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Atomkraft/Laufzeitverlängerung/Alternativen

Erstellt von Di@k, 14.03.2011, 15:50 Uhr · 597 Antworten · 26.228 Aufrufe

  1. Baumbart Gast

    Standard

    Zitat Zitat von moeli Beitrag anzeigen
    ohne ein Sozialist zu sein. Das ist nämlich was ganz anderes.....)
    nein, du forderst ein sozialistisches Energieversorgungssystem, in dem ein allwissender gutmeinender Staat bestimmt wann welches Kraftwerk laufen soll, wo welche neuen gebaut werden und wo die Leitungen laufen. Gewinne sind was böses, also keine Pumpspeicher. Betreiber von geeigneten Anlagen haben sich gefälligst in ihrer Produktion nach dem Wind zu richten. Haushalte dürfen nur noch hocheffiziente Geräte kaufen (schau mal die Preisunterschiede pro '+' auf dem Energielabel). Das ist Sozialismus. Hat ja auch schon mal super funktioniert, in der DDR gab's keine Energieexporte.

  2. Registriert seit
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    Standard ich glaub du

    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    nein, du forderst ein sozialistisches Energieversorgungssystem, in dem ein allwissender gutmeinender Staat bestimmt wann welches Kraftwerk laufen soll, wo welche neuen gebaut werden und wo die Leitungen laufen. Gewinne sind was böses, also keine Pumpspeicher. Betreiber von geeigneten Anlagen haben sich gefälligst in ihrer Produktion nach dem Wind zu richten. Haushalte dürfen nur noch hocheffiziente Geräte kaufen (schau mal die Preisunterschiede pro '+' auf dem Energielabel). Das ist Sozialismus. Hat ja auch schon mal super funktioniert, in der DDR gab's keine Energieexporte.
    hasts nicht verstanden........

  3. Registriert seit
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    Standard stimmt

    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Der Erfinder dieser hohlen Phrase könnte mittlerweile auch Millionär sein

    Grüße
    Steffen

    aber so hohl ist sie nu auch wieder nicht........

    oder wer bezahlt in Japan etwa den Kollateralen Schaden? Die Kraftwerksbetreiber?


  4. Registriert seit
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    Standard

    Zitat Zitat von moeli Beitrag anzeigen

    aber so hohl ist sie nu auch wieder nicht........

    oder wer bezahlt in Japan etwa den Kollateralen Schaden? Die Kraftwerksbetreiber?

    Die Menschen wollten/brauchten zuverlässige und preiswerte Energie, also bezahlt auch die Gesellschaft neben dem Betreiber im Fall, dass es schief geht.
    Im Übrigen steht es jedem frei, Aktien der Energieversorger zu erwerben und über die Dividende vom Gewinn zu profitieren

    Grüße
    Steffen

  5. Registriert seit
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    Standard

    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    nein, du forderst ein sozialistisches Energieversorgungssystem, in dem ein allwissender gutmeinender Staat bestimmt wann welches Kraftwerk laufen soll, wo welche neuen gebaut werden und wo die Leitungen laufen. Gewinne sind was böses, also keine Pumpspeicher. Betreiber von geeigneten Anlagen haben sich gefälligst in ihrer Produktion nach dem Wind zu richten. Haushalte dürfen nur noch hocheffiziente Geräte kaufen (schau mal die Preisunterschiede pro '+' auf dem Energielabel). Das ist Sozialismus. Hat ja auch schon mal super funktioniert, in der DDR gab's keine Energieexporte.
    mannmannmann...
    wenn eines des sozialismus verdächtig war in diesem unserem lande, dann war das FJS. zumindest dem von ihm propagierten christl.-sozialen....

    und nun zur versachlichung, die Oeli versucht hat, hier wieder hereinzutragen, zurück:

    ich kann an seinen vorschlägen nichts negatives finden.
    im gegenteil. die privaten monopole oder auch: oligopole der sog. EVUs hatten doch etliche jahrzehnte zeit, um den beweis zu erbringen, dass sie in der lage sind, unsubventioniert und trotzdem wirtschaftlich strom aus atom herzustellen und auf dem freien markt anzubieten unter gleichzeitiger rückstellung von geldern für den fall der fälle... ( GAU ) und trotzalledem hinlänglicher gewinnabschöpfung. diese hätte man vor dem hintergrund des wissens um die endlichkeit der uranvorräte ja auch sofort in die grundlagen- und angewandte forschung anderer energiequellen stecken können.

