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Organspenderausweis .. als Biker ein Muss

Erstellt von Spark, 08.01.2014, 13:08 Uhr · 178 Antworten · 10.226 Aufrufe

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    Die DSO, das ist die Organisation, die den hier präsentierten Organspende(r)ausweis in Umlauf bringt (ohne das (r), ein kleiner aber wichtiger Unterschied) ist keine staatliche, sondern eine private Stiftung (trotz Bundesadler und Verweis auf einen Paragraphen). Man könnte sagen (wenn man es sehr kritisch betrachtet), dass die DSO auch als eine Lobbyorganisation der Transplantationsindustrie bezeichnet werden könnte. Es gab da schon einige Skandale. In diesem "Geschäft" sind nicht nur Altruisten unterwegs. Das ist eine Milliardenindustrie.

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    Dann lies es doch nicht. Wir wissen doch auch ohne solche Berichte, dass ÜBERALL, wo Menschen Gutes tun, auch menschlicher Abschaum angelockt wird.
    Soll man diesem Abschaum jetzt noch zusätzlich Bedeutung beimessen, indem man neben dem durch sie verursachten schaden aufhört, Gutes zu tun?
    Als Feigenblatt, für die, die einen Grund für ihren Egoismus suchen, ok.
    Aber darüber hinaus wird mein Handeln durch das bestimmt, was ich erreichen will/ kann und nicht durch den möglichen Missbrauch meiner guten Tat.

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    Standard Organspenderausweis .. als Biker ein Muss

    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Dann lies es doch nicht. Wir wissen doch auch ohne solche Berichte, dass ÜBERALL, wo Menschen Gutes tun, auch menschlicher Abschaum angelockt wird.
    Soll man diesem Abschaum jetzt noch zusätzlich Bedeutung beimessen, indem man neben dem durch sie verursachten schaden aufhört, Gutes zu tun?
    Als Feigenblatt, für die, die einen Grund für ihren Egoismus suchen, ok.
    Aber darüber hinaus wird mein Handeln durch das bestimmt, was ich erreichen will/ kann und nicht durch den möglichen Missbrauch meiner guten Tat.
    Scusi, aber wenn du hier schon alle Leute als Egoisten beschimpfst, die sich bei einer freiwilligen Entscheidung anders entscheiden als du, dann musst du auch etwas Gegenwind vertragen: eines der wichtigsten Argumente gegen die Organspende ist die Angst, im Fall der Fälle eben nicht die optimale Versorgung zu kriegen, sondern als Ersatzteillager zu enden. Und wenn dann Berichte auftauchen, wonach im Transplantationsgeschäft jede zweite(!) Akte manipuliert ist, dann halte ich die Vogel-Strauß-Methode für etwas dämlich.

    Grüße vom Sampleman

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    ihr alle lasst mir keine Wahl!


  5. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Dann lies es doch nicht. Wir wissen doch auch ohne solche Berichte, dass ÜBERALL, wo Menschen Gutes tun, auch menschlicher Abschaum angelockt wird.
    Soll man diesem Abschaum jetzt noch zusätzlich Bedeutung beimessen, indem man neben dem durch sie verursachten schaden aufhört, Gutes zu tun?
    Als Feigenblatt, für die, die einen Grund für ihren Egoismus suchen, ok.
    Aber darüber hinaus wird mein Handeln durch das bestimmt, was ich erreichen will/ kann und nicht durch den möglichen Missbrauch meiner guten Tat.
    Menschlicher Abschaum? Welch eine Wortwahl, und dann noch aus DEINER Feder (Tastatur)?

    GUTES tun? Wenn unser (erneut) amtierender Bundesaußenminister (weil mir der jetzt ganz spontan einfällt) seiner Ehefrau eine seiner beiden Nieren spendet (wie tatsächlich geschehen), dann hat er ihr zweifellos GUTES getan (wenn auch nur für einen begrenzten Zeitraum). Dafür gebührt ihm ...oder besser: damit verdient er Respekt.
    Wenn der anonyme und bettelarme Tagelöhner aus Bangladesh eine seiner beiden Nieren an eine Organhandelsfirma verkauft (passiert tatsächlich) dann hat auch er GUTES im Sinn. Mit dem dafür gezahlten Geld (wenig genug) kann er seine Familie wieder eine gewisse Zeit durchbringen. Den Empfänger seines Organs kennt er nicht (interessiert ihn wahrscheinlich auch nicht).
    Verdient der dann auch gleichzeitig den selben Respekt wie der Herr Steinmeier? Ist das eigentlich überhaupt eine Organ"spende"?

