nächster Defekt : Display tot

Diskutiere nächster Defekt : Display tot im R 1300 GS Forum im Bereich Motorrad Modelle; Manches mal komme ich mir hier vor wie der letzte Looser. Ich fahre mit meiner ADV im Jahr etwa 10k Kilometer. Aber ganz ehrlich - wenn ein...
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Manches mal komme ich mir hier vor wie der letzte Looser. Ich fahre mit meiner ADV im Jahr etwa 10k Kilometer.
Aber ganz ehrlich - wenn ein Motorrad derart hergenommen wird - Garantie oder 2 Jahre alt hin oder her - dann habe ich Verständnis für einen erhöhten Komponentenausfall.
Aber Honda kann es da wirklich besser. Varahannes (über 800.000km mit der Varadero) und der Reitwagen mit seinem Legendären Test der Varadero XL 1000 hat das gezeigt ...
 
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wenn ein Motorrad derart hergenommen wird
:confused: dem Moped ist es eher Wurst ob es die km in zwei jahren oder wie bei Dir in 12 abspulen muss - im Gegenteil, rumstehen macht meist mehr kaputt als fahren.
Ich sehe auch nicht das die km in Offroad Parks gefahren worden wären.
Knappe 2.000 Bh (wenn ich das mal überschlage) sollte das Ding doch halbwegs halten, oder?
 
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:confused: dem Moped ist es eher Wurst ob es die km in zwei jahren oder wie bei Dir in 12 abspulen muss - im Gegenteil, rumstehen macht meist mehr kaputt als fahren.
Ich sehe auch nicht das die km in Offroad Parks gefahren worden wären.
Knappe 2.000 Bh (wenn ich das mal überschlage) sollte das Ding doch halbwegs halten, oder?
Eine schwierige Frage.
Mit Sicherheit spielt auch der Fahrstil und die Streckenprofile eine Rolle.
Mit Sicherheit würde ich so ein Bike nicht kaufen ...
 
Uli G.

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Kaum jemand hat derartige Kilometerlaufleistungen - und wenn doch - dann muss man mit Ausfällen rechnen - jederzeit - mit jedem Bike.
--> Nächster Defekt ? Kommt bald !
Es erschließt sich mir auch nicht, weshalb die Elektronik km-abhängigem Verschleiß unterliegen sollte.
Die Elektronik stirbt ganz sicher nicht direkt laufleistungsabhängig, aber indirekt schon. Wenn ich -großzügig- 500km pro Tankfüllung zugrunde lege, sind das, falls der Tank jedesmal bis zur Neige geleert wird, bei 114000km Laufleistung allein 2280 Mal Runter-/Rauffahren der Elektronik. Pro 500km nur eine Pause nach der Hälfte der Strecke -auch eher zu niedrig angesetzt- verdoppelt das auf 4560mal Ein/Aus.
Wie hoch ist die Durchschnittsgeschwindigkeit über die 114000km?
Die dürfte kaum bei 100km/h liegen, eher bei 60 bis max. 80km/h (mein Navi erzählt mir gerade was von 64km/h Durchschnitt in Fahrt, max. 164km/h, aber ich fahre wenig Autobahn, und keine 200km/h, weil ich mich nicht hinter einer Scheibe oder Verkleidung verstecke ;) ).
Bei 100km/h wären das (Tank-)Pausen alle 2.5 Stunden, ziemlich unrealistisch, finde ich, also eher deutlich mehr Stops, und dementsprechend noch mehr Ein-/Auschaltvorgänge der Elektronik.
Ein-/Ausschaltvorgänge sind etwas, woran moderne Elektronik gern stirbt, eher weniger am Dauerbetrieb (solange es keine hohen Betriebstemperaturen gibt, oder Überspannungen). Mechanische Belastungen dürften bei SMD-Bauteilen nur noch eine geringe Rolle spielen, zumal die Schaltungen überwiegend vergossen sind (beim Display eher nicht, aber bei einer heutigen ECU schon). Beim Display können Lose Flachbandkabel anfällig sein, alles andere sitzt normalerweise fest auf Platinen (die alten Einspritzanlagen meiner VW411, aufgebaut mit diskreten Bauteilen, Transistoren in kleinen Metallgehäusen auf drei Beinen, im Metallbecher der eigentliche Transistor frei schwebend auf drei dünnen Golddrahtbeinchen, max. in zähes Fett gebettet, würden das Gerappel auf einem Motorrad nur wenige Tausend Kilometer überstehen :( ).
Langer Rede kurzer Sinn:
Nicht die Gesamtfahrstrecke ist schuld, sondern die dadurch bedingte Anzahl der Schaltvorgänge, da kann sowas schon mal vorkommen. Die 1900 Betriebsstunden (60km/h, bei 80km/h sind's 1425, bei 100km/h 1140 ;) ) tragen sicher auch etwas bei, aber nicht so gravierend (letztlich ist's die Summe aller Belastungen, diezum Ausfall führt).

