Naja, ich will deswegen nicht nen extra Fred aufmachen, und ob`s in die Witze passt, weiss
nicht, aber genauso denk ich (Daily driver Audi 80,Bj.91). Gilt auch für Motorräder.
Ist auch viiiieeel nachhaltiger, und billiger!!!
" Stammt scheinbar aus FB :
Ich fahre fast nur Autos aus den 90ern.
Nicht aus Trotz. Nicht aus Nostalgie.
Sondern weil ich keine Lust habe, mich von meinem Auto erziehen zu lassen.
Damals war Technik dazu da, Probleme zu lösen.
Heute ist Technik selbst das Problem – nur besser verpackt.
Ein Auto war früher kaputt, weil ein Teil verschlissen war.
Ein Lager, ein Schlauch, ein Schalter.
Heute ist ein Auto kaputt, weil irgendwo ein Sensor beschlossen hat, dass ein anderer Sensor ihm widerspricht.
Und wenn sich zwei Steuergeräte streiten, steht am Ende immer das Auto.
Standlicht kaputt – bestes Beispiel.
Früher: Birnchen mit zwei Beinchen für fünf Euro.
Motorhaube auf, Fassung drehen, Birne rein, fertig.
Zeitaufwand: fünf Minuten, davon vier fürs Händeabwischen.
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Heute: kompletter LED-Scheinwerfer neu.
Mit Steuergerät, Codierung, Kalibrierung, Grundeinstellung und der Empfehlung, gleich beide Seiten zu tauschen, „wegen der Optik“.
Das Licht ist danach perfekt –
der Preis irgendwo zwischen Monatsmiete und Wertverlust.
Und bevor man überhaupt an irgendwas rankommt,
muss man erst einmal das halbe Auto zerlegen.
Abdeckungen, Verkleidungen, Luftführungen, Crashstrukturen, Designteile.
Nicht, weil sie technisch nötig wären –
sondern weil der Motorraum heute eher ein Puzzle ist als ein Arbeitsbereich.
In den 90ern hast du die Haube aufgemacht und den Motor gesehen.
Heute siehst du Plastik.
Noch mehr Plastik, Kabel, Schläuche, undefinierbares…
Und irgendwo darunter einen Motor,
der offensichtlich gar nicht mehr möchte, dass man ihn kennt oder versteht.
Alles ist verklebt, vergossen, verschweißt.
Nicht, weil es dann länger hält,
sondern weil es niemand mehr öffnen soll.
Keine Schrauben, keine Kontakte, keine Angriffsfläche.
Reparatur ist nicht vorgesehen. Austausch ist der Plan.
Und selbst die gute alte Bleibatterie ist heute keine einfache Bleibatterie mehr.
Früher: Batterie rein, Pol fest, fertig.
Heute: Batterie anlernen.
Dem Auto mitteilen, dass es jetzt eine neue Batterie ist.
Am besten mit Diagnosegerät, Login-Code und ruhiger Hand.
Die Batterie kostet doppelt so viel –
und der Austausch gleich nochmal, weil ohne Anlernen Start-Stopp beleidigt ist.
Der legendäre Dieselmotor, früher gebaut für Laufleistungen, bei denen der Rest des Autos längst aufgegeben hat,
wurde so lange „optimiert“,
bis er nur noch mit Additiven, Filtern, Sensoren, Regenerationsfahrten und viel Geduld funktioniert.
Verbrauch kaum besser, Auto deutlich schwerer, Technik unendlich komplizierter.
Sauberer im Prüfstand –
aber im echten Leben ständig kurz davor, sich selbst abzuschalten, weil irgendein Wert 0,3 % daneben liegt.
Und wenn dann wirklich etwas kaputtgeht, wird’s richtig absurd.

Ein Sensor für ein paar Euro meldet einen Fehler.
Der Fehler legt ein Steuergerät lahm.
Das Steuergerät hängt an fünf weiteren Systemen.
Am Ende sagt die Werkstatt:
„Fährt zwar noch, aber lohnt sich eigentlich nicht mehr.“
Ein modernes Auto verliert heute seinen Wert schneller als man früher den Beifahrer seine Kippen aus der Fresse schlagen konnte.
Autos aus den 90ern waren da anders.
Da hatte man Rost endlich halbwegs im Griff.
Man hatte Technik, die man den Kunden klar verständlich erklären konnte, ohne ein Tablet in der Hand zu halten und nach den richtigen Worten zu ringen die er auch versteht. Versteht wofür er jetzt Unmengen von Geld in die Hand nehmen muss.
Damals stand in der Betriebsanleitung im Handschuhfach wie man das Ventilspiel einstellt, heute schreiben sie rein, dass man den Inhalt der Batterie nicht trinken sollte….. wenn es denn überhaupt noch eine Anleitung gibt zum anfassen und nicht als App auf dem Schmartfon.. hast du da noch Worte?
Zuverlässigkeit war ein Verkaufsargument.
Hersteller wollten Preise dafür gewinnen – nicht Abo-Modelle einführen.
Assistenzsysteme gab es bereits, aber sie waren Helfer, keine Aufpasser.
Automatisches Fernlicht? Abstandstempomat? Kurvenlicht? Selbst abblendende Rückspiegel?… alles super moderne Sachen ? Weit gefehlt. Das gab es alles schon in den 70ern. Z.b. vieles davon beim Lincoln Continental.
Nur ist man davon wieder nahezu abgewichen. Warum? Verursacht zu viele Kosten, schädigt den Ruf….. Autofahrer sind doch keine Idioten, die haben Hände und Verstand.
Heute ist das egal, was lange hält, bringt kein Geld.
Damals waren das Autos, die wollten lange leben.
Nicht alle vier Jahre ersetzt werden.
Nicht wegen eines kaputten Standlichts oder einer „nicht angelernten“ Batterie entsorgt werden.
Nicht abhängig von Softwareständen, Servern oder Freischaltungen.
Man ist eingestiegen, hat den Schlüssel gedreht, der Motor lief.
Und wenn mal etwas nicht lief,
hat man es repariert.
Mit Werkzeug, Verstand und Einfallsreichtum –
so, wie wir es gelernt haben.
Vielleicht bin ich alt.
Vielleicht bin ich unmodern.
Oder vielleicht mag ich einfach Autos,
bei denen man den Motor noch sehen kann,
und ein fünf Euro teures Birnchen nicht über den Fahrzeugwert entscheidet. "
"QUO VADIS, CARRUS ?"