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Tagesleistung von Kilometerfressern auf Gewalttouren

Erstellt von eMTee, 14.08.2013, 10:28 Uhr · 40 Antworten · 3.649 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage Tagesleistung von Kilometerfressern auf Gewalttouren

    #1
    Mir widerstrebt es im Inneren ja eigentlich zutiefst, einen neuen Thread zu eröffnen, denn alle Fragen wurden in einem Forum schon mal gestellt, alle möglichen Themen bereits eröffnet. Aber meine kurze dilletantische unglaublich ermüdende Suche hier im Forum hat nichts passendes zutage gebracht. Und da ich keinen seriösen Fachbereich mit meinen dusseligen Sorgen belasten wollte, habe ich mich einfach mal hier im Smalltalk breitgemacht.

    Worum geht es?
    Nun, ich habe kürzlich in ein..zwei anderen Diskussionsfäden gelesen, dass dort äußerst beeindruckende Tagestouren von über acht- oder sogar neunhundert Kilometer abgespult wurden.

    Meine noch zu stellende Frage hängt damit zusammen, dass meine Frau und ich so richtig ins postmoderne Motorradfahrer-Klischee gehören: hochbetagt, im Beruf nix erreicht und Kinder aus dem Haus...
    Moment mal...
    Kinder aus dem Haus?...
    Ich schau mal gerade...
    Mist!
    Der eine sitzt ja immer noch in seinem Zimmer.
    Egal. Weiter im Text.

    Unsere Touren sehen vor dem Hintergrund unserer gebrechlichen Knochen meist so aus, dass wir auf winzigkleinen Sträßchen den kurvenreichen TomTom-Empfehlungen folgen. Dort juckeln wir dann mit gemütlichem 70er..80er Tempo durch die Natur und genießen die Aussicht. Auf diese Art und Weise ergibt sich meist ein Schnitt nicht über 50 km/h (=Kubikpfennigprowoche).
    Wenn man dann noch das eine oder andere Kaffee- oder Mittagspäuschen einrechnet, dann ist man für das erschreckende Maximum der Gefühle von 300km gut und gerne einen lieben langen ausgedehnten Tag unterwegs.
    Das ist für unsere Verhältnisse jedoch auch schon eine hochanstrengende Mördertour und am Ende muss unser freundlicher Nachbar uns vom Fahrtwind eingerostete Figuren dann bereits vom Bock runterheben.

    Jetzt komme ich endlich zu der vor mehreren Stunden angekündigten Frage:
    Wie in aller Welt muss ich mir eine 800 oder 900km Tour vorstellen?
    Oder anders gefragt:
    Über welche Zeitdauer erstreckt sich so eine "Tortour"?
    Welcher Straßentyp liegt da unter den Reifen?
    Und wie sieht das Geschwindigkeitsprofil über dem Tagesverlauf aus?

    Ich bin auf eure brutale Berichterstattung echt gespannt.

  2. Registriert seit
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    #2
    Eine durchaus interessante Fragestellung, auf die, (ich entschuldige mich dafür beim TE) ich keine Antwort weiss, aber gerne welche hätte.
    Selbst wenn ich mich noch nicht zum alten Eisen zähle und der Nachwuchs erst geplant ist, erscheint es mir beinahe unmöglich eine derart lange Tages-Tour noch als angenehm geschweige denn als erholsam zu empfinden.
    Und selbst wenn ich allein, morgens vor dem ersten Hahnenschrei losfahre und erst beim Eindunkeln zurück bin, schaffe ich es nur knapp auf 600 km.

  3. Registriert seit
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    #3
    Auch wenn ich selbst noch keine so großen Tagesetappen gefahren bin (ich wohne ja bei den Kurven und muss nicht erst lange dort hinfahren )

    Solche Monsteretappen sind wahrscheinlich immer nur Verbindungsetappen, die weder der Erholung noch dem Genuss dienen, sondern einfach nur den weg zu oder von den Kurven möglichst schnell überbrücken sollen.
    Mehr als 600km sind eigentlich nur auf Autobahnen oder zumindest Schnellstraßen in einem Tag überbrückbar.

  4. kraichgauQ Gast

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    #4
    Ich hatte auch schon Tagestouren von 1000km und mehr aber davon waren dann 90% auf der Dosenbahn.Und wenn ich schnell von A nach B kommen will ist das auch in Ordnung so.Wenn ich aber hier von Touren lese von 600 km durch die Dolos etc. dann hat das für mich mit Spass am fahrn nichts mehr zu tun.Ich möchte die schöne Landschaft genießen,hier und da Einkehren oder ein Picknick machen oder Small Talk mit anderen Mopp-Fahrern halten.
    Jeder nach seinem Gusto

    Gruß KraichgauQ

  5. Registriert seit
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    5.408

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    #5
    Ich bin auch schon Tagestouren von über 1000km gefahren. Aber wie schon geschrieben: Autobahn, größtenteils. Irgendein Ziel angefahren.