Uli
 
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Eine schwierige Frage.
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wir sind absolute Tourenfahrer; unsere GS kennen keine maximalen Drehzahlen; fahren nur Langstrecken, eigentlich ideale Voraussetzungen für ein langes Motorradleben
 
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wir sind absolute Tourenfahrer; unsere GS kennen keine maximalen Drehzahlen; fahren nur Langstrecken, eigentlich ideale Voraussetzungen für ein langes Motorradleben
Selbstverständlich glaube ich Deine Ausführungen, und ich bin mir sicher, das Du das Motorrad auch gut "artgerecht" unterhältst. Bin sehr gespannt wie viele Kilometer Du noch raufdrehst, und wie da die Erfahrungen sind.
 
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stephanw

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Ich finde diese übertriebenen Fehlermeldungen besch*** - Auspuffklappe defekt, ja hui Geräuschvorschriften werden gerissen, absolut pöhse - Alarm, Alarm...
Damit hätte man den Urlaub fertig fahren können wenn eine vernünftige Meldung käme.
Deshalb habe ich auf Reisen i.d.R. den OBD Dongle und MotoScan in der Tasche.
Besonders "spaßig" wird das, wenn einem von jetzt auf gleich, plötzlich und ohne Ankündigung beim Beschleunigung auf der Landstraße der Antrieb zum Schutz der Technik abgeschaltet wird und die angehängte Fehlermeldung erscheint. Der hintere ABS-Sensor wird für die Steuerung des ASA genutzt. Er hat bei dem Vorfall, den ich in Nordnorwegen hatte, laut Analyse der Logfiles durch BMW Motorrad München unplausible Werte geliefert.

Nach dem Abklemmen der Batterie konnte ich bis jetzt ohne jegliche Fehlermeldung weiterfahren. Meine Vermutung ist es, dass der Vorfall durch Verschmutzung des ABS Sensors am Hinterrad passiert ist. Die GS war durch Regenfahrten auf stark schmutzigen Straßen sehr dreckig.
Fehlermeldung Getriebestörung.jpg
ig.
 
Eckart

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Meine Vermutung ist es, dass der Vorfall durch Verschmutzung des ABS Sensors am Hinterrad passiert ist. Die GS war durch Regenfahrten auf stark schmutzigen Straßen sehr dreckig.
Das Messprinzip ist elektromagnetisch und daher unempfindlich gegen Verschmutzung. Gelegentlich kommt es aber zu Dejustierungen, auch wegen grobem Dreck wäre das möglich, nach Reinigen verschwinden die aber nicht von allein, sodass mindestens eine Kontrolle fällig ist. Regendicht muss das auch sein. Auch hier wäre Handlungsbedarf, wenn nicht.
Normalerweise beeinträchtigen Fehler nur das ABS und evtl. den Tacho, sodass man meist bedenkenlos fahren kann. Wenn da mehr lahmgelegt wird, wäre das natürlich unschön. Wurde denn über die Analyse von Logfiles hinaus nach Fehlern gesucht ?
 
