Seite 56 von 60 ErsteErste ... 6465455565758 ... LetzteLetzte
Ergebnis 551 bis 560 von 598

Atomkraft/Laufzeitverlängerung/Alternativen

Erstellt von Di@k, 14.03.2011, 15:50 Uhr · 597 Antworten · 26.311 Aufrufe

  1. Registriert seit
    26.07.2007
    Beiträge
    1.537

    Standard

    Ich fühle mich von dir nicht persönlich angegriffen, es ist aktuell nur so, dass man kaum noch argumentieren kann. Und doppelt schwer ist es in Schriftform. Und die wenigen, die hier polemisch rumschreiben sind einfach anders drauf. Außerdem kann man sich hinter einer Tastatur gut verstecken, einen Klopper raushauen und dann abtauchen. Das sind die, die im Strassenverkehr ( bildlich gesprochen) einem den Stinkefinger zeigen, wenn man aber aussteigt und mal nach vorne geht, sofort die ZV schließen. Damit muss man im www leben. Da sind mir diejenigen deutlichst lieber, die klar die Gegenposition beziehen und auch argumentieren ... nur so kann eine gute Streitkultur existieren, die allen was bring.

    So lange es sachlich bleibt ist das für mich in Ordnung. Nur unterstellen hier einige, alle die in D seit 100 Jahren für die Bevölkerung Strom erzeugt haben und gerade nicht regenerativ unterwegs sind, haben es sich auf die Fahne geschrieben, eine nukleare Katastrophe in D herauf zu beschwören.

    Würde die WAA nicht systematisch verhindert worden sein, wäre unser Abfallproblem deutlich entspannter zu betrachten, gerade mal 3% der aktuellen Menge wäre übrig, der Rest könnte wiederverwendet werden. So aber stehen in ganz D überall Castoren auf den Kraftwerksgeländen rum. Die Betreiber setzen das um, was die Regierung vorschreibt. Und da dies seit Jahren ein Zick Zack Kurs ist und keine verantwortliche Energiepolitik, ist es nur eine logische Konsequenz, dass wir mittlerweile so stehen, wie wir stehen.

    Wer von den hier Rumschreibenden kann sich beispielsweise vorstellen, mit welchem Aufwand in einem KKW einer Tropfleckage von 1-3 Tropfen / s nachgegangen wird? Verstärkte Rundgänge, Kameraüberwachung, kann man das sofort abdichten, muss eine Bereitschaft reingeholt werden, Arbeitsplanung ...
    2 Tropfen / Sekunde bei einer Gesamtmenge von 2000 kg / Sekunde. Bei der Masse hier suppt es mehr aus dem Küchenhahn oder der Toilette aber da wird erst Hand angelegt, wenn es unerträglich wird. Und selbst dann macht man sich erst noch Gedanken um die Kosten. Am Feiertag läßt niemand den Monteur kommen, oder nachts um drei.

    Ein paar Techniker werden hier auch unterwegs sein und können mit Begriffen wie "Stopfbuchsleckage" sicher was anfangen. Die Hausfrau hingegen sieht lediglich Wasser aus der Pumpe laufen.

    Nur mal so, als klitzekleine Beispiele.

    Aber alle können sich entspannt zurück lehnen: 2030 ist D KKW los ... dummerweise aber nicht atomstromlos. Derwird dann günstig aus dem Ausland besorgt.
    Aber wir waren die Guten und haben den Stein weltweit ins Rollen gebracht für 1-3 Euro im Monat pro Haushalt, wie Herr Ströbele gebetesmühlenartig verkündet. Das 66% der Energie nicht privat verbraucht wird und dementsprechend über die Produkte mitbezahlt wird, hängt man vorerst mal nicht an die große Glocke.

    Und ich sage es nochmal: solange es keine Speichermöglichkeit für Strom gibt, hilft "Regenerativ" nur wenig. Bei aktuell 18.000 MW installierter Solarleistung mit einer Ausnutzung von 10% übers Jahr gesehen, kann man leicht abschätzen, wie lange wir noch an konventioneller Kraftwerksleistung hängen werden.

