Nachdem der brave Rentner seine Steuerrerklärung abgegeben hatte, fiel ihm auf, dass er einen Posten vergessen hatte und rief beim Finanzamt an, welches den Betrag aufnahm und sagte: Jaja, kein Problem, das ändern wir. Hatten sie dann auch, aber nicht richtig, denn als der Steuerbescheid eintraf, fiel er aus allen Wolken - eine Nachzahlung in Millionenhöhe. Was war passiert ? Statt den gemeldeten Betrag zu addieren, hatten sie die Ziffern des zusätzlichen Betrags einfach drangesetzt, sodass aus einer 3-stelligen Summe eine 6-stellige oder aus einer vierstelligen eine 8-stellige. Hat er also wieder angerufen, Antwort: Jaja, kein Problem, das ändern wir. Hatten sie dann aber nicht gleich gemacht, sodass der Steuerbürger kurz vor Ablauf der Widerspruchsfrist kalte Füße bekam und zu seinem Rechtsanwalt gegangen war. Der: Jaja, kein Problem, das mache ich. Hat er dann auch: Er hat dem Finanzamt einen Brief geschrieben, das wiederum hat den Bescheid korrigiert und alles war in Ordnung.
Zweiter Akt:
Der Rechtsanwalt setzt sich wieder hin, um noch einen Brief ans Finanzamt zu schreiben, nämlich seine Rechnung ... über 100000 € (oder waren es damals noch Mark ?). Die hat das Finanzamt dann auch anstandslos bezahlt. 100000 € für einen Brief !
Von den Medien gefragt, rechtfertigte es sich damit, dass sowas schon mal passieren könne, weil ja jeden Tag Steuerbescheide in dieser Höhe rausgingen und deshalb ein solcher Fehler nicht auffiele. Und die Anwaltsrechnung wäre wegen des Streitwerts eben rechtens.