Fahren in der Gruppe mit Unfall

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monochrom

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Na, wie praktisch...

Ich mag Juristen, die vom Fach sind...

:banghead:
 
Hugh.Age

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Ich finde das Urteil nachvollziehbar.
 
monochrom

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Ja, logo...

Wir zwei fahren den ganzen Tag in der Gruppe, ich halte zum Unfallzeitpunkt den Abstand zum Vordermann ein und du brennst mir hinten drauf, weils meinen Vordermann schmeisst und du bist dann im Recht und ich muss meinen Schaden selber zahlen, weil wir stillschweigend vereinbart haben, dass ich damit rechnen muss, dass du mir hinten draurauscht, weil ich mit dir in einer Gruppe Moped fahre...

Ja, klingt logisch u nachvollziehbar...
 
Capricorn

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Ja.
 
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Gast39385

Gast
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... ich halte zum Unfallzeitpunkt den Abstand zum Vordermann ein und du brennst mir hinten drauf,..
Guten Morgen,

so war es aber nicht! Es haben wohl alle Teilnehmer den Sicherheitsabstand massiv unterschritten (5 Meter bei 60 km/h). Der Richter hat denen damit eine "bewusste gemeinsame Regelverletzung" unterstellt. Mal ganz davon abgesehen, daß der genaue Hergang wohl nicht zu klären war.

M.E. darf man dieses Urteil nicht pauschalieren, auch wäre der gesamte Urteilstext interessant.


Ich bzw. wir fahren zwischendurch gerne mal in der Gruppe (bspw. Stammtischausfahrt). Aber halt mit den entsprechende Leuten.
Wenn mir einer ständig hinten auf der Pelle hängt würde ich ihn mir bei nächster Gelegenheit vorknöpfen. Und passt es überhaupt nicht schere ich aus und fahre alleine weiter.

Gruß
Klaus
 
monochrom

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....ja, Einzelfallentscheidung...

Aber trotzdem interessant, dass man hier den Mopedfahrern eine stillschweigende Vereinbarung unterstellt, Abstand hin, Abstand her.

Kein Mensch würde so etwas vor der Tour unterschreiben.

Und wie du schon sagst, jeder hat doch im Kopf, dass er sich auf seine Leute in der Gruppe verlassen kann bzw, wenns scheppert, dass dann die allgemeingültigen Regeln gelten.

Mich stört der Tenor, 'der genaue Unfallhergang lässt sich nicht mehr darstellen, also sind sie einfach selber schuld, dass haben die einfach stillschweigend vereinbart'....
 
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vierventilboxer

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Auf der Renne unterschreibst du ein Papier mit Haftungsausschluss. Wer meint er müsse das im öffentlichen Straßenverkehr machen, hat eh nicht mehr alle Latten am Zaun.
Der Richter hat schon Recht. So viel Dummheit muss man nicht unterstützen.
Wenn sich mehr als 2 Kradler gegenseitig über den Haufen fahren, dann ist auch ohne genaue Kenntnis des Unfallhergangs und Verkehrslage klar was gespielt wurde: unzureichender Sicherheitsabstand.

Ist aber mal wieder typisch: Im Falle völliger Selbstüberschätzung und unzureichendem Fahrkönnen gepaart mit einem Abflug, muss jemand anderes Schuld sein, nur man selbst nicht.
Ohhh Herr, sieh dein Volk!
 
sampleman

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Ich bin überrascht, wie praxisnah das Urteil ausgefallen ist. Eventuell fährt der Richter selbst? Ich habe neulich erstmals eine Tour organisiert und mich in dem Zusammenhang mit einigen erfahrenen Gruppenfahrern unterhalten, und die bestätigten mir alle, dass es zum Gruppenfahren dazugehört, quasi im "Formationsflug" unterwegs zu sein, so dass man Überholmanöver gemeinsam durchführt und nicht einer nach dem anderen. Dies wird unter Leuten, die sich nicht so gut kennen, vorher explizit abgesprochen, Leute, die häufiger miteinander fahren, wissen das. Insofern finde ich es nachvollziehbar, dass man sich nicht auf mangelnden Sicherheitsabstand berufen kann, wenn das zum Konzept gehört.

Wie ist das eigentlich bei Rennradlern? Die fahren doch dauernd im Pulk, und wenn einer stürzt, gehen oft viele zu Boden. Verklagen die sich dann gegenseitig?
 
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vierventilboxer

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Wie ist das eigentlich bei Rennradlern? Die fahren doch dauernd im Pulk, und wenn einer stürzt, gehen oft viele zu Boden. Verklagen die sich dann gegenseitig?
Klagen darf nur wer zum Unfallzeitpunkt eine Warnweste getragen hat und das Rad mit ABS ausgestattet war.
Alles andere ist von Haus aus völlig verantwortungslos und bedeutet 100% Eigenverschulden.
 
Kamener

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Man könnte das ganze aber auch anders betrachten.

Wenn man die Gruppe als ein zusammengehörendes Ereignis betrachtet, dann müsste der für alle zahlen, der den Unfall verursacht hat.


Wenn ein Autofahrer in eine Gruppe von Radfahrern hineinfährt und mehrere Radler dabei zu Fall und dadurch zu Schaden kommen, wird doch auch nicht gefragt, wer direkt vom PKW getroffen wurde und wer vielleicht an der Pedale des Nachbarn hängen geblieben ist.
Der Autofahrer wird als Ursache des Ereignisses für alles verantwortlich gemacht inklusive der Folgeschäden.

