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Blinkerarme vorne kürzen

Erstellt von Bogsermark, 14.03.2013, 12:45 Uhr · 23 Antworten · 2.250 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Blinkerarme vorne kürzen

    #1
    Hallo Gemeinde
    Ich möchte die Blinkerarme vorne bei meiner R 1150 GS um etwa 3,5cm pro Seite kürzen, da ich Nebelscheinwerfer von Motobozzo ( Die Runden mit H8 Leuchtmittel, die normaler Weise für die R 1200 gedacht sind, aber durch eine andere Bohrung für die Befestigung des Halters auch sehr schön passen. ) montiert habe. Die Blinker stehen für meinen Geschmack nun zu weit nach aussen, da die Nebler direkt unter den Blinkern liegen. Gekürzt würde das etwas stimmiger an der Front der GS wirken. Wer hat das schonmal gemacht, oder wer kann mir sagen, wie man das möglichst gut und einfach umsetzen kann?
    Bin für jeden Tip dankbar. Gruss

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    Standard

    #2
    Hast du schon die Suchfunktion benutzt?? Ich habe hier schon mal irgendwas über Blinkerarme kürzen gelesen.
    Vielleicht sogar auf der Powerboxerseite vom Gerd.Sorry ich kriege das mit den Links einstellen irgendwie nicht hin.

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    Standard

    #3
    Hallo
    Ja, habe ich schon gesehen. Das betrifft aber die Blinker hinten. die sind anders verbaut. Daher ist mir das nicht wirklich nützlich. Aber Danke für den Hinweis.
    Gruss

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    Standard

    #4
    Hi
    Mit gekürzten vorderen Armen kommt man nicht durch den TÜV. Die vorgeschriebene Sichtbarbeit ist dann nicht mehr gegeben (es sei denn man rückt die Dinger gleichzeitig wesentlich nach vorne).
    Jaaa, ich weiss, dass diverse TÜVs das nicht bemerken werden oder bemerken wollen. Nachdem sie aber seit Kurzem ein fehlendes Kontrolllichtlein für's Fernlicht als "schweren Mangel" bewerten sollen . . .
    gerd

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    #5
    Hi Gerd
    Mir ist deine Antwort zwar eindeutig klar, aber die Originalblinkerarme zu kürzen beeinträchtigt die Sichtbarkeit der Blinker doch nicht wirklich. Was sagt denn der TÜV u. Konsorten, wenn man miniblinker verbaut, oder diese hässlichen Schnabelintegrierten Blinker hat????? Die ragen sicher kaum weiter heraus, als die gekürzten Originalen an der R1150GS. Welche Blinker, ausser den Originalen, sind denn überhaupt TÜV_ konform?
    Beste Grüsse und vorab schonmal DANKE für deine Antwort
    Markus

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    Standard

    #6
    Hi
    Da stellst Du eine heikle Frage.
    Schau doch mal aus, sagen wir 25m Entfernung, direkt von vorn auf Dein Mopped. Du siehst u.A. die beiden vorderen Blinker.
    Jetzt gehst Du so weit nach links (oder rechts) bis Du den aus Deiner Sicht rechten Blinker nicht mehr siehst. Somit hast Du den Winkel ermittelt aus dem Dein rechter Blinker von links aus zu sehen ist.
    Baust Du die Blinker näher zusammen, wird dieser Winkel spitzer werden. Vorgeschrieben ist eine Sichtbarkeit der gesamten Leuchtfläche unter Winkeln von (wir reden vom rechten Blinker!) mindestens 80° aus der Sicht von rechts und 20° von links. Für oben/unten gibt's auch Masse und auch "Leuchtfläche" ist definiert.
    Kannst Du alles nachlesen in der
    RICHTLINIE 93/92/EWG DES RATES vom 29. Oktober 1993 über den Anbau der Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen an zweirädrigen oder drei-rädrigen Kraftfahrzeugen. Seite 1993L0092 — DE — 19.12.2000 — 001.001 — 50

    Die Miniblinker erfüllen erst mal nur die Voraussetzungen für Blinker, nicht aber unbedingt die Anbauvorschriften für ein bestimmtes Mopped. Gehen wir aber davon aus, dass sie an der gleichen Position angebaut sind, dann wird es ungefähr hinkommen.
    Gleiche Position heissst nicht "gleiches Anschraubloch", sondern räumlich gleiche Position der geometrischen Mitte des inneren Randes der Leuchtfläche wie das Original.

    Natürlich kommt in der Praxis noch etwas der "Nasenbonus" dazu. Ist das Gesamtbild des Moppeds OK, dann wird sich der eine Prüfer denken "sch..., was soll's".
    Hast Du einen Prüfer dem MiniLED-Blinker ein Dorn im Auge der Zulasssungswelt sind, der mit dem Linken Fuss aufgestanden ist, oder dem Du vermeintlich "blöd gekommen" bist, dann wird er bedauernd bemerken, dass es ein Problem mit der Anbringung der typgeprüften Leuchtkörper gibt. Klar gehst Du dann einfach zu einer anderen Prüfstelle! Aber er hat die Kohle und Du keinen Stempel!


