Getriebeschaden- was nun?

Diskutiere Getriebeschaden- was nun? im R 1250 GS und R 1250 GS Adventure Forum im Bereich Motorrad Modelle; Hallo Freunde, ich weiß – ein Forum zu bedienen bedeutet Härte, Ausdauer und eine gewisse Toleranzbereitschaft … 😄 Ich war in der Vergangenheit...
schmidti

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Hallo Freunde,
ich weiß – ein Forum zu bedienen bedeutet Härte, Ausdauer und eine gewisse Toleranzbereitschaft … 😄

Ich war in der Vergangenheit eher der Leser als der Schreiber, da ich doch lieber fahre, als meine Erlebnisse schriftlich zu vermitteln. Außerdem gingen einige Antworten auf meine bisherigen Posts am eigentlichen Thema vorbei oder sprengten den Rahmen meiner Vorstellungskraft. 😉

Aber ich frage ja nur mal für einen Freund …
Persönlich betrachte ich die aktuelle Situation allerdings nicht gerade sehr hoffnungsvoll. Hätte ich doch nie gedacht, dass eine R1250 einmal in eine solche Situation kommen könnte.

Zum Motorrad
Es handelt sich um eine BMW R1250GS Adventure, Baujahr 2020, aktuell mit 104.000 km Laufleistung.
Alle Inspektionen und Wartungen wurden beim BMW-Vertragshändler durchgeführt. Bis zu dem Vorfall lief die Maschine völlig unauffällig – sprichwörtlich wie eine Biene.
Das Fahrprofil:
  • Autobahn meist ca. 130–140 km/h
  • Landstraße bis etwa 100 km/h
  • während der Fahrt häufig Nutzung des Quickshifters
  • Drehzahlbereich praktisch nie über 6.000 U/min, meistens zwischen 2.000 und 3.000 U/min
  • bei längeren Talfahrten wurde die Motorbremse genutzt, jedoch höchstens bis zum 3. Gang, niemals darunter
Der Vorfall
Die GS war gerade von einer Balkanreise auf dem Rückweg von Split Richtung Berlin.
Etwa 1–2 km vor einer Tankstelle nahe Budweis wurden auf einmal leichte Verschlucker bzw. Aussetzer vom Motor wahrgenommen – ungefähr so, wie man es von einem Moped kennt, wenn Wasser im Tank ist oder sich vielleicht ein „Popel“ vor die Zündkerze gesetzt hat.
Mit reduzierter Drehzahl wurde vorsichtig bis zur Tankstelle weitergefahren.
Ab der Tankstellenzufahrt wurde bei gezogener Kupplung gerollt und gleichzeitig versucht, herunterzuschalten. Dabei dann die Überraschung:
Die Schaltung blockierte. Es ließ sich kein Gang mehr wechseln.
Mit gezogener Kupplung wurde die Maschine noch bis zur Zapfsäule gerollt und dort abgestellt.
Dabei wurden Ölablagerungen an der Schwinge, an der Felge sowie unterhalb des Motorrads festgestellt. Einen größeren bzw. massiven Ölaustritt gab es allerdings nicht.
Dank einer AvD-Mitgliedschaft wurde die GS anschließend zu BMW Motorrad in Budweis transportiert.
Dort wurde grundsätzlich die Bereitschaft zur Reparatur erklärt. Zwischenzeitlich wurden uns Fotos der beschädigten Getriebeabdeckung zugesandt.
Nach einer ersten, vorsichtigen Einschätzung von BMW soll möglicherweise das komplette Getriebe getauscht werden – vorausgesetzt, bei der Demontage werden nicht noch weitere Schäden festgestellt.

Und jetzt wird es interessant …
Die Aussage der letzten Servicewerkstatt war sinngemäß:
„Lebensende erreicht. Aufgrund der gekapselten Lager im Getriebe besteht keine Chance auf eine Reparatur – nur Austausch.“
Eine weitere Einschätzung aus dieser Richtung ging sogar dahin, dass möglicherweise der komplette Motor getauscht werden müsste.

Und genau hier würde ich gerne einmal eure Erfahrungen und Meinungen hören.

Kann das bei einer R1250GS Adventure mit 104.000 km tatsächlich ein wirtschaftlicher Totalschaden bzw. das „Lebensende“ des Motorrads sein?

