Mann muss mal zurückdenken, wie wir seit über 20 Jahren ständig geplagt werden mit:
- hohen Spritkosten
- hohen KFZ-Steuern wegen ständig neuen Schadstoff-Einstufungen
- KAT-Thema
- Autofreie-Sonntage
- Streitthema DIESEL oder BENZINER oder doch GAStank nachrüsten
- höheren Versicherungsprämien (Diesel = Vielfahrer)
- Schadstoffplaketten
- Fahrverbote
- Parkplatzmangel in Städten
- Geschwindigkeitsbeschränkungen, je nach Wetterlage und Sonnenstand
- Autoreisezüge wurden gestrichen
- Abwrackprämien für tipptopp Autos, die andere billigst erstanden haben
- jetzt kommen höhere Parkgebühren für Innenstädte (statt € 30,00 nun bis zu € 200 pro Jahr)
- Verbot das Auto vor der Haustüre zu waschen
Und parallel hat man den soliden Ausbau von Bus und Bahn verschlafen!
Aber nun will man alles unter Strom setzen.
Naja,
eine Auflistung, die man wohl an jedem Stammtisch hören kann, mindestens teilweise hanebüchen.
Hohe, gestiegene Spritkosten?
1969 Durchschnittsnettoeinkommen 300€ (D, A), Normalsprit in D 0.28€/l => 1l Sprit kostete knapp 1.1 Promille des Nettogehaltes. Das würde beim (aktuellen) Preis für Super E5 von 1.43€/l im Umkehrschluss zu 1570€ Durchschnittsnettoeinkommen führen, wenn der Preis verhältnismäßig gleich geblieben wäre. Allerdings betrug 2017 -2019er Zahlen habe ich nicht- das Durchschnittsnettoeinkommen 1890€, der Sprit ist also verhältnismäßig billiger geworden und man sollte dabei nicht vergessen, daß zumindest bei den Dosen, eine erhebliche Reduktion des Spritverbrauches stattgefunden hat. Mein erster Wagen, 34PS Käfer von 1954, soff bis zu 8++l, wenn er getreten wurde, der nachfolgende 1600er Kombi etwas mehr, und der darauf folgende VW411 1.8l Einspritzer brachte es im Winter auch mal auf 16l im Stadtverkehr, 10-12l Super auf der Bahn waren normal. Werte, die heute von vergleichbaren Fzg.n sehr deutlich unterboten werden.
Parkkosten in Innenstädten?
Nicht zuletzt der Tatsache, daß Autofahren günstig geworden ist, haben wir die enorme Zunahme an Fzg.n zu verdanken, die die Parkplätze in den Städten verstopfen (und die BABs ebenso). Und wer da glaubt, er müsse einen Anwohnerparkplatz "kaufen", damit sein Wagen vor der Haustür stehen kann, soll gern 200€/Jahr dafür zahlen, er mietet schließlich öffentlichen Parkraum (Im übrigen sind 200€ p.a. eine Lachnummer. In NY habe ich vor einigen Jahren 70$ für 8h in einer Parkgarage gezahlt, plus 30$ Trinkgeld. Die 100$ sind wahrsch. komplett in den Taschen der Parkwächter gelandet, denn die Parkplätze waren/sind dauervermietet, und mein Wagen musste wahrsch. mehrfach umgeparkt werden. Saßen aber noch drei Kollegen mit drin, 25$/Insasse für die Nummer waren durchaus erträglich, so viel hätte die Taxe von Bridgeport nach Shelton plus Metro von NY nach Bridgeport auch gekostet, und wir hätten die Einkaufstaschen schleppen müssen).
Autofreie Sonntage?
Hast Du die Städtetouren falsch geplant, so daß Du immer an einem autofreien Sonntag in ausgerechnet Deiner Zielstadt gelandet bist?
In H hatten wir 2019 genau einen autofreien Sonntag, und der betraf nur die Innenstadt. Warum ich sonntags die Innenstadt anfahren sollte (was ich nichtmal alltags tue), nochdazu mit Motorrad, ist mir ein Rätsel (Selbstkasteiung?

).
Alles aufzudröseln ist mit zu lästig, das kannst Du sicher in einer ruhigen Stunde selber.
Grüße
Uli