Camshifter
Themenstarter
Hallo BMW-Fans:
Ich möchte hier mal meine Erfahrungen zu oben genanntem Thema geben.
Ich kaufte meine R1250GS 2019 neu mit 0km und war gleich begeistert, wie geschmeidig die GS sich im niederigen Geschwindigkeitsbereich fahren ließ (z.B. mit 30 KM/H hinter einer Autoschlange her). Da gab es kein Ruckeln, nix.
Nach etwa 20.000 KM war die Geschmeidigkeit des Motors dahin. Ich habe dann mit dem Boosterplug experimentiert (es wird damit dem Steuergerät eine niedrige Umgebungstemperatrur vorgegaukelt, wodurch das Gemisch etwas fetter wird). Ich war wieder von dem Fahrverhalten absolut zufrieden.
Leider hielt der positive Effekt nur rund 2000-3000 KM an. Die GS fuhr sich nun bei niedrigen Geschwindigkeiten genauso schlecht, wie vorher (ruckeln, hickups, surging).
Ich habe dazu viel im Internet gesucht: Es ist wohl so, dass die ECU (gerade bei neueren BMW's, wie der 1250) eine solche Änderung wieder dauerhaft Ausregeln können.
Daher flog der Boosterplug nach kurzer Zeit wieder raus. Bei BMW hatte ich die fehlende Geschmeidigkeit bei der Inspektion (die GS war bei BMW bis zur 40.000-er; seitdem mache ich alles selbst) angesprochen, daraufhin wurden zusätzlich zur Inspektion die Adaptionswerte des Steuergeräts resettet. Mehr Informationen dazu waren leider nicht zu bekommen (im Glaspalast hier bei uns in München kann man sich nicht mit einem Mechaniker unterhalten, sondern nur mit einem Kundendienstberater. Man ist da also irgendwie entkoppelt.
Ich habe mir dann zum Selbstschrauben ein Diagnosesystem (GS-911) angeschafft. Hier war dann ab etwa 30.000KM eine merkwürdige Fehlermeldung im Fehlerspeicher hinterlegt:
"Lambda control Adaption, Bank 2, mixture correction factor below threshold".
Da scheint also die Anpassung der Lamdaregelung gegen einen Wert zu laufen, der nicht mehr ausgeregelt werden kann.
Mit dieser Meldung habe ich viele tausende KM gelebt und wegen der schlechten Fahrbarkeit immer wieder die Adaptionswerte der ECU resettet.
Mittlerweile habe ich rund 110.000KM drauf und bin dieses Problem jetzt endlich mal angegangen. Trotzdem im Internet dazu wenig zu finden war, habe ich etwas interessantes zum Thema Regelkreis und Lamdasonden gefunden. Man gab da den Tip zur Fehlersuche die beiden Lamdasonden in den Krümmern zu tauschen. Wenn der Fehler im Fehlerspeicher dann von Bank2 zu Bank1 wandern sollte, ist eine Lamdasonde hin. Ich habe Hin- und Herüberlegt und schlussendlich (bei über 100.000 km ist es vielleicht besser, beide Sonden wegen der Alterung zu Ersetzen) die zwei Lamdasonden vorn im Krümmer bei Leebmann24 (für zusammen rund 420€) bestellt. Eingeschraubt waren diese recht schnell-Probleme gab es nur beim Trennen der entsprechenden Stecker - etwas tricky.
Die Tauschaktion hatte Erfolg. Seitdem (einige Tausend KM) hatte ich keinen entsprechende Fehler mehr im Fehlerspeicher. Ein Resetten der Adaptionswerte ist bis jetzt auch noch nicht nötig gewesen.
Ansonsten ist die GS ein tolles Motorrad mit noch immer tollen Fahrleistungen. Öl musste ich noch nie! Nachfüllen. Seitdem ich die GS selbst warte, habe ich umgestellt auf 10w50 Öl von Motul (7100). Der Motor ist damit mechanisch spürbar leiser. Spritverbrauch 4,8 - 5.5 L /100 KM (vorwiegend mit Sozia). Ausser Verschleiteilen (Bremsbeläge, Reifen und Zündkerzen), war noch nix (Lambdasonden ausgenommen). Kupplunmg ist auch noch die Erste. Beschleunigung und Durchzug sind gefühlt noch wie am ersten Tag.
Schreibt doch gerne Mal, wie Eure Erfahrungen zu diesem Thema bei der 1250 so sind. Dies würde mich freuen.
