Hansemann
Themenstarter
So langsam wird klar, welcher Reifen Einfluss auf welche Eigenschaften hat.



Das Einklappen des Metzeler wurde nun auch mit dem D211 so unangenehm, dass ich heute den fertigen RS gegen einen ebenso fertigen D212 getauscht habe, obwohl eine frische Garnitur (Sportsmart MK4) bereits bestellt ist. In den Abendstunden bei Temperaturen von plus 2 (Tal) bis minus 4 Grad (Passhöhe) eine Testfahrt über den Bernina gemacht und da war sofort wieder dieses schienengleiche Fahrverhalten des Dunlop. Harmoniert mit der K einfach um Welten besser als der Metzeler und lässt mich die Kälte komplett vergessen. Kein Einklappen, kein Wackeln in Schräglage. Millimetergenaues Einlenken in Kurven - Grad um Grad nach unten. So einfach und kontrolliert, dass ich singen könnte. Und das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.Weil mir das echt zu teuer wird, hab ich den fertigen Sportec 01 RS (hinten, siehe oben) durch einen Dunlop D211, den ich spottbillig im Netz ergattert habe, ersetzt. Der Plan ist, damit den vorderen Sportec 01 RS noch komplett runter zu fahren.
Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass der hintere Reifen auf das Lenkverhalten wenig Einfluss hat. Aber weit gefehlt: mit dem Dunlop hinten lenkt der Metzeler vorne deutlich weniger agil/nervös - fast schon ein wenig zäh. Positiv ausgedrückt liegt das Motorrad damit stabiler, erfordert aber deutlich höhere Lenkkräfte und geht wie in Zeitlupe in Schräglage. Was mir beim Metzeler zu unruhig war, ist mir beim Dunlop beinahe schon ein wenig zu träge. Dafür zaubert die neue Kombination eine sehr präzise Linie auf den Asphalt und gibt durch die extreme Ruhe zusätzliche Sicherheit.
Selbst das Einklappen des auf den Schultern bereits ein wenig gelittenen Vorderreifens ist mit dem Dunlop besser geworden. Jetzt heißt es, auf "Trail Braking" komplett zu verzichten, um die zurückgewonnene Neutralität zu bewahren.