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Neues von der Schweiz

Erstellt von pässefahrer, 09.02.2014, 22:16 Uhr · 279 Antworten · 15.420 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Habe heute interessante Dinge über die innerschweizer Kräfteverhältnisse gelesen. Ähnlich wie bei den deutschen Bundesländern gibt es in der Schweiz arme und reiche Kantone, und die reichen helfen den armen über einen Finanzausgleich. Die reichen Schweizer Kantone sind eher urban geprägt und haben einen hohen Ausländeranteil. Die armen Kantone sind eher ländlich geprägt, haben einen niedrigen Ausländeranteil und lassen sich von den urbanen Kantonen alimentieren. Die Zustimmung in den armen Kantonen war viel höher als in den urbanen Ausländerhochburgen. Das heißt: Viele Schweizer haben über ein Problem abgestimmt, das sie nur aus dem Fernsehen kennen. Wir kennen das aus Deutschland, da ist Ausländerfeindlichkeit auch in den Gegenden am meisten verbreitet, in denen die Ausländerquote am niedrigsten ist,

    Grüße vom Sampleman
    Vielleicht sind die einfach noch glücklich und wollen es auch bleiben ...

  2. Registriert seit
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    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Wir kennen das aus Deutschland, da ist Ausländerfeindlichkeit auch in den Gegenden am meisten verbreitet, in denen die Ausländerquote am niedrigsten ist,
    Und das verwundert dich jetzt? Oder meinst du wirklich dass sie es auch nur aus dem Fernsehen kennen!?

  3. Registriert seit
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    Ich war gegen dieses unsägliche Initiative. Ich habe mich geärgert über den Entscheid und den Ober- und Hinterwäldlern sowie allen anderen Ahnungslosen im ersten Ärger ein paar wüste Föhnstürme und ausfallende Direktzahlungen (Subventionen) gewünscht, grrr!

    Ist alles aber nicht weiter tragisch, weil man sich hier gewoht ist: Eine Demokratie ist kein Wunschkonzert. Ich habe mittlerweile zur Kenntnis genommen und akzeptiert, dass eine Mehrheit nicht mehr einverstanden damit ist, in welche Richtung sich dieses Land entwickelt - ups, sogar ich bin noch lernfähig. Natürlich haben sich dabei nicht alle Zustimmenden sämtliche Konsequenzen überlegt; dies ist ja auch gar nicht möglich und diese Weitsicht fehlt offenkundig auch Berufspolitikern nicht gerade selten. Aber soll wirklich stets das wirtschaftlich Sinnvollste das Richtige sein? Oder ist das richtig, was alle anderen tun? Und wer einen eigenen Weg einschlägt, geht automatisch fehl? Während mein Kopf noch zögert, bin ich vom Bauch her echt froh, können wir unserer Exekutive (und Legislative) zuweilen auch scheinbar unmögliche Aufträge und Vorgaben erteilen; von selber würden die solche Wege jedenfalls nicht begehen.

    Wer Politik vorab als den wirtschaftlich optimierten Weg versteht, ignoriert die Befindlichkeiten der davon betroffenen Menschen. Die Menschen, die dort leben, sollten sich mit ihrem Land/Stadt/Kaff identifizieren können. Unser Land ist doch nicht einfach eine Kuh, die möglichst hochgezüchtet, mit übergrossen Eutern, einen stets noch zu übertreffenden Spitzenwert an Milch zu produzieren hat. Hier leben schliesslich Menschen, meinetwegen eine etwas eigenartige Spezies, aber halt dennohc.