Vor allem interessieren mich folgende Punkte:
  1. Hat jemand von euch einen ähnlichen Schaden an einer R1250GS erlebt?
  2. Was könnte das beschriebene Fehlerbild – zunächst Verschlucken, anschließend blockierte Schaltung und Ölverlust – technisch verursacht haben?
  3. Ist ein Getriebeschaden bei dieser Laufleistung tatsächlich ein Fall für den kompletten Austausch oder gibt es spezialisierte Betriebe, die solche Getriebe fachgerecht zerlegen und instand setzen?
  4. Wie realistisch ist die Aussage, dass wegen der „gekapselten Lager“ keine Reparaturmöglichkeit besteht?
  5. Und vor allem: Würde sich bei 104.000 km eine Reparatur noch lohnen, oder ist ein Austauschmotor/Getriebe wirtschaftlich tatsächlich nicht mehr sinnvoll?
Vielleicht gibt es hier ja jemanden, der schon einmal vor einem ähnlichen Problem stand und berichten kann, was letztlich tatsächlich kaputt war und wie der Schaden behoben wurde.

Vielen Dank schon einmal für eure Erfahrungen – und bitte nicht vergessen:

Ich frage wirklich nur für einen Freund. 😎

Viele Grüße
 

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No-GS

No-GS

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Es gibt paar Fahrer hier mit 200.000 -500.00 km, das heißt aber nicht, das jede 1250 so lange hält.

Entweder selber machen (aufwändig, auch ein gebrauchtes Getriebe zu besorgen für wenig Geld) oder quick&dirty eine gebrauchter Ersatzmotor für wenig Geld, die kosten i.d.R. kein Vermögen.

Gut wärs, wenn das ein Deutscher Händler mit ein wenig Motorgarantie ist (sind ja meist Unfallfahrzeuge) sonst kauft man halt die Katze im Sack.

Der Umbau sollte mit ideal 2 Mann und ein wenig Werkzeug gut möglich sein, ein Hebezug und paar Wagenheber zum einfädeln und absenken wären auch prima.
 
Jonni

Jonni

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Da sich ab der LC Motor und Getriebe in einem Ölkreislauf befinden, würde ich Motor und Getriebe gemeinsam (evtl. durch ein Austausch- oder Gebrauchtteil) ersetzen.

CU
Jonni
 
schmidti

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Gut wärs, wenn das ein Deutscher Händler mit ein wenig Motorgarantie ist (sind ja meist Unfallfahrzeuge) sonst kauft man halt die Katze im Sack.
Dankeschön für die Hinweise.
Bei meinen Recherchen fiel mir eins auf: kein Händler übernimmt irgendeine Garantie auf ein gebrauchtes Bauteil, das er ausbaut, damit ein Dritter es einbaut. Würde ich auch nicht tun.. Da habe ich dich wahrscheinlich falsch verstanden?

@Jonni:
Der Hinweis kam von BMW auch- mit der Nachfrage: Was für gebrauchte Komplettmotoren sind das, die ohne zugehöriges Bike angeboten werden. Kenne keinen, der sein gebrauchtes gut funktionierendes Bike ausschlachtet um es zu verkaufen.. bei der hohen Nachfrage zur 1250er. Demnach bleiben Teile von Unfallmaschinen oder von geklauten Bikes zur inneren Auswahl??
 
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kuhtreiber1967

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Zu no gs, mit einer 2020 erworbenen 1250er GS bei der nach 104Tsd Km das Getriebe die Grätsche macht, wurde damit bereit die Katze im Sack gekauft. Also was soll`s, ist ein gebrauchtes Getriebe weitgehend überprüft (Kann ja vor dem Kauf selbst gemacht werden) :untersuch: und lässt sich schalten, würde ich es in dem Fall auch kaufen und verwenden :nicken:. Alles andere würde den finanziellen Rahmen wohl sprengen :eekek:. Wer weiß, was für eine Überraschung die Katze noch mit im Sack hat 🤷‍♂️? Ich glaube es gibt da Qualitäts- Kontrollen nach DIN- ISO... wohl nur auf dem Papier. :Tofunny:
 
schmidti

schmidti

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2020er GSA exclusive
Hallo liebe Gemeinde,

sorry, dass ich mich nicht früher wieder gemeldet habe. 😉

Der Eigner hat sich inzwischen dazu entschieden, das Getriebe vor Ort beim BMW-Service reparieren zu lassen.

