Aufgrund meiner Krebserkrankung in `22 war ich ca.10 Wochen im Krankenhaus .
Incl. 1 Woche Koma. Mittelfränkische Kleinstadt.
Fühlte mich damals sehr gut aufgehoben da. Die (meisten) Ärzte, Schwesterninnen/Pflegerinnen,--
sorry, der musste sein

, waren echt gut. Also freundlich, usw.Aber es ist auch so : Wie man in Wald hineinschreit ...
Allerdings waren sie Personalmässig schon "auf Kante genäht" .
Bei ein paar "ausländischen" Ärzten/Schwestern allerdings war ich mir immer nicht ganz so sicher,
ob sie mich 100% verstanden haben. Gab da ne kleine Episode .... Aber ohne gravierende Folgen.
Kann ich, wenn gewünscht gerne berichten.
Anyway, mir geht`s ja wieder saugut. Dank den meisten Ärzten/Pflegepersonal dort.
Und ja, man muss, sollte echt dankbar für diese Hilfe sein. Glaubt mir, wenn man mal
den nahen Tod sieht...........
Aber heuer, - Reitunfall meiner Tochter. Schulter gebrochen, und, oder....
Sie war bei 5 verschieden Ärzten. 2x Uniklinik hier, dann "2 Fachärzte" in Fürth (3 Besuche),
und dann noch in "meiner" Klinik bei 2 unterschiedlichen Ärzten.
Der einzige der Ahnung hatte und alles richtig erkannte, war der "vorletzte" .
Der letzte war die Urlaubsvertretung vom "Guten". Und, ich muss es leider sagen, ein
Auswärtiger. Verstand nicht die Hälfte von dem was meine Tochter sagte.
Als ich sie nach dieser Sprechstunde abholte saß sie heulend auf der Bank.
Heulend vor Schmerzen und Zorn!
Er hatte mit ihrer gebrochenen Schulter auch noch "Übungen" durchgeführt!!!
Noch mehr?
Geht.....
Betreff unser Gesundheitssystem.
Mein Sohn hatte massive Psychische Probleme (ADHS, Freund Selbstmord, Freundin hat ihn mit
gemeinsamen Kind verlassen, Job verloren, Siemens baute um.
Also wohnte er wieder bei uns. Aber - er war "durch". Wir suchten 2 Monate nach einem
Psychologen. Keiner nahm mehr "Neue" an. Waren im Bezirkskrankenhaus mit ihm (bleiben wollte er da nicht).
Er stand ganz kurz vor dem Selbstmord. War echt akut. Also haben wir eine Kurklinik ausgemacht die
speziell solche Fälle betraut.
Über die Krankenkasse ging auf die schnelle nicht. Die brauchen ja Zeit zum prüfen, etc...
Also zahlten wir die 4 Wochen Aufenthalt selber. 15.000 Euro. Von unserem Ersparten.
Und ja,- es hat sich rentiert. Das Leben meines Sohnes war jeden Cent dieses Versuches sowieso wert.
Ob die Kasse im Nachhinein noch was dazugibt, keine Ahnung.
Aber es hat im seeeehr geholfen. Im geht`s wieder viel besser. Neuer Job, und mit "Frau" und Kind läuft`s auch wieder.
Aber versucht mal auf die Schnelle bei einer psychischen Erkrankung jemanden zu finden der hilft!
Lange Rede kurzer Sinn :
Besser ist es (in jedem Fall - logisch) in Deutschland momentan nicht krank zu werden !
Wobei es woanders bestimmt noch viel schlechter geht.
Aber ich (66) weiß ja, das es in D viel besser ging, resp.geht, auch für Kassenpatienten!!
Auch kann ich mir Gründe für diesen, naja, negativen Kurs unseres Gesundheitssystems
mit meinen eigenen, vielleicht naiven Gründen erklären.
Seit Jahren(-zehnten) viel mehr Nutzer wie Einzahler. Das kann nicht gut gehen.
Sorry, für diese längere Story, wollte mich nicht beschweren nur versuchen etwas darzulegen,und ob`s hierher gehört - Ich weiß es nicht.......
Auf alle Fälle geht`s uns JETZT allen wieder sehr gut, und das zählt!!!
Viel Spass noch beim Spätsommer (hier in Bayern) biken.