    JEDOCH:
    sie haben es nicht getan.

    die erforderlichen rücklagen als sicherheitsleistung für den fall der fälle
    fallen aufgrund der genialen lobbyarbeit der herren eher überschaubar aus,
    das hauptrisiko trägt der steuerzahler, der zuvor auch den atomstrom bezahlt hat.
    alternativen wurden blockiert, wo es nur ging. wieder mit hilfe der politik.
    (stichwort: GROWIAN ) und das ist heute noch so.

    back to socialism: einstmals in kommunaler hand = besitz befindliche wasserversorger/klärwerke/energieerzeuger (stichwort: stadtgas ) wurden von den kommunen verkauft. fürn paar äppel und ein paar eier.
    und nun?
    die netze/leitungen vergammeln, weil die privaten neuen herren lieber gewinne abschöpfen und in USA steuernsparen als hier in die infrastruktur zu (re)investieren.
    ich sach nich, dass dies die EVUs genauso machen. ich gebe nur zu bedenken...

    ceterum censeo: strom wasser und gas gehören nicht in private hände.
    deren abwicklung gehört in die hand des volkes.

  6. Registriert seit
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    Standard eben nicht !

    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Die Menschen wollten/brauchten zuverlässige und preiswerte Energie, also bezahlt auch die Gesellschaft neben dem Betreiber im Fall, dass es schief geht.
    Im Übrigen steht es jedem frei, Aktien der Energieversorger zu erwerben und über die Dividende vom Gewinn zu profitieren

    Grüße
    Steffen
    sondern NUR die Gesellschaft. Betreiber können Insolvenz anmelden bzw schlicht zahlungsunfähig werden. Gesellschaft (als Ansammlung von Menschen und nicht im gesellschaftsrechtlichen Sinne) bleibt und muss den Schaden beheben.

    Klar kann man Aktien kaufen und Gewinne mitnehmen. Aber hier wird diskutiert ob Kernkraft VERANTWORTLICH und risikolos Betreibbar ist...

    Ich fürchte alledings, dass der Hype und die Einsicht in ca 2-3 Wochen (wenn nicht immer was neues aus Japan die Medien interessiert) verhallt und dann wieder im alten Stil weiter Politik betrieben wird.

    Sozialismus ist es nicht wenn die Grundversorgung staatlich gesichert wird und etwaige Gewinne dem Allgemeinwohl dienen. Das nennt man auch soziale Verpflichtung der freien Marktwirtschaft. Also sowas wie moralische Pflicht (den Begriff kennt leider kaum noch jemand)...

    Nur wer auch seine Resourcen pflegt (Arbeitskräfte und - Mittel) wird Gewinne erwirtschaften. ...

    "Auf Mananger höret die Signale.." (bin ich versucht zu sagen/singen..)

  7. Registriert seit
    06.06.2006
    Beiträge
    2.678

    Standard Noch ein Häppchen Ideologie, denn ...

    .. jede Debatte über eine zukünftige Energieversorgung wird zwangsläufig ideologisch geführt werden müssen. Natürlich haben sich in diesem "Marktsegment" Oligopole gebildet und organisiert. Nicht nur in diesem Land, weltweit natürlich. Selbstverständlich haben die keinerlei Interesse an einer wie auch immer gearteten dezentralen Energieerzeugung und Verteilung. Im Moment jedenfalls nicht. Ihre Marktmacht würde schrumpfen. Natürlich haben die sämtliche politischen Entscheidungsträger unterwandert und korrumpiert. Die Mineralölkonzerne machen es genau so. Alternative Bestrebungen werden diskreditiert, brauchbare Patente werden weggekauft oder weggeklagt ... so funktioniert das eben. Marktwirtschaft ist eben nicht sozial. Da geht es um Profit, ausschließlich um Profit. CO2-Ausstoß, Atommüll, Umweltzerstörung ... das hindert keinen multinationalen Konzern an der Gewinnmaximierung. Es gibt genügend willfährige "Regierungen" auf dieser Welt. Japan ist kein schlechtes Beispiel dafür.
    Auch wenn das jetzt vielleicht merkwürdig klingt, ich halte die Möglichkeiten, die die Nutzung der Kernenergie bietet, grundsätzlich nicht für Teufelszeug. Unter genau definierten Bedingungen ist sie beherrschbar.
    Möglicherweise gilt das auch in Zukunft für die Technik der Kernfusion.
    Es wäre traurig, wenn sich die forschende Menschheit zukünftig mit Windrädern und Pflanzenabfällen zufrieden geben würde.
    Überlassen wir allerdings den Profitgeiern das Feld, werden die uns mitleidlos in Grund und Boden wirtschaften. Globalisierung unter der Knute der "reinen Marktwirtschaft" ist ein Irrweg. Falls das jetzt in einigen Ohren sozialistisch gelungen haben sollte ... wäre das rein zufällig und völlig unbeabsichtigt. Ich möchte auch keinen Mitarbeiter der amtierenden EVU in die Ecke stellen, die müssen eben mit der Technologie arbeiten, die derzeit verfügbar ist. Ich bin auch ganz froh darüber, dass bei mir das Licht angeht (im Haus meine ich), wenn ich auf den Schalter drücke. Die Stromrechnung allerdings ... die würde ich lieber an einen staatlichen oder anderweitig vergesellschafteten Monopolisten bezahlen.