    Ich habe zur Kenntnis genommen, dass es einer Mehrheit von Schweizern grosse Mühe bereitet, im Laufe ihres Tages mit den unterschiedlichsten - teils recht exotischen - Fremdsprachen und anderskulturellen Verhaltensweisen konfrontiert zu werden. Nicht nur in der Strassenbahn, sondern in ihrem Alltag wie Schule, Geschäfte, Freizeit, Behördengang, etc. Während sich der städitsche Mittelstand häufig locker daran gewöhnt hat und seine Identität dadurch nicht bedroht sieht, erlebt dies die Landbevölkerung sowie die tieferen soziealen Schichten deutlich anders. Nun kann man über diese lachen, sollte dabei aber nicht vergessen, dass ihre Stimme an der Urne gleich viel zählt, wie die Meine. Ist auch richtig so, denn mir gehört 'mein' Land schliesslich nicht alleine (auch wenn ich dies insgeheim sehr bedaure). Und es geht ihnen auch nicht darum, das Rad der Zeit zurück zu drehen, sondern ganz einfach: Jetzt nicht noch mehr, jetzt ist genug.

    Wir sind bisher der EU nicht auf der Tasche gelegen und haben brav netto die ausgehandelten Beiträge pünktlich cash bezahlt sowie die Alpenüber- und Durchgänge auf unsere Kosten und ausschliesslich 'für Euch' top modern, billig und funktional gehalten. Wir gehen jeden Tag auf sämtlichen Ebenen mit einem Ausländeranteil und einer Bevölkerungsdichte um, die den allermeisten Europäern das Wasser in die Augen treiben und die Pulsadern anschwellen liesse (Luxembourg vielleicht ausgenommen). Wir sind zurückhaltend und tolerant, herzlich vielleicht nicht gerade - unsere Qualitäten liegen andernorts; wir haben lange zugeschaut, wie sich unsere Welt veränderte; dass dies einer (knappen) Mehrheit der Menschen hier nun definitiv nicht mehr gefällt, ist Realität und damit innerschweizerisch umzusetzen; in welcher Form auch immer.

    Verträge sind grundsätzlich einzuhalten, lassen sich aber immer anpassen, ist alles eine Frage des Interessenausgleichs (Verträge haben schliesslich keinen Selbstwert, sondern haben einen bestimmten Zweck); einseitige Anpassungswüsnche kosten natürlich, das sind wir uns gewohnt und das halten wir umgekehrt auch nicht anders. Wir werden bereit sein, einen Preis dafür zu bezahlen. Wenn die EU aber die Besonderheiten unserer Situation (bereits sehr hoher Ausländeranteil; mangelnde Bereitschaft unseres Volks, diesen Anteil weiter hochzufahren; faktische Bedeutungslosigkeit der CH für die EU und gleichzeitige Bereitschaft der CH zur Leistung von Ausgleichen) nicht anerkennen und dementsprechend eine Einzelfalllösung eingehen will, wäre dies gerade für die kleineren Länder der EU ein äusserst negatives Signal. Denn letztlich hat jede Nation ihre landestypischen Eigenheiten, denen Rechnung zu tragen ist und wenn die EU alles über einen Kamm scheren will, wird dieser Vogel nicht weit fliegen; Europa wäre für solche Vorhaben viel zu heterogen, da geht es nicht ohne Einzelfalllösungen sprich Kompromisse. Die haben, wie gesagt, natürlich jeweils ihren Preis, den es auszuhandeln gilt. Aber ums Platt- und Gleichmachen wird's ja kaum gehen. Zumindest ICH möchte nicht in so einem Europa leben. Und ich nehme mal an, Ihr wohl auch nicht. Oder vielleicht doch?

    Ciao

  4. Registriert seit
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    [QUOTE=C-Treiber;1323007]
    Zitat Zitat von Q_Treiber_Josef Beitrag anzeigen

    Hmm, wenn bei Euch 15% des Bundesstaates ins Trudeln geraten, z.B. der Kanton Zürich, würdest Du das als Bedrohung für den Fortbestand der Schweiz ansehen?
    Der Kanton Zürich ist hier sicher ein Killerkanton, was so eine allfällige Bedrohungslage angehen würde.

    PS:
    Wie stehen eigentlich die "Insulaner" zur EU ?

    Josef

  5. Registriert seit
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    Standard

    [QUOTE=Q_Treiber_Josef;1323084]
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen

    Der Kanton Zürich ist hier sicher ein Killerkanton, was so eine allfällige Bedrohungslage angehen würde.