    Eine schöne Tagestour von ca. 600km machen wir jedes Jahr in den Alpen: In der Summe 12 Pässe, Start morgens um 8:00, back im Hotel abends gegen 21:00-22:00 Uhr.

    Nur Kurven, keine Autobahn, einfach nur Geil!

    Gruß
    Mac

  6. Registriert seit
    22.08.2006
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    #6
    Meine längste (echte) Tour ohne Autobahn waren knapp über 600 km. Da gings vom Hochschwarzwald in die Schweiz über den Furkapass und dann weiter wieder in den Schwarzwald.
    Ansonsten sind Tagesetappen von 900 km und mehr über Nebenstrecken wohl eher nicht machbar.
    Eine uninteressante Anreise über 1000 km würde ich mit Anhänger machen, sofern die Anreise nicht bereits zur Erholung zählen soll.

  7. Registriert seit
    01.09.2007
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    6.253

    Standard

    #7
    Hi
    so bis 1200 Km als Anreise mehrfach schon gemacht.
    Auf der Anreise brauche ich keine Kurven und kleine Strassen die sind dann am Urlaubsort.


    - moniga del garda - Essen 1150KM

    - Royan - Essen 1200KM teilweise Landstrasse 12 Std alles Incl.

    - Sarlat-la-Canéda - Essen 1100KM schreckliche Fahrt Großkampftag in FR Stau an jeder Strassenräuberei

    und die kleinen

    - Bugey - Essen 890KM teilweise Landstrasse

    - couesnon - Essen 860KM teilweise Landstrasse


    ein Bekannter von mir ist ohne nennenswerte Pause, mehrfach, Familie mit dem Auto in 2 Tagen

    - crotone Sohle von Italien - Essen 2100KM



    Gruß

  8. Registriert seit
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    #8
    Klar wurde die Frage schon in jedem Forum gestellt, so auch hier....und die Suchfunktion findet es auch ganz einfach

    einfach nach den über 200 Beiträgen weiter schreiben

  9. Registriert seit
    19.08.2012
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    1.525

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    #9
    ...meine größte Etappe war 780km.
    Meine Meinung, das ist kein Spass. Ich hab am liebsten so 350 - 400km. Das reicht....

  10. Registriert seit
    25.10.2011
    Beiträge
    8.003

    Standard

    #10
    Wer sein Moped nicht per Anhänger an weit entfernte Ziele bringen will, der muss zwangsweise mal längere Verbindungsetappen in Kauf nehmen. Erholsam sind auch auf der Dosenbahn 500 km oder mehr pro Tag nicht, aber wenn keine ausreichende Zeit vorhanden ist, ist das unumgänglich.
    Ich will abends nicht total abgeschlafft ins Bett fallen, sondern bei gutem Essen und ein paar Gläschen Alkohol den Tag ausklingen lassen, entsprechend liegen Touren durch interessante Gebiete (Berge, Offroad, etc.) bei 250...400 km pro Tag. Abfahrt ca. 09.00 Uhr, Ankunft selten nach 18.00 Uhr.

    Selbst bei 750 km Autobahn versuche ich dieses Zeitfenster einzuhalten um genügend Puffer zu haben falls ungeplant eine Panne o.ä. dazwischenkommen sollte. Unter Erholung verbuche ich dieses Pensum allerdings nicht mehr, es ist mehr Pflicht als Kür.
    Einen Pokal bekomme ich für die Leistung nicht, deswegen bin ich auch nicht scharf darauf. Mir klopft am Abend auch keiner auf die Schultern wenn ich mich noch weitere 100 km "durchgebissen" habe. Ab einem gewissen Grad macht es keinen Spaß mehr, man sollte versuchen die Etappe enden zu lassen bevor der Punkt eintritt. Wenn dir 300 km genug sind dann ist das eben deine persönliche Schmerzgrenze. Bleib darunter und freu dich deines Lebens. Deswegen lacht dich keiner aus. Für erlittene Erschöpfungszustände bekommst du weder Geld noch Fleißbildchen, eher das Gegenteil könnte der Fall sein.
    Nicht jeder ist dazu geboren ein Eisenarsch zu werden.
    Ich habe es auch lieber kurz und knackig als lang und langweilig. Die gefahrenen km sagen überhaupt nichts darüber aus wie schön eine Tour war. Warum sollte ich mich also an diesem Parameter messen lassen?


 
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