  2. Registriert seit
    20.11.2008
    Beiträge
    4.029

    Standard

    Die WAA in Wackersdorf ist daran gescheitert, dass nicht einmal mehr die CSU - ja ansonsten kein Feind der Atomkraft - von der Wiederaufbereitung überzeugt war. Nach dem Tod von FJS war es die bayerische Landesregierung, die die WAA beerdigt hat. Und die CSU ist es auch, die jetzt wieder als Erste und ganz laut schreit: bloß kein Endlager in Bayern. Das ist genau der Punkt, der dem Rest der Republik ganz massiv auf den Sa** geht. Die großen Befürworter der Atomkraft wollen deren negative Folgen nicht tragen und am besten auf die anderen Bundesländer abschieben, die - wie wir hier in Niedersachsen - schon längst auf Windkraft gestzt haben. Nun aber dreht der Wind, was auch Herr Röttgen offenbar erkannt hat. Die Suche nach einem Endlager wird neu beginnen. Wenn sich dann zeigt, dass ein solches Lager in keinem Bundesland mehr politisch durchsetzbar ist, dann müssen die Castoren eben weiterhin dezentral an allen AKWs gelagert bleiben. Dies aber bedeutet, dass ab sofort kein atomarer Müll mehr produziert werden darf und alle AKWs vom Netzt zu nehmen sind.

    CU
    Jonni

  3. Registriert seit
    11.09.2008
    Beiträge
    4.128

    Frage ..was soll man machen????

    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen

    Würde die WAA nicht systematisch verhindert worden sein, wäre unser Abfallproblem deutlich entspannter zu betrachten, gerade mal 3% der aktuellen Menge wäre übrig, der Rest könnte wiederverwendet werden. So aber stehen in ganz D überall Castoren auf den Kraftwerksgeländen rum. Die Betreiber setzen das um, was die Regierung vorschreibt. Und da dies seit Jahren ein Zick Zack Kurs ist und keine verantwortliche Energiepolitik, ist es nur eine logische Konsequenz, dass wir mittlerweile so stehen, wie wir stehen.

    Hallo Zebulon!
    Eine Frage dazu hätt ich noch...: Werden die aufbereiteten Brennstäbe denn dann nicht auch immer "gefährlicher"...??-Ich meine immer mehr Plutonium und Caesium als Inhaltsstoffe..(wie´s ja jetzt in Japan vermehrt freigesetzt werden..)
    Gruß Mattin

  4. Registriert seit
    26.07.2007
    Beiträge
    1.537

    Standard

    Zitat Zitat von Jonni Beitrag anzeigen
    Wenn sich dann zeigt, dass ein solches Lager in keinem Bundesland mehr politisch durchsetzbar ist, dann müssen die Castoren eben weiterhin dezentral an allen AKWs gelagert bleiben. Dies aber bedeutet, dass ab sofort kein atomarer Müll mehr produziert werden darf und alle AKWs vom Netzt zu nehmen sind.

    CU
    Jonni
    Wieder so eine falsche Behauptung, sind doch die genehmigten Zwischenlage auf die in der Laufzeitverlängerung ausgehandelten Restlaufzeiten ausgelegt worden.

  5. Registriert seit
    26.07.2007
    Beiträge
    1.537

    Standard

    Zitat Zitat von Komagleiter Beitrag anzeigen
    Hallo Zebulon!
    Eine Frage dazu hätt ich noch...: Werden die aufbereiteten Brennstäbe denn dann nicht auch immer "gefährlicher"...??-Ich meine immer mehr Plutonium und Caesium als Inhaltsstoffe..(wie´s ja jetzt in Japan vermehrt freigesetzt werden..)
    Gruß Mattin

    Das was übrig bleibt ist der hochradioaktive Abfall, quasi das Konzentrat, aber nur ca. 3% der ursprünglichen Menge, der in Glaskokillen verschmolzen, endgelagert wird.
    Vorteil: es muss nicht alles endgelagert werden und kann teilweise wiedeverwendet werden.
    Aber das Thema ist ja wohl durch.

  6. Registriert seit
    20.11.2008
    Beiträge
    4.029

    Standard

    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Wieder so eine falsche Behauptung, sind doch die genehmigten Zwischenlage auf die in der Laufzeitverlängerung ausgehandelten Restlaufzeiten ausgelegt worden.
    Ja und warum denn überhaupt ein Endlager? Wird doch gar nicht mehr gebraucht, oder? Wäre ja auch viel gerechter, den Müll bei denjenigen zu lagern, die ihn produziert haben.

    Und die weitere Frage die sich stellt: sind die Zwischenlager ausgelegt auf die von Rot/Grün ausgehandelten Restlaufzeit oder auf die der Atomlobby von Schwarz/Gelb zugestandene Restlaufzeit bis zum St. Nimmerleinstag?