    PS:
    Wie stehen eigentlich die "Insulaner" zur EU ?

    Josef
    Welche Insulaner?

    Nein, ich glaube nicht, das eine Schieflage von Zürich eine ernsthafte Bedrohung für den Fortbestand der Schweiz darstellen würde. Bei vielen dynamischen Systemen (und Staaten oder Staatenverbünde sind dynamische Systeme) liegt der Kipp-Punkt bei rund 30-40%. 15% (oder Kanton Zürich) würde ich als Krise bezeichnen, nicht aber als ernsthafte Bedrohung.

  6. Registriert seit
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    Morgähn.

    Eine angemessene Antwort von der EU zu dieser Zeit an die Eidgenossenschaft wäre folgende:

    Die Beziehungen sind vom gegenseitigen Respekt und Wertschätzung geprägt. Die Bilateralen sind hiermit gekündigt. Die EU steuert zukünftig den Import von Waren und Dienstleistungen aus der Schweiz eigenständig. Schweizer Produkte und Dienstleistungen dürfen nicht importiert, werden, wenn ein Innereuropäisches verfügbar ist. Es werden Zölle erhoben. Die Einnahmen aus diesen fliessen in den EU-Strukturfonds und dienen zur Ansiedlung Schweizer Unternehmen in der EU.

    Näheres Regeln 32768 EU-Verordnungen, welche eidgenössiche Exportsachbearbeiter bis zum politischen Aschermittwoch 2017 auswendig gelernt haben müssen!


    Närrische Zeiten!

    PS: Ersetzt Produkt durch Ausländer und ihr versteht den SVP-Jargon besser.

  7. TomTom-Biker Gast

    Standard

    Sorry, war wohl noch zu müde. Deswegen wieder gestrichen.

    Gruß Thomas

  8. Registriert seit
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    Zitat Zitat von GSYoungster Beitrag anzeigen
    Während sich der städitsche Mittelstand häufig locker daran gewöhnt hat und seine Identität dadurch nicht bedroht sieht, erlebt dies die Landbevölkerung sowie die tieferen sozialen Schichten deutlich anders. Nun kann man über diese lachen, sollte dabei aber nicht vergessen, dass ihre Stimme an der Urne gleich viel zählt, wie die Meine.
    du hast jetzt von mir trotz des Satzes ein "Danke" bekommen, weil es mit das Beste ist, was ich bisher in diesem Thema lesen durfte. Es wäre allerdings falsch und unfair, Menschen, die mit "Ja" gestimmt haben, auf tumbe Landbevölkerung und niedere soziale Schichten zu reduzieren. Vielleicht sogar gefährlich.

  9. Registriert seit
    01.01.2009
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    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Es wäre allerdings falsch und unfair, Menschen, die mit "Ja" gestimmt haben, auf tumbe Landbevölkerung und niedere soziale Schichten zu reduzieren. Vielleicht sogar gefährlich.
    Warum? Möglicherweise stimmt es ja überwiegend, auch wenn man nicht von der deutschen NPD-Wählerschaft auf die Zusammensetzung der Schweizer Befürworter der Abstimmung schließen kann.

    Grüße
    Steffen

  10. Registriert seit
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    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    du hast jetzt von mir trotz des Satzes ein "Danke" bekommen, weil es mit das Beste ist, was ich bisher in diesem Thema lesen durfte. Es wäre allerdings falsch und unfair, Menschen, die mit "Ja" gestimmt haben, auf tumbe Landbevölkerung und niedere soziale Schichten zu reduzieren. Vielleicht sogar gefährlich.
    Eine Gefährlichkeit kann ich daran zwar nicht erkennen, aber es stimmt tatsächlich so vieles nicht, wass sich die Initiativgegener zusammenreimen, wer wie und warum abgestimmt hat.

    Selbst Medien von denen ich mehr halte als von Blick, 20min und Spon fallen zuweilen darauf herein.


 
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