Hier geht jetzt leider aus dem Text nicht hervor, ob der PKW oder erste Moppedfahrer für die Kollision verantwortlich war.
War es der Moppedfahrer, dann haben sich alle anderen auf ihn verlassen, wenn sie die Abstände so stark verkürzt haben. Dann muss jeder seinen Schaden tragen, weil er sich falsch verlassen hat.

Wäre der Autofahrer die Ursache für den Unfall, müsste eigentlich genau so entschieden werden wie bei den Radfahrern.

Aber ist nur meine Meinung und ich bin kein Jurist.

Gruß
Chris
 
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Ich bin überrascht, wie praxisnah das Urteil ausgefallen ist. Eventuell fährt der Richter selbst? Ich habe neulich erstmals eine Tour organisiert und mich in dem Zusammenhang mit einigen erfahrenen Gruppenfahrern unterhalten, und die bestätigten mir alle, dass es zum Gruppenfahren dazugehört, quasi im "Formationsflug" unterwegs zu sein, so dass man Überholmanöver gemeinsam durchführt und nicht einer nach dem anderen. Dies wird unter Leuten, die sich nicht so gut kennen, vorher explizit abgesprochen, Leute, die häufiger miteinander fahren, wissen das. Insofern finde ich es nachvollziehbar, dass man sich nicht auf mangelnden Sicherheitsabstand berufen kann, wenn das zum Konzept gehört.

Wie ist das eigentlich bei Rennradlern? Die fahren doch dauernd im Pulk, und wenn einer stürzt, gehen oft viele zu Boden. Verklagen die sich dann gegenseitig?
Zum Konzept gehört, trotz Gruppenfahrens, dass du als Hintermann aufzupassen hast, mich nicht abzuschiessen.

Das ist doch wohl klar, dass du von mir, weder mündlich, schriftlich oder gar stillschweigend, keinerlei Einverständnis haben wirst, mich aufgrund deines mangelnden Fahrkönnens zu schädigen.
'Formationsflug', bei dem man Überholmanöver gemeinsam durchführt ---> :giggle:

Wie soll das denn aussehen?

Gruppentauglich ist, wenn die Überholvorgänge von allen zeitnah erfolgen und natürlich, einer nach dem anderen.

Ausser die Situation ist so glasklar, dass das gleichzeitige Überholen, von sagen wir, 2 gleichzeitig, keinesfalls von der ganzen Gruppe gleichzeitig, keinerlei Gefährdung darstellt.

'Erfahrene Gruppenfahrer' die so einen :poop: erzãhlen, solltest du meiden...
 
sampleman

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Das ist doch wohl klar, dass du von mir, weder mündlich, schriftlich oder gar stillschweigend, keinerlei Einverständnis haben wirst, mich aufgrund deines mangelnden Fahrkönnens zu schädigen.
Siehst du, jetzt bist du schlauer. Du magst das so sehen, ein Richter hat das anders gesehen. Wenn du in Zukunft eine Gruppe anführst, dann solltest du dir die schriftliche Bestätigung geben lassen, dass dir niemand in die Karre fahren darf;-)
 
monochrom

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Sollte eigentlich selbstverstãndlich sein :)

In 26 Jahren Gruppenfahren habe ich schon so manchen Treffer unter Gruppenfahrern mit ansehen müssen - aber da ist bisher (das ändert sich wohl jetzt zukünftig) noch niemand auf die Idee gekommen, seinen durch ihn verursachten Schaden, nicht zu übernehmen...
 
SA Moose

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Grosse Gruppen vermeide ich, wenn moeglich. Man kann das Argument drehen, wie man will, aber wenn ich einem Vordermann draufbrumme, ist das meine Schuld. Weil ich ganz einfach die beiden Haupttalente, die ich brauche, vernachlaessigt habe: Zeit und Platz.

Einfach zu behaupten, man haette selber nichts verkehrt gemacht und der Unfall ergab sich nur aufgrund der Tatsache, dass der erste Fahrer runter kam, ist kokolores.

Scheint in der Natur der Dinge zu liegen, dass viele eine Ausrede suchen, anstatt zuzugeben, dass sie einen Fehler gemacht haben. Wenn ich nicht rechtzeitig bremsen kann, oder nicht ausweichen kann, dann war ich einfach zu dicht dran und die Situation war hoechstwahrscheinlich nicht uebersichtlich genug fuer ein Ausweichmanoever.

Ich verlasse mich grundsaetzlich nicht auf das eventuelle Koennen anderer, deren Fahrweise ich in keinster Weise beeinflussen kann.
 
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Versetzt fahren wurde wieder abgeschafft ?
 
maxquer

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I...... und die bestätigten mir alle, dass es zum Gruppenfahren dazugehört, quasi im "Formationsflug" unterwegs zu sein, so dass man Überholmanöver gemeinsam durchführt und nicht einer nach dem anderen....
Na soetwas versuchen ja wohl nur Schwachköpfe!!!!:smilie_spinnt:
Ich fahre häufig genug in der Gruppe und beim Überholen ist natürlich jeder für seine eigene Sicherheit verantwortlich. wenn vor mir einer überholt, setze ich doch nicht gleich auch zum überholen an. Ich muss mich doch erst vergewissern, dass es für mich auch nocht reicht.
Würde hinter mir jemand so ein Theater machen würde ich mir den aber ordentlich zur Brust nehmen.

Gruß,
maxquer
 
Zörnie

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Richtig. Jeder fährt auch in der Gruppe auf eigene Verantwortung und das gilt sowohl für das Tempo als auch erst recht beim Überholen.

Und 5 Meter Abstand zum Vordermann sind schon arg wenig. Wir sind früher beim versetzten Fahren immer so gefahren, dass im Abstand zwischen zwei Leitpfosten immer zwei Motorräder waren.
 
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