    Noch einen Schritt weiter. Jetzt wird's noch philosophischer (vielleicht sogar spirituell). Kann es etwas GUTES sein, wenn man einen noch lebenden (bestenfalls im Sterbeprozess befindlichen) Menschen ausschlachtet -und damit endgültig tötet-, um seine lebendig gehaltenen Organe in ihm völlig fremde Menschen zu verpflanzen?
    Es gibt zahlreiche Berichte von Angehörigen der Spender/Opfer, aber auch von (zunächst dankbaren) Organempfängern, die anschließend fast unerträgliche "seelische, nein, sagen wir neutraler -und somit auch ignorant und atheistisch: unerklärliche psychische Probleme" mit dieser Vorgehensweise hatten und haben.
    Das hat auch nichts (oder nicht in allen Fällen) mit biochemischen Abstoßungsreaktionen und posttraumatischen Störungen zu tun. Hier geht's um die andere Ebene, die, von der die naturwissenschaftlich argumentierenden Transplantationsmediziner niemals sprechen, oder sprechen dürfen (jedenfalls nicht öffentlich).
    GUTES tun ... natürlich, fragt sich eben nur ...?

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    Standard Organspenderausweis .. als Biker ein Muss

    Sample: Offenbar hab ich mich unklar ausgedrückt. Oder es fällt manchem schwer, Texte mal erst in Ruhe zu lesen, bevor.... nein, sowas gibts hier natürlich nicht.

    Also dann, hier die offenbar notwendige Erläuterung:

    Menschlicher Abschaum: Leute, die aus der Hilfsbereitschaft anderer Leute Profit schlagen. Betrüger, Geschäftemacher etc.

    Egoisten: Leute, denen das Schicksal anderer menschen am Ars.ch vorbeigeht. Leute, die nur an sich denken.
    Andersdenkende: von denen habe ich gar nicht gesprochen, weil deren verhalten von mir mit keiner Silbe kritisiert wird! Ich bin noch frech genug, Gegner von Transplantationen zu hinterfragen bzw. Details zu ihrer Motivation hören zu wollen.
    Aber ich masse mir nicht an, ihnen etwas zu unterstellen, wenn sie einen Grund nennen können.
    Ich bleibe dabei: Organspende soll freiwillig bleiben.
    Aber genauso bleibe ich auch dabei: nur Organspender sollten auch von Organspenden profitieren dürfen ( ja, Kinder und Behinderte so oder so). Wenn man konkrete gründe gegen eine Organabgabe hat, gelten diese für mich auch für die Annahme...
    Ich wäre also für einen Organannahmeausweis! Nur wer den hat, bekommt spenderorgane. Und wird im Un- falle nach allen Regeln der aktuell machbaren Kunst verwertet.

    Kuhjote, nach dem ersten lesen war mir klar: deinen Text muss ich zweimal lesen, um ihn korrekt zu erfassen und zu erwidern.
    Ehrlich gesagt hab ich aber keine Lust, deinen Text zweimal zu lesen!
    Ich vermute also mal, dass du literarisch hochstehend meine Aussage widerlegst.
    Sei's drum

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    Oh mai... Ich soll meine Organe also nicht spenden, weil der potentielle Empfänger vielleicht später einen Gewissenskonflikt hat?
    Seriously? Soll doch jeder mit seinen Eingeweiden machen was er will.

  8. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Sample: Offenbar hab ich mich unklar ausgedrückt. Oder es fällt manchem schwer, Texte mal erst in Ruhe zu lesen, bevor.... nein, sowas gibts hier natürlich nicht.

    Also dann, hier die offenbar notwendige Erläuterung:

    Menschlicher Abschaum: Leute, die aus der Hilfsbereitschaft anderer Leute Profit schlagen. Betrüger, Geschäftemacher etc.