S

stephanw

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Ich weiß leider nicht, was da noch untersucht wurde. Ich bin auch nur Kunde. Der ABS Sensor wurde auf Anweisung von BMW München letzte Woche durch einen neuen Sensor ausgetauscht. Ich wurde letze Woche vom Händler gebeten dafür in die Werkstatt zu kommen. Das musste auch alles vor und nach dem Auswechseln des Sensors per Foto vom Händler dokumentiert werden. Der alte Sensor wurde nach München zurück geschickt. Ich bin jetzt fehlerfrei über 7.000 km mit GS gefahren. Es ist wohl Fakt, dass der ABS Sensor für die Steuerung des ASA verwendet wird und dass die Abschaltung des Antriebs (Zwangsweise Einlegen des Leerlaufs und verhindern einen Gang danach manuell einzulegen) zum Schutz des Antriebs erfolgt ist. Das hat mir BMW so mitgeteilt. Da dieses Verhalten ziemlich gefährlich werden kann, zum Beispiel bei einem Überholvorgang auf der Landstraße, habe ich diesen Vorfall dem KBA direkt nach der Panne auf der Landstraße bei Tromsö Mitte Juni gemeldet. Ich vermute, dass der Sensoraustausch deswegen von BMW München veranlasst wurde. Was mich etwas nachdenklich macht, ist die Tatsache, dass ich jetzt 7.000 km ohne Störung fahren konnte. Ein Defekt des Sensors kann es dann doch nicht sein. Deshalb vermute ich, dass das durch eine Verschmutzung ausgelöst wurde. Der Händler hat mir bei der 10.000er Inspektion Mitte Juli eine neue Starterbatterie eingebaut, weil er vermutet hat, dass Spannungsschwankungen im Bordnetz das ausgelöst haben könnten. Die Batterie hat aber vorher auch einwandfrei funktioniert.
 
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SQ18

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Normalerweise beeinträchtigen Fehler nur das ABS und evtl. den Tacho, sodass man meist bedenkenlos fahren kann. Wenn da mehr lahmgelegt wird, wäre das natürlich unschön.
Beim ASA dürfte es für die Steuerung nötig sein alle Drehzahlen abzugleichen - inkl Hinterrad - um Zustände zu erkennen die "falsch" sind.
Das man dann direkt alles wegschaltet und nicht in einen Notlauf o.ä. geht dürfte in der Entwicklung entschieden worden sein.
Evt. wurde ein brechender Kardan als Szenario angenommen?
 
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stephanw

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Das glaube ich eher nicht, der Händler erzählte mir, dass eine viel zu hohe Drehzahl beim Vorfall analysiert wurde, Ich hätte über 300 km/h auf der Landstraße fahren müssen.
 
SQ18

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Als (ein) Szenario warum man den Sensor überhaupt abgefragt wird für die Getriebesteuerung - theoretisch bräuchte es kein Sensorsignal vom HR, für das Getriebe, man könnte das gleiche auch intern erzeugen, durch den Kardan ist der Drehzahlverlauf ja ident.
Vermutung - wenn interne Drehzahl(en) und ABS Drehzahl / Tachosignal stark abweichen haben wir ein Houston und schalten ab.
 
S

stephanw

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Ich selbst bin Diplom-Ingenieur und ich habe mal etwas recherchiert, wie der Stand der Technik sein sollte. Das Problem ist hier, dass so eine plötzliche Abschaltung des Antriebs bei einem Motorrad laut den Anforderungen von Motorrädern an die funktionale Sicherheit (ISO 26262-12) eigentlich nicht passieren darf.

Ein plötzlicher Verlust des Vortriebs während eines Überholvorgangs ist lebensgefährlich. Genau aus diesem Grund darf das hier vorliegende Szenario – das schlagartige Schalten in den Leerlauf bei einem unplausiblen Sensorsignal – in der Praxis nicht passieren. Die Sicherheitsarchitektur eines modernen Motorrads sollte das verhindern. Es sollte daher eine Ersatzwert Strategie (Limp-Home) beim Ausfall oder Unplausibilität eines Signals angewendet werden:
  • Fällt das Signal des Getriebe-ABS-Sensors bei einem Beschleunigungsvorgang nachweislich aus oder liefert er ein unplausibles Signal, schaltet die Getriebesteuerung nicht in den Leerlauf. Sie friert stattdessen den aktuell eingelegten Gang ein (Sperre für weitere Schaltungen) oder nutzt einen berechneten Ersatzwert (z. B. aus der Raddrehzahl des Vorderrades), um den Vortrieb aufrechtzuerhalten. Das Motorrad verliert temporär Funktionen (z. B. den Quickshifter), aber der Fahrer kann den Überholvorgang sicher beenden.
  • Risiko-Abwägung: Was ist gefährlicher?
    Die ISO 26262 verlangt eine Abwägung des Risikos. Beim Motorrad gilt hier fast immer: Ein kontrollierbares Weiterfahren mit reduzierter Leistung ist sicherer als ein plötzlicher, totaler Vortriebsverlust. Erst wenn eine Weiterfahrt nachweislich zu einem noch schwereren Unfall führen würde (z. B. wenn das Getriebe mechanisch zu blockieren droht oder der Motor unkontrolliert Vollgas gibt), zieht das System die Reißleine und trennt den Antrieb – und selbst dann wird versucht, eine minimale Verzögerung einzubauen, um dem Fahrer Reaktionszeit zu geben. Das war aber hier nicht der Fall, da nur ein unplausibles Signal eines einzigen Sensors zu dem Abschalten des Antriebs geführt hat.
 
