Der Tag der Deutschen Einheit, der Tag der Deutschen, der 3. Oktober.
Wenn man der Frühstücksdirektor Steinmeier zuhört, sollte das eigentlich ein Tag sein, an dem dieses Deutschland im Mittelpunkt steht. An dem Wochenende setzt Merz ein ziemlich deutliches Zeichen, wo seine Prioritäten liegen.
Man kann vom Kanzler der zweiten Wahl, unserem Fritze Merz, ja halten, was man will. Aber eines muss man ihm lassen: Er ist definitiv der beste und großzügigste Bundeskanzler, den die Ukraine jemals hatte.
Während ein großer Anteil der Deutschen im Alltag kaum noch weiss, wie er die Tankrechnung, den Wocheneinkauf leisten kann, nicht vergessen, der Winter steht vor der Tür, da fragen sich viele zu Recht, wie sie zu allem noch die hohen Strompreise, Heizöl oder Gas bezahlen sollen. Gleichzeitig wird jetzt auch noch die Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger im Inland immer teurer.
Und was macht unser Bundeskanzler? Er reist am Tag der Deutschen Einheit nach Kiew und verspricht der dortigen Regierung weitere (die Ukrainer sprechen von 8,5) Milliarden Euro für neue Wirtschafts- und Rüstungskooperationen.
Ich frage mich langsam wirklich, wie das den Bürgern hierzulande noch vermittelt werden soll. Warum ist für internationale Zusagen scheinbar immer sofort Geld da, während bei den sozialen Systemen und der Entlastung der eigenen Bevölkerung im Inland gespart wird? Sieht so eine ausgewogene Politik aus, die die AFD halbieren soll? Geld, das uns hier in Deutschland an allen Ecken fehlt.
Für Deutschland heißt es sparen, verzichten und Gürtel enger schnallen. Für die Ukraine werden weiter Milliarden locker gemacht. Reformen in den Bereichen Rente, Pflege und Gesundheit stehen ja formal nicht in Konkurrenz zu den Militärhilfen, da letztere von der gesetzlichen Schuldenbremse ausgenommen sind.
1 Billion Steuerreinnahmen, 1Billion „Sondervermögen“, und es reicht nicht.
Was man mittlerweile merkt, die Unterstützung für Waffenlieferungen in die Ukraine schwindet. Im ARD-„Deutschlandtrend“ sagen inzwischen gut vier von zehn Deutschen, die Waffenlieferungen und Geldzuwendungen gingen zu weit – so hoch war dieser Wert in den vergangenen Jahren nie.