    Egoisten: Leute, denen das Schicksal anderer menschen am Ars.ch vorbeigeht. Leute, die nur an sich denken.
    Andersdenkende: von denen habe ich gar nicht gesprochen, weil deren verhalten von mir mit keiner Silbe kritisiert wird! Ich bin noch frech genug, Gegner von Transplantationen zu hinterfragen bzw. Details zu ihrer Motivation hören zu wollen.
    Aber ich masse mir nicht an, ihnen etwas zu unterstellen, wenn sie einen Grund nennen können.
    Ich bleibe dabei: Organspende soll freiwillig bleiben.
    Aber genauso bleibe ich auch dabei: nur Organspender sollten auch von Organspenden profitieren dürfen ( ja, Kinder und Behinderte so oder so). Wenn man konkrete gründe gegen eine Organabgabe hat, gelten diese für mich auch für die Annahme...
    Ich wäre also für einen Organannahmeausweis! Nur wer den hat, bekommt spenderorgane. Und wird im Un- falle nach allen Regeln der aktuell machbaren Kunst verwertet.

    Kuhjote, nach dem ersten lesen war mir klar: deinen Text muss ich zweimal lesen, um ihn korrekt zu erfassen und zu erwidern.
    Ehrlich gesagt hab ich aber keine Lust, deinen Text zweimal zu lesen!
    Ich vermute also mal, dass du literarisch hochstehend meine Aussage widerlegst.
    Sei's drum
    Erweitern wir das mal:
    Mein Blut habe ich bereits vor Jahrzehnten angeboten, da sprach immer etwas dagegen (vllt hätte ich mir ein paar Tage frei nehmen sollen, um irgendwelche Voraussetzungen zu erfüllen ?), heuer bin ich zu alt dafür. Zur Knochenmarkklassifizierung/spende hätte ich mich angemeldet (hab ich, nach dem Aufruf hier im Thread versucht), nur: ich bin zu alt dafür (55 ist das Limit, ich bin halt schon ein paar Jahre drüber).
    Jetzt wird mir also im Falle eines Falles die nötige Blutkonserve verweigert (weil ich nicht spenden durfte), o. eine ggfs. erforderliche Knochenmarktransplantation (auch wenn die "Gefahr" gering ist, daß ich heute noch so etwas benötige. Ich bin einfach zu alt dafür)?
    Aber, wenn ich einen "Organ-/Blutkonserven-/Rückenmarksannahmeausweis hätte, bekäme ich das?

    Entweder alle alles, o. alle nichts.
    Ich würde nicht entscheiden wollen, wer ggfs. das "Recht" hat, eines meiner Organe zu empfangen (s.o., ich bin ohnehin zu alt .... o. vllt doch nicht, wenn's um Organe geht???)
    Wenn jemand säuft, obwohl seine Leber bereits in den letzten Zügen liegt, steht er m.W.s nach ohnehin bereits ganz hinten auf der Empfängerliste.

    Wie bist Du denn drauf?

    Grüße
    Uli

  9. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    ...
    Ehrlich gesagt hab ich aber keine Lust, deinen Text zweimal zu lesen!
    ...
    Ist nicht schlimm, da bist du wahrscheinlich auch nicht der Einzige ;-)... wenn man wirklich GUTES tun will, muss man eben manchmal ganz genau hinsehen.

    @capricorn

    die Frage ist weniger, ob der spätere Empfänger möglicherweise ein "Gewissens"problem damit bekommen kann, sondern eher: Warum?
    (vorausgesetzt natürlich, du bist ein lebender,-bzw. halbtoter Spender).
    Diese Frage könnte man zwar stellen, man kann sie aber leider nicht befriedigend (abschließend) beantworten.

  10. Registriert seit
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    Standard

    Ja, Uli. Ich habe nicht ALLE denkbaren Varianten und Ergänzungen in diesem forenbeitrag bedacht. Schuldig im sinne der anklage ich hab an Kinder und Behinderte gedacht, nicht aber an alte und Menschen, die zur spende unfähig sind. Aber: du könntest in meinem Modell- wenn du es denn wirklich gelesen hättest- jederzeit den "Spendenannahmeausweis" ausfüllen. Dass du nicht spenden KANNST, ist ja nicht dein Problem. Wo GENAU liegt nun also dein Problem??


 
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