Wir reden und schreiben hier schließlich von BMW-Premiumklasse!

Nach Rücksprache mit diversen deutschen BMW-Vertragswerkstätten (alle BMW-serviceberechtigt) wurde eingeräumt, dass man dort durchaus schon den einen oder anderen Getriebewechsel durchgeführt hat. Das hier scheint also keineswegs ein bedauerlicher Einzelfall zu sein. Schade eigentlich …
Alle waren sich einig, dass vom Einbau eines gebrauchten Getriebes dringend abgeraten wird. Warum? Weil BMW die entsprechenden Getriebebauteile offenbar nur als komplette Sätze liefert.

Wer also ohnehin den Motor zerlegen muss, um an das Getriebe zu gelangen, spart im Zweifel rund 1.000 Euro und verbaut dafür Gebrauchtteile, bei denen einzelne Komponenten nicht ohne Weiteres ersetzt werden können.

Das klingt für mich nach einer ausgesprochen nachhaltigen und wirtschaftlichen Denkweise … 😉

Die Werkstatt hat die defekten Bauteile gefilmt, die vorgesehenen Arbeiten dokumentiert und das Material über die Plattform eu.citnow.com zur Verfügung gestellt. Nach Abschluss der Reparatur wurden auch die ausgeführten Arbeiten entsprechend dokumentiert.

Transparenz und Qualitätsmanagement – BMW ist halt Premiumklasse! 😎

@kuhtreiber1967:
Vielleicht habe ich deinen Beitrag ja falsch verstanden. Aber die GS wurde seit Kilometerstand 20 von ein und derselben Person als Saisonfahrzeug gefahren. Sämtliche Wartungen erfolgten beim BMW-Service im vorgeschriebenen 10.000-km-Rhythmus; auch Rückrufaktionen und Kontrollen wurden dokumentiert.

Was genau soll hier also die sprichwörtliche „Katze im Sack“ sein? Die Laufleistung von 104.000 km ist schließlich kein Geheimnis, sondern am Tachometer abzulesen.
Wenn man bei einer derart nachvollziehbaren Historie trotzdem von einer Katze im Sack spricht, müsste man konsequenterweise wohl bei jedem Gebrauchtmotorrad grundsätzlich davon ausgehen, dass man nicht weiß, was man bekommt.

Oder sehe ich das falsch? 😉
 
SQ18

SQ18

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Die Werkstatt hat die defekten Bauteile gefilmt, die vorgesehenen Arbeiten dokumentiert und das Material über die Plattform eu.citnow.com zur Verfügung gestellt. Nach Abschluss der Reparatur wurden auch die ausgeführten Arbeiten entsprechend dokumentiert.
Und was war nun defekt?
Was wurde wie repariert?
Was hat der Spaß gekostet evt. Kulanzregelung?
 
K

kuhtreiber1967

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Ich finde es nun mal fragwürdig wie unterschiedlich die Laufleistengen der 1250er sind bis es zu einem schwerwiegenden Defekt kommt oder es auch gar nicht zu einem Defekt gekommen ist :fragezeichen:. Es gibt ein Qualitäts- Management, welches alle Materialien, Produktionsabläufe ect. überwacht. Wie ist es möglich, dass von einem Motorrad / Fahrzeug so unterschiedliche Km Angaben dabei von ihren Besitzern angegeben werden 🤷‍♂️ ? Der eine redet von 200Tsd, ja sogar wird von 500Tsd Km ohne schwerwiegende Defekten gesprochen und bei anderen von wesentlich geringeren Laufleistung mit mehreren kleinen bis großen Defekten und wie hier beschrieben von 104 Tsd. Km bis zu einem schwerwiegenden Getriebeschaden :regeln:. Da haben wohl welche die Katze im Sack bei einem Neu- Motorrad gekauft und andere nicht :vogel:. Gewartet wurden sie alle bei BMW. Wie ist ein solcher Unterschied bei einem Premium- Hersteller mit modernsten Produktions- Maschinen und Abläufen usw. möglich ? Fällt das unter Serien- Streuung :piep-piep:oder ist das alles Fake :aetsch: ? Ist halt merkwürdig 🤷‍♂️:nicken:!
 
