Neues vom Stromfahrzeugsektor

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Gaertner

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...das Fazit ist aber auch ein wenig "rosa" gefärbt - es ist nichts weniger als vorher, gleiche Leistung und Höchstgeschwindigkeit - nur die Reichweite ein bißchen, wer fährt schon weiter als 60 km mit ner Schwalbe und getankt ist ja dann auch ruckzuck ;)
Leider ist in dem Fernsehbeitrag viel Geschwafel, den Erfinder muss ich auch nicht den ganzen Beitrag durch sehen. Mehr hätte noch der technische Hintergrund, die Umsetzung und besonders die Zulassung im Straßenverkehr interessiert.

Auch der MDR ist nicht mehr das was er er mal war...

MfG Gärtner
 
Moggelestreiber

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Die Doku ist von 2018. Eher von historischen Wert.
Ich versuch es mal noch etwas dezidierter auf zu dröseln:
Aus dem Text zum Beitrag:
Doch für die Herstellung von Elektroautos werden große Mengen an Metallen und selteneren mineralischen Rohstoffen wie Graphit, Kobalt oder Lithium benötigt.
Graphit
wird zur Seltenheit weil es in Elektroautos verbaut wird? In 2016 wurden noch 1.200.000 Tonnen davon gefördert.

Kobalt
ist da wirklich seltener, steht es in der Liste der nach Häufigkeit geordneten Elemente an dreißigster Stelle. Es gibt also 29 Elemente die häufiger auf der Erde vorkommen. Wen hat das interessiert solange wir es "nur" in hochlegierten Stähle für Motorenteile verwendet haben?

Lithium
wird nicht wie allgemein gern erzählt überwiegend dadurch gewonnen dass armen Bauern in Südamerika das Wasser abgepumpt wird, das meiste davon kommt aus australischem Hartgesteinsbergbau, 2018 waren das 58.800 Tonnen.
Duesenfeld zum Beispiel gewinnt auch das Lithium beim Akkurecycling in reiner Form zurück, auch wenn sich das aktuell wohl nicht lohnt weil das "seltene" Lithium zu billig ist.

Der Spoiler des Films ist also schon mal ein Paradebeispiel für extrem schlechte Recherche.
Hab dann mal etwas im Film rum gezappt, da geht es dann auch mal um Kupfer. Nicht nur dass im E- Auto davon 4 mal so viel verbaut ist als im Verbrenner (wirklich, die paar Kilo Kupfer machen den Stromer jetzt schmutzig?) wird behauptet dass für den Anschluss der Ladesäulen ans Netz Unmengen Kupfer verbaut würden.
Das ist Unsinn, die Erdleitungen mit denen die Säulen angeschlossen werden haben eigentlich immer Aluleiter.

Natürlich ist nicht der ganze Film nur Blödsinn, es finden sich Hinweise dass Konsum und Individualmobilität immer mit Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung verbunden sind.
Welchen Impact schon alleine die Förderung, Raffinierung und Transport des nach Gebrauch unwiderruflich verlorenen Sprits der Verbrenner verursacht lässt der Streifen völlig außer acht.
Disqualifiziert er sich damit, zumindest für mit wenigstens etwas rationaler Intelligenz geschlagene Betrachter, nicht einfach nur selbst?
 
Lewellyn

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Mir fällt da immer folgende Doku zu ein, die auch schon 4 Jahre auf dem Buckel hat, an deren Aussagen sich aber nichts geändert hat. Was wäre wohl los, wenn die Orang-Utans wegen Lithium ausgerottet würden? Für Diesel ist es anscheinend ok. Kräht kein Hahn nach.

 
SQ18

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Natürlich ist nicht der ganze Film nur Blödsinn, es finden sich Hinweise dass Konsum und Individualmobilität immer mit Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung verbunden sind.
...der Bericht war - vorsichtig gesagt - so lala.
Was mich gestört hat, war z.B. das ständige wiederholen das ja diese ganzen "Umweltverbrechen" wegen der Energiewende passieren.
Das aber extrem viel von diesen Rohstoffen in sogenannte Unterhaltungselektronik fließt, welche mittlerweile Lebenszyklen hat bei denen einem schwindelig wird, ging da mal schön unter.
Auch das bashen der Länder in denen "schmutzig" z.B. Kupfer abgebaut wird - die Filmemacher hätten mal vor 40-50 Jahren in Saar-Lor-Lux und nochmal heute die Industrieregion besuchen sollen - vielleicht wäre Ihnen was aufgefallen.
Am besten hätten sie sich mal mit den Kumpels und Arbeitern von damals unterhalten, vielleicht wäre dann die Bewertung differenzierter ausgefallen...
 