    Das ist so ähnlich wie bei den tiefergelegten Autos der Prolls mit den coolen Breitreifen bei denen die Kotflügelkante in Kurven auf den Reifen aufsetzt sobald auch nur eine Schachtel Kippen den Rücksitz belastet. "Boah eyh, was willst Du? Hat sie Zulassung die Breitfelge!"
    Jein, erstens ist es ein Breitrad, zweitens hat dieses (vielleicht) nur ein Gutachten oder ABE für das Fahrzeug.
    Aber: Die Anbauvorschrift ist nicht unbedingt erfüllt.
    Die Räder dürfen nicht über die Karosseriekanten hinausragen (beim Traktor schon!)
    Die Lauffläche muss zu einem bestimmten Teil abgedeckt sein.
    Klartext: U.U. ist der Kotflügel auszuschneiden und es sind Verbreiterungen ( mit Gutachten oder ABE :-)!) zu montieren. Dengelt man das Blech nach aussen und ist es nicht scharfkantig dann braucht es kein Gutachten!
    Beide Punkte werden inzwischen zwar wesentlich liberaler gehandhabt als früher, aber Vieles ist schlicht und ergreifend unzulässig und es gibt beim TÜV ein "Erwachet ".
    Dann ist noch die lästige Bestimmung "Freigängigkeit in allen Fahrzuständen". Sehr gut erinnern kann ich mich, als ich auf meinem BMW 1600-2 die Monsterräder des 2002turbo eintragen liess (195/70-13 anstatt 165-13 :-)). Der TÜVie holte seine 4 verfressendsten Kollegen, stopfte sie in mein Auto und fuhr dann wie ein Narr bei voll eingeschlagener Lenkung im Kreis. Das entlockte mir ein müdes Lächeln. Nur trampelte er dann noch voll auf die Bremse und beim dritten Anlauf setzte der vordere Kotflügel für Sekundenbruchteile auf dem Reifen auf.
    "Tut mir leid, nicht freigängig . . . .!"
    Mein Gegenargument "bei diesem, vollkommen konstruierten Fahrmanöver setzt das Serienfahrzeug bereits 14 Tage früher auf" wurde beschieden "weiss ich, aber dafür haftet BMW. Nach der Umrüstung hafte ich!".
    Wir haben uns auf einen einfachen Vorschlag seinerseits geeinigt auf dessen Vorführung er verzichtete.

    Merke: Jeder "Grüne" kriegt uns am Arsch wenn er unbedingt will!

    gerd

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    Standard

    #7
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Da stellst Du eine heikle Frage.
    Schau doch mal aus, sagen wir 25m Entfernung, direkt von vorn auf Dein Mopped. Du siehst u.A. die beiden vorderen Blinker.
    Jetzt gehst Du so weit nach links (oder rechts) bis Du den aus Deiner Sicht rechten Blinker nicht mehr siehst. Somit hast Du den Winkel ermittelt aus dem Dein rechter Blinker von links aus zu sehen ist.
    Baust Du die Blinker näher zusammen, wird dieser Winkel spitzer werden. Vorgeschrieben ist eine Sichtbarkeit der gesamten Leuchtfläche unter Winkeln von (wir reden vom rechten Blinker!) mindestens 80° aus der Sicht von rechts und 20° von links. Für oben/unten gibt's auch Masse und auch "Leuchtfläche" ist definiert.
    Kannst Du alles nachlesen in der
    RICHTLINIE 93/92/EWG DES RATES vom 29. Oktober 1993 über den Anbau der Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen an zweirädrigen oder drei-rädrigen Kraftfahrzeugen. Seite 1993L0092 — DE — 19.12.2000 — 001.001 — 50

    Die Miniblinker erfüllen erst mal nur die Voraussetzungen für Blinker, nicht aber unbedingt die Anbauvorschriften für ein bestimmtes Mopped. Gehen wir aber davon aus, dass sie an der gleichen Position angebaut sind, dann wird es ungefähr hinkommen.
    Gleiche Position heissst nicht "gleiches Anschraubloch", sondern räumlich gleiche Position der geometrischen Mitte des inneren Randes der Leuchtfläche wie das Original.

    Natürlich kommt in der Praxis noch etwas der "Nasenbonus" dazu. Ist das Gesamtbild des Moppeds OK, dann wird sich der eine Prüfer denken "sch..., was soll's".
    Hast Du einen Prüfer dem MiniLED-Blinker ein Dorn im Auge der Zulasssungswelt sind, der mit dem Linken Fuss aufgestanden ist, oder dem Du vermeintlich "blöd gekommen" bist, dann wird er bedauernd bemerken, dass es ein Problem mit der Anbringung der typgeprüften Leuchtkörper gibt. Klar gehst Du dann einfach zu einer anderen Prüfstelle! Aber er hat die Kohle und Du keinen Stempel!