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Uli G.

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nutzt einen berechneten Ersatzwert (z. B. aus der Motordrehzahl und der Motordrehzahl der Kurbelwelle), um den Vortrieb aufrechtzuerhalten.
Du meinst sicher einmal die Raddrehzahl, immerhin steht die ja zweimal zur Verfügung.
Ein kontrollierbares Weiterfahren mit reduzierter Leistung ist sicherer als ein plötzlicher, totaler Vortriebsverlust.
Ich weiß nicht, wie der "Limp"-Modus bei BMW aussieht, bei Harley läuft das auf eine Maximalgeschwindigkeit von vielleicht 40-50km/h raus, und da ist es m.E. egal, ob ganz abgeschaltet, oder so stark reduziert, es ist beim Überholen ein No Go.

Uli
 
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Du meinst sicher einmal die Raddrehzahl, immerhin steht die ja zweimal zur Verfügung.

Ich weiß nicht, wie der "Limp"-Modus bei BMW aussieht, bei Harley läuft das auf eine Maximalgeschwindigkeit von vielleicht 40-50km/h raus, und da ist es mir.E. egal, ob ganz abgeschaltet, oder so stark reduziert, es ist beim Überholen ein No Go.

Uli
Stimmt, war ein blödes Bespiel. Ich habe das jetzt geändert. Aber man müsste hier irgendwie eine andere Redundanz vorsehen. Wenn der hintere Sensor kein Signal mehr liefert, könnte ja es sich auch um ein blockiertes Hinterrad handeln. Dann wäre es bei einem Motorschaden gut, wenn der Antrieb getrennt würde. Beim Hochbeschleunigen sollte natürlich nicht die Geschwindigkeit limitiert werden. Bei konstanter Fahrt geht das natürlich. Dann kann man wenigstens in eine Pannenbucht fahren.

Gruß Stephan
 
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Es wird immer Zustände und Defekte geben die einen beim Fahrzeug das Leben kosten könnten.
Als early Adopter einer neuen Technik hat man ein größeres Risiko technische Fehler zu entdecken.
 
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stephanw

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Es wird immer Zustände und Defekte geben die einen beim Fahrzeug das Leben kosten könnten.
Als early Adopter einer neuen Technik hat man ein größeres Risiko technische Fehler zu entdecken.
Ja, da bin ich ganz bei dir. Wenn diese Fehler aber auftreten, sollte BMW Motorrad und mein Händler mir nicht erklären, das Problem wäre behoben, wenn es, es gar nicht ist. Da BMW München es ja nun weiß, sollten sie etwas tun, um das Problem zu lösen. Das geht meines Erachtens nur durch ein Software Update, dass diesen von mir erlebten Zustand ausschließt, wenn nicht doch noch redundante Sensoren benötigt werden.

Oder man schätzt bei BMW Motorrad die Wahrscheinlichkeit so gering ein, dass so ein Fehlerfall eintritt und einen Worst Case zum Beispiel beim Überholen auslöst, dass man gar nichts tut.

Ich fahre jedenfalls mit einem etwas mulmigen Gefühl mit meiner GS herum, vor allem dann, wenn ich auf Landstraßen überhole oder wenn ich auf viel befahrenen einspurigen Strecken fahre, wo keine Möglichkeit ist, im Störfall rechts neben der Fahrbahn anzuhalten.
 
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