Lummel

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Wir fressen ja auch alle tonnenweise billiges Palmfett auf Kosten der Urwälder bzw. Natur.
Insofern ist der Coronavirus zur Reduzierung der Weltbevölkerung stümperhaft und bedarf einer effizienteren Auslegung.
 
hartl15

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"Wie es scheint, ist die Menschheit wieder einmal dabei, den Teufel (Verbrenner) durch Beelzebub (E-Autos) auszutreiben :schulterzucken: "
Zur Erklärung für alle, die´s anscheinend nicht wissen: Das ist ein Sprichwort, welches besagt, dass ein Übel von einem anderen Übel ersetzt wird.
Einer der Interviewten sagt auch "Um in einem Teil der Welt die Umwelt zu verbessern, wird (wurde) sie (immer) in einem anderen Teil der Welt verschlechtert" - dem ist unser aller Wissen nach wohl nichts hinzuzufügen.
Aber einige hier brauchen gar keine Horizonterweiterung, denn sie wissen ohnehin schon alles, und das schon seit Jahren. Neue Informationen und andere Gesichtspunkte würden ihren Betrachtungshorizont nur ungewollt verbreitern ...
 
boxerneuling

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Ich hab mir den arte-Film auch angesehen und bin etwas verwundert über das konstante Rohstoff-Bashing und dass in jedem 3. Satz erwähnt wird, dass die Stromproduktion auch Umweltbelastend ist. Leider wieder kein Wort über die Folgen der Ölförderung, lediglich Norwegen hat man angekreidet sich mit E-Mobilitätsfedern zu schmücken aber gleichzeitig einer der größten Öl-Exporteure zu sein.

Jeder weiß, dass die Anschaffung eines Neuwagens kein Dienst an der Umwelt ist, egal welches Antriebskonzept drin steckt. Wer sich hier etwas anderes vormacht liegt falsch. E-Autos haben aktuell nur einen leichten Vorteil gegenüber Verbrennern in der Umweltbilanz, das ändert sich aber ganz dramatisch mit der Gewinnung von Energie durch erneuerbare Quellen und durch Fortschritte in der Akkuproduktion. Beim E-Auto ist der Footprint der hinterlassen wird durch den Nutzer variabel, beim Verbrenner nur in ganz geringem Maße. Da liegt der Hebel, da geht die Reise hin und deswegen unterstütze ich diese Technik.

In einem allgemeinen Punkt muss ich der Doku aber zu 100% zustimmen. Nur mit dem Konsum von anderen Dingen ist unser Überleben auf dem Planeten nicht gesichert, wir müssen insgesamt weniger fahren, weniger reisen, weniger kaufen und weniger wegschmeißen und zwar in ganz erheblichem Maße. Es ist auch mir als E-Auto-Fahrer und PV-Anlagen-Nutzer bewusst dass der bloße Umstieg auf was anderes nicht des Problems Lösung ist.

Mit Falschbehauptungen aber den Status Quo aus Bequemlichkeit einer veralteten Weltanschauung heraus erhalten gilt aber auch nicht.
 
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Moggelestreiber

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Aber einige hier brauchen gar keine Horizonterweiterung,
Doch, sicher, jederzeit gerne.
Bezüglich der Umweltbelastung durch Herstellung und Betrieb von Kraftfahrzeugen gibt es sicher noch viel Wissenswertes. Aber ein Film der die Umweltschäden durch den Kupferbergbau dem E- Auto zuordnet verspricht da sicher keine brauchbaren neuen Erkenntnisse. Der Streifen strotzt vor inhaltlichen Fehlern und Polemik...
Insofern ist der Coronavirus zur Reduzierung der Weltbevölkerung stümperhaft und bedarf einer effizienteren Auslegung.
Da sollte noch ein Smilie dran, der Sarkasmus erschließt sich sonst vielleicht nicht jedem hier. :wink:
 
Lewellyn

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Tesla hat bekannt gegeben, das die neben der Gigafactory Berlin im Bau befindliche Batteriezellfabrik 250 GWh pro Jahr produzieren wird, wenn sie mal auf 100% läuft.
Das ist ungefähr das, was aktuell auf der Welt pro Jahr produziert wird.
 
