische Alternativen zu den Hilfsdieseln nachdenken, diese Schiffe fahren auch nach Fahrplan und sind
    somit auch energetisch planbar.

    Zur "Umwelt"plakette grün fällt mir ein, dass in HL Travemünde ein permanentes Fahrverbot sein müsste,
    da am Priwall die Feinstaub Grenzwerte ständig überschritten werden. Durch die Fähren!!!


  2. Baumbart Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Roter Oktober Beitrag anzeigen

    Da diese Dampfer zu dem immer geballt nach Hamburg und BHV kommen kann es sein das 8 - 12 Dampfer für max. 2 Tage Liegezeit diese Leistung abfordern müssen. Ich kann mir ganz einfach nicht vorstellen, das die entsprechenden Stadtwerke mal eben so 80 - 140 MW bereitstellen können, in Spitzenzeiten wenn alle Liegeplätze besetzt sind vielleicht noch mehr. Für diese Leistung muß man ein ganzes Kraftwerk vorhalten.
    Aber für die ganzen Windräder nimmt man das selbstverständlich an. Wenn kein Wind weht springt das Kraftwerk ein, das in Reserve gehalten wird.

  3. Registriert seit
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    Standard

    Zitat Zitat von fishermanGS Beitrag anzeigen
    Moin Andreas,
    genauso bekannt und logisch sollte sein, dass die hanseatischen Häfen nicht nur von Kühlschränken angelaufen werden.
    Feeder, Fähren und andere Liniendienste machen das Gros aus. Da kann man sehr wohl über
    realistische Alternativen zu den Hilfsdieseln nachdenken, diese Schiffe fahren auch nach Fahrplan und sind
    somit auch energetisch planbar.

    Zur "Umwelt"plakette grün fällt mir ein, dass in HL Travemünde ein permanentes Fahrverbot sein müsste,
    da am Priwall die Feinstaub Grenzwerte ständig überschritten werden. Durch die Fähren!!!


    Fähren, sehr gut --- von BHV nach Helgoland
    Yep Fahrpläne, für die Feeder mag das Stimmen, für die Autotransporter und Bulker schon nicht mehr, Die Fahrpläne sind für die großen Pötte eher Richtzeiten, bei 53 Tagen Rundreise für den einfachen Asiendienst kann viel dazwischen kommen, daher sind in diesen Fahrplänen von vornherein 3 - 5 Tage Verspätungen mit eingebaut. Und mit planbar habe ich so meine Schwierigkeiten, der Mensch will alles planen und dann geht doch so viel daneben.

    Ein Argument der Atomkraftgegner ist schließlich die Unplanbarkeit des Atomrisiko, das trifft auf alles andere mehr oder weniger auch zu, oder nicht

  4. Registriert seit
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    Standard Wenn...

    ...dieser Bericht den Tatsachen entspricht und die darin genannten Forderungen auch in dieser Form durchgesetzt werden, könnte ich bereit sein zu glauben, dass das Moratorium nicht nur reines Wahlkampfgehabe ist.

    Allerdings stellt sich mir die Frage, ob nicht auch dabei parteipolitisches Kalkül eine Rolle spielt. Quasie als Trotzreaktion. Angie schaltet jetzt alles ab. Der Bürger will's ja so haben. Damit steigt sie wieder in der Gunst des Wählers. Und die Kosten? Na, die zahlt er doch auch, der Wähler.

    Allerdings halte auch ich ein sofortiges Abschalten für einen Schnellschuß.
    Der Atomkonsens von 2002 sah Restlaufzeiten bis 2022 vor. Lt. einem Gutachten des SRU ist das völlig ausreichend für einen Übergang zu alternativen Energien.

  5. Baumbart Gast

    Standard

    Zitat Zitat von ThyFan Beitrag anzeigen
    Na, die zahlt er doch auch, der Wähler.

    Allerdings halte auch ich ein sofortiges Abschalten für einen Schnellschuß.
    Der Atomkonsens von 2002 sah Restlaufzeiten bis 2022 vor. Lt. einem Gutachten des SRU ist das völlig ausreichend für einen Übergang zu alternativen Energien.
    Er zahlt's auf jeden Fall, wer denn sonst? entweder über Steuern oder über schneller steigende Stom- und Gaspreise (Öl steigt ja eh) und über höhere Produktpreise, wahrscheinlich über alles.

    Aber Du scheinst ja Kernkraft (wäre sie unsicher müsste man sofort bedingungslos abschalten) doch eher für sicher zu halten, und da könnte man sie ruhig noch 20 Jahre weiter betreiben bzw. besser noch neue, moderne AKW mit modernster Sicherheitstechnik bauen.

  6. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Aber Du scheinst ja Kernkraft (wäre sie unsicher müsste man sofort bedingungslos abschalten) doch eher für sicher zu halten, und da könnte man sie ruhig noch 20 Jahre weiter betreiben bzw. besser noch neue, moderne AKW mit modernster Sicherheitstechnik bauen.
    Sorry, aber das kann mich nicht provozieren (falls das deine Absicht sein sollte).

    Ich habe noch nie verstehen können, warum hier eine Technik etabliert wurde, ohne dass ein schlüssiges Konzept des zu 100% sicheren Betriebs und der sicheren Entsorgung (Endlagerung) besteht.
    Es hätte nie eine Genehmigung für den Bau eines AKW geben dürfen (meine Meinung!).
    Aber Fakt ist, wir haben sie nun mal, die AKW. Es wurde ein Kompromis für die Abschaltung erzielt (2002). Das war für mich endlich mal ein (kleiner) Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die Frage der Entsorgung noch lange nicht geklärt ist.
    Neubau? Gerne, wenn die Sicherheitsfrage und die Entsorgung zu jeweils 101% geklärt ist. Besteht ein mögliches Restrisiko (wenn auch <0,001%), so ist ein Neubau ohne wenn und aber abzulehnen. Zeitgleich sollten für die Entsorgung und deren Kosten die Betreiber verantwortlich gemacht werden bzw. aufkommen. Natürlich wird der Strom dann teurer, aber wir bezahlen es ja sowieso.