    CU
    Jonni

  7. Registriert seit
    26.07.2007
    Beiträge
    1.537

    Standard

    Die Zwischelager sind eine reine Verzweifelungstat von Rot/Grün, da sie die Castortransporte von der Backe haben wolllten. Zur Kapazität nur so viel: wir haben SEHR viel Platz, ich muss jetzt mal wieder etwas vorsichtiger formulieren.

  8. Geronimo Gast

    Standard

    Hallo,
    Vor 25 Jahren waren es die Russen mit ihrer veralteten Technik, diesmal sind es die Japaner die eine so hohe Tsunamiwelle nicht im Plan hatten. Aber selbstverständlich haben wir alles im Griff und alles unter Kontrolle, kein Thema wir machen das.
    Nur blöd das mir keine Technik bekannt ist die nicht versagen kann oder nicht durch fehlbedienung Amok laufen kann. Das dürfte uns allen bekannt sein und wir leben damit, nur gibt es bei der Atomtechnik leider ein Problem. Da kann man eben nicht einfach ein neues Werk hinsetzen und besser von vorne anfangen. Nein wir müssen uns Gedanken machen wie wir unter Umständen ein paar hundert Jahre mit der Strahlung leben müssen. Wie sieht es denn heute in Tchernobyl aus ? Blühendes Leben ? Alles wie vorher ?
    Können wir dieses Risko wirklich eingehen, ich meine wer hat bei der Konstruktion von Hochhäuser schön daran gedacht das da einer mit einem Verkehrsflugzeug hinein fliegt ? Unwägbarkeiten die niemand voraus sehen kann und wie gesagt bei einem Reaktorunfall gibt es kein zweites Mal, denn wir haben es mit Kräften zu tun, die wir eben nicht einfach kontrollieren können. Deshalb war und ist Atomkraft für mich einfach nicht tragbar und ich bin auch bereit eventuelle Konsequenzen zu Tragen.

    Ich bin mir sicher das wir Atomkraftfrei leben können, so wie wir es gewohnt sind. Man muss nur mal anfangen, eben auch mal über andere Strategien nachdenken und sie dann auch konsequent umsetzen.

    grüße,
    Jürgen

  9. Registriert seit
    30.04.2007
    Beiträge
    6.464

    Standard

    Wenn es mehr kostet ist das sicher eine ungleich sinnvollere Investition als einen Irrtum weiter zu führen.

    Man sollte aber auch vernünftig bleiben und nicht mit wie der Teufel vom Weihwasser wegspringen. Ein sinnvoller und tragbarer Plan innerhalb einer festgelegten Zeit ist alles was es braucht. Dieser Plan darf auch nicht durch momentanen politischen Opportunismus aufgehalten oder verändert werden. Konsequenz ist gefragt, an der es vielen heute deutlich mangelt. Allen voran den sogenannten Leadern.

  10. Registriert seit
    20.11.2008
    Beiträge
    4.029

    Standard

    Hi Peter,

    diesen Plan gab es ja. Der war von Rot/Grün mit den Krfatwerksbetreibern ausgehandelt worden und stand. 2020 sollte das letzte AKW vom Netz gehen. Bis Frau Merkel und Herr Westerwelle kamen und die Büchse der Pandora wieder göffnet haben. Wenn es Schwarz/Gelb nicht gelingt, zumindest wieder zum rot/grünen Ausstiegsplan zurück zu kommen, war es das mit einer konservativen Bundesregierung. Den ersten Vorgeschmack hierauf hat Schwarz/Gelb ja nun gerade in BW präsentiert bekommen.

    CU
    Jonni


 
Seite 56 von 60 ErsteErste ... 6465455565758 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Federbein-Alternativen???
    Von Edda im Forum R 1150 GS und R 1150 GS Adventure
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 05.07.2012, 08:26
  2. Alternativen Ventus III
    Von cappo im Forum Bekleidung
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 20.03.2012, 07:51
  3. Gabelöl, Alternativen zu BMW
    Von AndiP im Forum R 850 GS und R 1100 GS
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 02.06.2011, 08:52
  4. koffersystem alternativen ?
    Von topflappen im Forum R 850 GS und R 1100 GS
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 13.03.2009, 19:30
  5. Cockpit Abdeckungs Alternativen
    Von bigagsl im Forum Zubehör
    Antworten: 25
    Letzter Beitrag: 16.08.2004, 14:00