Ich möchte hier mal meine Erfahrungen zu oben genanntem Thema geben.
Ich kaufte meine R1250GS 2019 neu mit 0km und war gleich begeistert, wie geschmeidig die GS sich im niederigen Geschwindigkeitsbereich fahren ließ (z.B. mit 30 KM/H hinter einer Autoschlange her). Da gab es kein Ruckeln, nix.
Nach etwa 20.000 KM war die Geschmeidigkeit des Motors dahin. Ich habe dann mit dem Boosterplug experimentiert (es wird damit dem Steuergerät eine niedrige Umgebungstemperatrur vorgegaukelt, wodurch das Gemisch etwas fetter wird). Ich war wieder von dem Fahrverhalten absolut zufrieden.
Leider hielt der positive Effekt nur rund 2000-3000 KM an. Die GS fuhr sich nun bei niedrigen Geschwindigkeiten genauso schlecht, wie vorher (ruckeln, hickups, surging).
Ich habe dazu viel im Internet gesucht: Es ist wohl so, dass die ECU (gerade bei neueren BMW's, wie der 1250) eine solche Änderung wieder dauerhaft Ausregeln können.
Daher flog der Boosterplug nach kurzer Zeit wieder raus. Bei BMW hatte ich die fehlende Geschmeidigkeit bei der Inspektion (die GS war bei BMW bis zur 40.000-er; seitdem mache ich alles selbst) angesprochen, daraufhin wurden zusätzlich zur Inspektion die Adaptionswerte des Steuergeräts resettet. Mehr Informationen dazu waren leider nicht zu bekommen (im Glaspalast hier bei uns in München kann man sich nicht mit einem Mechaniker unterhalten, sondern nur mit einem Kundendienstberater. Man ist da also irgendwie entkoppelt.
Ich habe mir dann zum Selbstschrauben ein Diagnosesystem (GS-911) angeschafft. Hier war dann ab etwa 30.000KM eine merkwürdige Fehlermeldung im Fehlerspeicher hinterlegt:
"Lambda control Adaption, Bank 2, mixture correction factor below threshold".
Da scheint also die Anpassung der Lamdaregelung gegen einen Wert zu laufen, der nicht mehr ausgeregelt werden kann.
Mit dieser Meldung habe ich viele tausende KM gelebt und wegen der schlechten Fahrbarkeit immer wieder die Adaptionswerte der ECU resettet.
Mittlerweile habe ich rund 110.000KM drauf und bin dieses Problem jetzt endlich mal angegangen. Trotzdem im Internet dazu wenig zu finden war, habe ich etwas interessantes zum Thema Regelkreis und Lamdasonden gefunden. Man gab da den Tip zur Fehlersuche die beiden Lamdasonden in den Krümmern zu tauschen. Wenn der Fehler im Fehlerspeicher dann von Bank2 zu Bank1 wandern sollte, ist eine Lamdasonde hin. Ich habe Hin- und Herüberlegt und schlussendlich (bei über 100.000 km ist es vielleicht besser, beide Sonden wegen der Alterung zu Ersetzen) die zwei Lamdasonden vorn im Krümmer bei Leebmann24 (für zusammen rund 420€) bestellt. Eingeschraubt waren diese recht schnell-Probleme gab es nur beim Trennen der entsprechenden Stecker - etwas tricky.
Die Tauschaktion hatte Erfolg. Seitdem (einige Tausend KM) hatte ich keinen entsprechende Fehler mehr im Fehlerspeicher. Ein Resetten der Adaptionswerte ist bis jetzt auch noch nicht nötig gewesen.
Ansonsten ist die GS ein tolles Motorrad mit noch immer tollen Fahrleistungen. Öl musste ich noch nie! Nachfüllen. Seitdem ich die GS selbst warte, habe ich umgestellt auf 10w50 Öl von Motul (7100). Der Motor ist damit mechanisch spürbar leiser. Spritverbrauch 4,8 - 5.5 L /100 KM (vorwiegend mit Sozia). Ausser Verschleiteilen (Bremsbeläge, Reifen und Zündkerzen), war noch nix (Lambdasonden ausgenommen). Kupplunmg ist auch noch die Erste. Beschleunigung und Durchzug sind gefühlt noch wie am ersten Tag.
Schreibt doch gerne Mal, wie Eure Erfahrungen zu diesem Thema bei der 1250 so sind. Dies würde mich freuen.