GS-Matze

GS-Matze

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Was wird denn am Getriebe gewartet…?? Außer Ölwechsel genau nix.

Liegt‘s am Fahrer? Fertigungs- oder Montagefehler, die sich irgendwann auswirken? Toleranzen?
Das QM garantiert einem nicht, dass das Getriebe ewig hält. Wobei alles unter 100.000km schon sehr ungewöhnlich sein dürfte 🤷🏻‍♂️🤷🏻‍♂️
 
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kuhtreiber1967

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Du sagst es ! Wenn du nach technischen Schwachstellen bei der 1250er und auch bei der 1300er gefragt werden würdest, mit was würdest du und andere Antworten ? Nach allem was ich hier im Forum über diese Motorräder gelesen habe, wüsste ich es nicht spezifisch, denn es streut in alle Richtungen und so etwas war mir bisher fremd. 🤷‍♂️ Denn ich fahr halt nur relativ altes und bewährtes ohne Schnickschnack. :lalala:
 
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hydrantenfritz

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Kein interesse
Du sagst es ! Wenn du nach technischen Schwachstellen bei der 1250er und auch bei der 1300er gefragt werden würdest, mit was würdest du und andere Antworten ? Nach allem was ich hier im Forum über diese Motorräder gelesen habe, wüsste ich es nicht spezifisch, denn es streut in alle Richtungen und so etwas war mir bisher fremd. 🤷‍♂️ Denn ich fahr halt nur relativ altes und bewährtes ohne Schnickschnack. :lalala:
Jaa..dadurch sind auch sehr viel mehr Informationen vorhanden.

Dadurch sind auch viel mehr Gangspringer usw. im Gespräch....

Von all den zuverlässig laufenden ollen Kisten, liest man wenig....(wie Meine!!)
Nicht zuletzt trägt auch ein "pflegliches" Behandeln dazu bei!!!

Ich.....und nur ich..geniesse es, mich nicht mit der völlig überrrissenen Eektronik auseinander setzen zu müssen.

Erste Kupplung, keine Gangspringer, alter Gaszug, keine defekten Zyl.Köpfe, erster Hallgeber, keine kaputten Kettenspanner, keine def. HAG, keine def. Kardanwelle, keine übermässigen Geräusche, usw.
Verbrauch: Benzin 4.7-5 ltr. Benzin.....max. 1 dl. Oel/1000km. Der Kerl ist Kerngesund.

Lediglich Oehlins Fahrwerk, 1200 ESD, Borbro Sitzbank, LED H4, Spiegler Bremsleitungen und einen pfleglichen Umgang mit meiner 1100GS 94 zu praktizieren. Dazu gehört natürlich auch die Service-Arbeit!

Das wird verdankt mit einer beispiellosen Zuverlässigkeit seit 32 Jahren.

Jawollll.....das war meine Liebeserklärung an meinen "Quasimodo"

IMG_0246.JPG
 

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kuhtreiber1967

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Hi hydrantenfritz, deine 32 jährige Kuh sieht ja aus wie geleckt und ich kann rein optisch keine Ähnlichkeit zu Quasimodo feststellen. Selbst das Knallrot steht ihr :zunge2:. Die 32 jährige Honda meines Sohnes steht jetzt auch hier zum Einwintern die hab ich gestern noch mal ca. 100Km gefahren um den Tank leer zu bekommen, auch absolut unauffällig gut, nach 128 Tsd. Km und es macht mit einem kernigen V2 Sound einen Heiden- Spaß, die hoch zu drehen :rocker:. Jetzt kommt der 31 Jahre alte 11er fliegende Luxus- Ziegel LT mit seinen 198 Tsd Km, mehr zum Einsatz. Motorräder können so einfach sein und trotzdem Spaß machen 🥰 :smilie_tanz:. Wer dies als Besitzer eines neuen Bikes liest, denkt sich bestimmt : Die alten Knacker :opa: mit ihren lahmen Gurken sind ja voll wie die Neandertaler ! Mir doch egal. :wait:
 
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hydrantenfritz

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Kein interesse
Letzter Satz...glaub ich nicht...

Denke eher...." Ich möchte auchmal so ein Verhältniss zu meinem Motorrad haben"!

ppsstt zu Quasimodo:

Quasimodo__s_Rose_by_13TheWicked13.jpg


Nicht der schönste.....aber der liebenswerteste....
 
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