  8. Baumbart Gast

    Standard

    Zitat Zitat von moeli Beitrag anzeigen
    hasts nicht verstanden........
    Dann sag doch mal wie Du die Energieversorgung planen und steuern willst ohne Geld als Steuerungsinstrument? Wenn Pumpspeicherkraftwerke keine Gewinne machen dürfen wer soll sie bauen? Wer wird dem Kühlhausbetreiber seine teurere Kühlung (muss ja größer dimensionierte Kühlung rein und besser gedämmt werden) bezahlen? Und wer bestimmt wann ein GuD-Kraftwerk Volllast fahren soll obwohl der Strom an der Börse in dem Moment zu Grenzkosten nicht absetzbar ist weil Frankreich oder Tschechien gerade Atomstrom günstig bietet (die liefern übrigens im Sommer nix)?

    Es wäre traurig, wenn sich die forschende Menschheit zukünftig mit Windrädern und Pflanzenabfällen zufrieden geben würde.
    alles andere ist in Deutschland aber Teufelszeug.

  9. Registriert seit
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    9.459

    Standard

    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Dann sag doch mal wie Du die Energieversorgung planen und steuern willst ohne Geld als Steuerungsinstrument? Wenn Pumpspeicherkraftwerke keine Gewinne machen dürfen wer soll sie bauen? Wer wird dem Kühlhausbetreiber seine teurere Kühlung (muss ja größer dimensionierte Kühlung rein und besser gedämmt werden) bezahlen? Und wer bestimmt wann ein GuD-Kraftwerk Volllast fahren soll obwohl der Strom an der Börse in dem Moment zu Grenzkosten nicht absetzbar ist weil Frankreich oder Tschechien gerade Atomstrom günstig bietet (die liefern übrigens im Sommer nix)?

    alles andere ist in Deutschland aber Teufelszeug.
    blöde frage, zugegeben. saublöde frage zumal.
    ABER,
    hast du eine antwort darauf, wo die milliarden DM und euro-forschungszuschüsse aus steuergeldern untergekommen sind?
    wo die rücklagen aus den stromverkäufen angelegt wurden?
    wo hinreichend vorsorge für eine sichere entsorgung (was ein UNwort !!!!) betrieben wurde?

    Asse?
    Schacht Konrad?
    Gorleben?
    vielleicht in Wackersdorf???

    augenscheinlich ist bisher nur eines:

    die betreiber von AKWs, also die oligopolen gross-EVUs bleiben, genau wie du/
    befürworter von atomstrom sämtliche relevanten antworten schuldig. mich gemahnt dies immer wieder an die wahrheitsferne herumschwiemelei von politikern sog. staatstragender parteien (in deren überkommenem selbstverständnis).

    die wahrheit ist noch immer nicht auf dem tisch.

    die knete, die von stromverbrauchern und steuerzahlern direkt wie indirekt den EVUs ins maul gestopft wurde über die dauer des oligopoles, hätte sinnvollerweise ohne gewinnerzielungsabsicht der optimierung einer nachhaltigen energieversorgung ohne AKWs und atomstrom zur verfügung gestellt werden sollen. all das, was vor mehr als 30 jahren von sog. grünen spinnern und sozialutopisten wie auch ingenieuren und entrepreneuren erdacht und zur diskussion gestellt worden war, all das ist noch immer nicht überholt. nur nach wie vor den oligopolen nicht gewinn-dienlich.

    daher unerwünscht.

  10. Registriert seit
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    Standard yepp

    kann mich meinen Vorrednern meistenteils anschliessen. Um es auf den Punkt zu bringen:

    Energie- und Wasserversorgung ist zu wichtig für die breite Masse, als das man sie den Gewinninteressen einiger weniger in die Hände geben kann wie es zur Zeit passiert. Sie gehört in die Hände des Staates oder der Kommunen. Leider wird gerade in unserer Republik der Schritt in die andere Richtung gegangen, was nicht nur zur Ausdünnung der VNB-Netze (der kleinen örtlichen Netze) führt. Dort werden nämlich gerade z.B. die Anzahl von Knotenpunktstationen aus Kostengründen durch die lieben Freunde aus Bonn (BNetzA) reduziert, was dann auch im kleineren Bereich zu Schwierigkeiten bei Umlastungen im Fehlerfall führen kann. Die lieben Freunde aus Bonn wollen nämlich so die Netznutzungsentgelte senken, um die Steigerung der Energiepreise inklusive der EEG & KWKG Zuschläge für den Endverbraucher milder auszugestalten. Das das mit der steigenden Anzahl an dezentralen Erzeugungseinheiten kontraproduktiv ist, dürfte jedem, der sich ein bisken mit Netzen auskennt sehr wohl klar sein.......

    Wettbewerb um jeden Preis? Ist so unsere energetische Zukunft zu meistern? Da mag sich jeder selber Gedanken machen, wie lange das gutgehen kann.......


 
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