  7. Baumbart Gast

    Standard

    Zitat Zitat von ThyFan Beitrag anzeigen
    Sorry, aber das kann mich nicht provozieren (falls das deine Absicht sein sollte).
    nicht wirklich, aber ich finde diesen 'beschleunigten sanften Ausstieg' scheinheilig, fand ich schon beim ersten Ausstiegsbeschluss. WENN man das Risiko für nicht tragbar hält muss man sofort abschalten. Damals waren rot/grün, die heute damals schon alles besser wussten, dran, die haben's nicht gemacht. Warum nicht? Etwa ein Qhandel mit den bösen Stromgiganten? Wenn morgen im Oberrheingraben ein schweres Erdbeben passiert, macht der grüne Kommunist dann auch den Besserwisser? Dann trägt Er nämlich die Verantwortung weil unter seiner Regierung nicht ausgestiegen wurde.
    Und WENN man das Risiko bis 2022 tragen kann, warum nicht auch bis z.B: 2040, und in der Zeit in Ruhe die Versorgung umbauen - WEIL es ja auch um Klimaschutz / CO2-Ausstoß geht. Und der geht bei hastigem Ausstieg hoch.

    Zumal wenn man sich noch als leuchtendes Vorbild für die WElt hinstellen will, aber jetzt seine CO2-Ziele nicht erreicht. Werden alle sagen: "Ausstieg funktioniert nicht, sieht man ja an Deutschland".

  8. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Etwa ein Qhandel mit den bösen Stromgiganten?
    Das würde mich nicht verwundern. Ich erwarte mittlerwile von "unseren" Politikern fast nichts anderes mehr.

    Und WENN man das Risiko bis 2022 tragen kann, warum nicht auch bis z.B: 2040...
    Das ist keine Argumentation. Es wurde ein Kompromis gefunden, der lautete 2022. 2015 wäre besser gewesen. War aber nun mal nicht so. Dann kam der Ausstieg aus dem Ausstieg. Damit ist der Endpunkt auf 2038 (glaube ich) verschoben. Jetzt versucht man, uns den "Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Austieg" zu verkaufen. Enddatum offen. Je nach (künftiger) Regierung haben wir dann noch ein paar Ausstiege vom Ausstieg und sind dann im Jahr 21xx.

    ...und in der Zeit in Ruhe die Versorgung umbauen
    Wie ich hier schon erwähnte, der Wandel ist möglich. Bis 2050. Ohne Laufzeitverlängerung.

  9. Registriert seit
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    Standard

    Ich schmeisse mal in die Runde, dass im Saarland der Bau eines höchst effizienten Steinkohlekraftwerkes gegen den Widerstand der Bevölkerung nicht durchgesetzt werden konnte.
    Und irgendwann müssen die Leute verstehen, solange man regenerativ nur auf ca 50 % Gesamtleistung kommen kann (bis2040/50) IMMER normale Kraftwerksleistung dafür sorgen muss , dass die Schwankungen der regenerativen Energien ausgeglichen werden, sei es mit Atom, Kohle, Öl oder Gas.
    In Leipheim/Bayern plangt ein Stadtwerkekonsortium auf einem stillgelegten Militärflugplatz, ein GuD Kraftwerk mit ca 1000 MW. Ist sicher eine gute Technik. Leider ist die Finzierung total offen. Deutschlands leistungsstärkstes KKW befindet sich in 20 km Entfernung. Da muss man sich das Leitungsnetz auch noch genau anschauen.

    Fazit: energiepolitsch haben wir keinen (dringend benötigten) Plan. Aktionismus ist Trumpf. Mittelfristig ist das schlecht.

  10. Baumbart Gast

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    Zitat Zitat von ThyFan Beitrag anzeigen
    Wie ich hier schon erwähnte, der Wandel ist möglich. Bis 2050. Ohne Laufzeitverlängerung.
    Die Studie hatte ich auf dem Tisch. Man sollte sie wirklich lesen und dann aber auch die Annahmen kommunizieren, z.B. Kohle bleibt am Netz, Stromverbrauch sinkt. Zur Zeit abenteuerlich. Das Ergebnis einer Studie ist in der Regel eng mit dem Auftraggeber abgestimmt bzw. man weiß bei der Beauftragung welches Institut welches Ergebnis liefern wird.
    Ich schmeisse mal in die Runde, dass im Saarland der Bau eines höchst effizienten Steinkohlekraftwerkes gegen den Widerstand der Bevölkerung nicht durchgesetzt werden konnte.
    Übrigens Widerstand einer Bevölkerung, die zu dem Zeitpunkt zu 20 bis 30 % von dem schon existierenden KKW lebt.
    Da muss man sich das Leitungsnetz auch noch genau anschauen
    Nicht nur da. Der Bau einer Hochspannungsleitung dauert zur Zeit 10 bis 15 Jahre. Und bei der aktuellen Lagen muss man dann auch noch die Wutbürger von den Baggern flexen. Wer würde da ernsthaft investieren? Nur um dann hinterher von der BNetzA einen gewinnfreien Betrieb vorgeschrieben zu bekommen?


 
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