    Das ist so ähnlich wie bei den tiefergelegten Autos der Prolls mit den coolen Breitreifen bei denen die Kotflügelkante in Kurven auf den Reifen aufsetzt sobald auch nur eine Schachtel Kippen den Rücksitz belastet. "Boah eyh, was willst Du? Hat sie Zulassung die Breitfelge!"
    Jein, erstens ist es ein Breitrad, zweitens hat dieses (vielleicht) nur ein Gutachten oder ABE für das Fahrzeug.
    Aber: Die Anbauvorschrift ist nicht unbedingt erfüllt.
    Die Räder dürfen nicht über die Karosseriekanten hinausragen (beim Traktor schon!)
    Die Lauffläche muss zu einem bestimmten Teil abgedeckt sein.
    Klartext: U.U. ist der Kotflügel auszuschneiden und es sind Verbreiterungen ( mit Gutachten oder ABE :-)!) zu montieren. Dengelt man das Blech nach aussen und ist es nicht scharfkantig dann braucht es kein Gutachten!
    Beide Punkte werden inzwischen zwar wesentlich liberaler gehandhabt als früher, aber Vieles ist schlicht und ergreifend unzulässig und es gibt beim TÜV ein "Erwachet ".
    Dann ist noch die lästige Bestimmung "Freigängigkeit in allen Fahrzuständen". Sehr gut erinnern kann ich mich, als ich auf meinem BMW 1600-2 die Monsterräder des 2002turbo eintragen liess (195/70-13 anstatt 165-13 :-)). Der TÜVie holte seine 4 verfressendsten Kollegen, stopfte sie in mein Auto und fuhr dann wie ein Narr bei voll eingeschlagener Lenkung im Kreis. Das entlockte mir ein müdes Lächeln. Nur trampelte er dann noch voll auf die Bremse und beim dritten Anlauf setzte der vordere Kotflügel für Sekundenbruchteile auf dem Reifen auf.
    "Tut mir leid, nicht freigängig . . . .!"
    Mein Gegenargument "bei diesem, vollkommen konstruierten Fahrmanöver setzt das Serienfahrzeug bereits 14 Tage früher auf" wurde beschieden "weiss ich, aber dafür haftet BMW. Nach der Umrüstung hafte ich!".
    Wir haben uns auf einen einfachen Vorschlag seinerseits geeinigt auf dessen Vorführung er verzichtete.

    Merke: Jeder "Grüne" kriegt uns am Arsch wenn er unbedingt will!

    gerd
    Immer wieder Beiträge die begeistern!

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    Standard

    #8
    Hallo Gerd
    Absolut geniale Antwort. Demnach gibt es nur dann keine Probleme mit den Tüvi`s, wenn man alles lässt, wie es ist. Es sei denn, man ersetzt die vorderen Blinker durch solche, die den gleichen Abstand und die gleichen Höhenmasse haben. Nun denn?!?!Vielen Dank für diese, nach deutschem Vorschriftengewusel, tolle Erklärung!!!
    Gruss
    Markus

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    Standard

    #9
    Hi
    Nenene, so schlimm ist es nicht.
    Man kann jeden zugelassenen Blinker montieren (auch z.B. einen Serienblinker von Honda). Nur muss der, wenn es hart auf hart geht, eben an der gleichen räumlichen Position montiert werden, d.H. u.U. muss sein Tragarm verlängert oder die Montageposition so verändert werden dass sowohl die Sichtwinkel und restliche Bestimmungen der ECE-Richtlinie wie auch diejenigen der StVZO §54 Abs 4.2 eingehalten werden.
    Hatte ich vergessen:
    >>>>>
    Erforderlich als Fahrtrichtungsanzeiger sind paarweise angebrachte Blinkleuchten an der Vorderseite und an der Rückseite. Der Abstand des inneren Randes der Lichtaustrittsfläche der Blinkleuchten muss von der durch die Längsachse des Kraftrades verlaufenden senkrechten Ebene bei den an der Rückseite angebrachten Blinkleuchten mindestens 120 mm, bei den an der Vorderseite angebrachten Blinkleuchten mindestens 170 mm und vom Rand der Lichtaustrittsfläche des Scheinwerfers mindestens 100 mm betragen. Der untere Rand der Lichtaustrittsfläche von Blinkleuchten an Krafträdern muss mindestens 350 mm über der Fahrbahn liegen.
    >>>>>>

    gerd

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Ich sehe da noch ein anderes Problem. Wenn du die "Arme " kürzt, und die Blinker direkt über den Neblern liegen (die du wohl nicht als solche nutzen willst),
    ist die Erkennbarkeit der Blinker durch die hellen Lampen schlecht. Ich ärgere mich z.Z. über irgend einen neuen Audi?, bei dem sind die Blinker in die Tagfahrleuchten
    integriert und sehr schlecht zu erkennen. Mag ja vielleicht noch zulassungsfähig sein, was du möchtest, aber gerade auf dem Mopped möchte ich nicht abgeräumt werden, weil jemand meinen Blinker nicht gesehen hat.
    Es gibt da noch die Lösung mit Blinkern in den Handschützern, oder in den Spiegeln, dann brauchst du gar keine "Arme"

    Gruß Dirk


 
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