Q_Treiber_Josef

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Tesla hat bekannt gegeben, das die neben der Gigafactory Berlin im Bau befindliche Batteriezellfabrik 250 GWh pro Jahr produzieren wird, wenn sie mal auf 100% läuft.
Das ist ungefähr das, was aktuell auf der Welt pro Jahr produziert wird.
Dann hoffen wir das sie genügend Rohstoffe reserviert haben, und schauen mal was die Rohstoffpreise machen,
wenn die Fabrik mal auf > 90 % läuft. :skip:

Josef
 
Moggelestreiber

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und schauen mal was die Rohstoffpreise machen...
Diese Skepsis ist durchaus berechtigt, beim Öl, welches nach Verbrauch im Verbrennungsmotor definitiv für immer verloren ist, macht man sich solche Gedanken ja auch schon länger.

Die in Akkus verwendeten Rohstoffe lassen sich schon heute zu 96% recyceln (Duesenfeld).
Bis tatsächlich nennenswerte Mengen aus dem Recycling zur Verfügung stehen wird es aber noch ne ganze Weile dauern. Denn nach der Verwendung im Fahrzeug werden die Akkus noch ne ganze Zeit als stationäre Speicher weiter genutzt.
Wenn der Akku da nur noch 200 statt 300 Watt je kg speichern kann ist mir das egal, wenn er nicht mehr auf Rädern rollen muss, sondern in meiner Garage den Strom aus meiner PV speichert bis ich ihn brauche.
Selbst höhere thermische Verluste durch müde Zellchemie wären mir dann egal, was ich von der aus dem EEG gefallenen Anlage nicht speichere oder direkt verbrauche wird eh abgeregelt werden müssen.

Somit werden die in meinem Akku verbauten Rohstoffe wohl frühestens in 20 Jahren für den Bau neuer Akkus zur Verfügung stehen.

Für Rohstoffe die bis dahin knapp werden gibt es 2 Optionen:
1. Es werden, wie beim Öl schon seit Jahrzehnten, neue Lagerstätten erschlossen und ausgebeutet, oder
2. Sie werden ersetzt. Die Akkus der Tesla M3 die aktuell aus China kommen enthalten zum Beispiel kein Kobalt mehr, das braucht es bei LiFePO4 nicht.

Entsprechende Optionen für den Verbrenner wären LPG (auch endlich) und Rapsöl (ebenso unethisch wie inzwischen auch unpopulär).

Ganz nebenbei, heute hab ich den Up an der PV "getankt", 28 kW, hat mich 3,08 Euro entgangene Einspeisevergütung für die nächsten 230 km gekostet.:spin:
 
Lewellyn

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Ich hab den i3s heute fast voll gemacht und 120€ bezahlt.

Also an der Kasse fürs einkaufen. Die 21kWh waren kostenlos. So kann ich den heute produzierten Strom im Haus verbraten. Wird nicht ganz über die Nacht reichen.
 
SQ18

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Die in Akkus verwendeten Rohstoffe lassen sich schon heute zu 96% recyceln (Duesenfeld).
Bis tatsächlich nennenswerte Mengen aus dem Recycling zur Verfügung stehen wird es aber noch ne ganze Weile dauern.
...wie hoch liegt die aktuelle (offizielle) Quote beim Recycling von Elektroschrott?
AFAIK 30-40 % und da wird schonmal ein wenig gemogelt bei den Quoten - beim "Recycling" treffen Theorie und Realität hart aufeinander.

Bei den pöhsen alten Verbrennern, elektrischen Großgeräten, etc. hat man das System schon lange geübt und im Griff, bei den neuen Produktgruppen die in den letzten Jahrzehnten gewuchert sind, sieht es noch traurig aus.
Schön wäre es wenn man den Elektroschrott nicht nach Accra verschmuggelt, sondern bei uns sortiert, repariert, lagert, verarbeitet, etc. - aber das ist blöd, machts teuer, man hat "ekligen" Müll und die dreckigen Anlagen im Hinterhof - will keiner, weg damit.

Vielleicht werden die Müllkippen von heute die Goldgruben der Zukunft ;)
 
bswoolf

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Viele, nur keine GS
Da ist Luft nach Oben, das ist doch das Schöne. Man nennt so etwas Potential.
 
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