schmidti
Themenstarter
- Dabei seit
- 13.11.2018
- Beiträge
- 84
- Modell
- 2020er GSA exclusive
Hallo Freunde,
ich weiß – ein Forum zu bedienen bedeutet Härte, Ausdauer und eine gewisse Toleranzbereitschaft …
Ich war in der Vergangenheit eher der Leser als der Schreiber, da ich doch lieber fahre, als meine Erlebnisse schriftlich zu vermitteln. Außerdem gingen einige Antworten auf meine bisherigen Posts am eigentlichen Thema vorbei oder sprengten den Rahmen meiner Vorstellungskraft.
Aber ich frage ja nur mal für einen Freund …
Persönlich betrachte ich die aktuelle Situation allerdings nicht gerade sehr hoffnungsvoll. Hätte ich doch nie gedacht, dass eine R1250 einmal in eine solche Situation kommen könnte.
Zum Motorrad
Es handelt sich um eine BMW R1250GS Adventure, Baujahr 2020, aktuell mit 104.000 km Laufleistung.
Alle Inspektionen und Wartungen wurden beim BMW-Vertragshändler durchgeführt. Bis zu dem Vorfall lief die Maschine völlig unauffällig – sprichwörtlich wie eine Biene.
Das Fahrprofil:
Die GS war gerade von einer Balkanreise auf dem Rückweg von Split Richtung Berlin.
Etwa 1–2 km vor einer Tankstelle nahe Budweis wurden auf einmal leichte Verschlucker bzw. Aussetzer vom Motor wahrgenommen – ungefähr so, wie man es von einem Moped kennt, wenn Wasser im Tank ist oder sich vielleicht ein „Popel“ vor die Zündkerze gesetzt hat.
Mit reduzierter Drehzahl wurde vorsichtig bis zur Tankstelle weitergefahren.
Ab der Tankstellenzufahrt wurde bei gezogener Kupplung gerollt und gleichzeitig versucht, herunterzuschalten. Dabei dann die Überraschung:
Die Schaltung blockierte. Es ließ sich kein Gang mehr wechseln.
Mit gezogener Kupplung wurde die Maschine noch bis zur Zapfsäule gerollt und dort abgestellt.
Dabei wurden Ölablagerungen an der Schwinge, an der Felge sowie unterhalb des Motorrads festgestellt. Einen größeren bzw. massiven Ölaustritt gab es allerdings nicht.
Dank einer AvD-Mitgliedschaft wurde die GS anschließend zu BMW Motorrad in Budweis transportiert.
Dort wurde grundsätzlich die Bereitschaft zur Reparatur erklärt. Zwischenzeitlich wurden uns Fotos der beschädigten Getriebeabdeckung zugesandt.
Nach einer ersten, vorsichtigen Einschätzung von BMW soll möglicherweise das komplette Getriebe getauscht werden – vorausgesetzt, bei der Demontage werden nicht noch weitere Schäden festgestellt.
Und jetzt wird es interessant …
Die Aussage der letzten Servicewerkstatt war sinngemäß:
„Lebensende erreicht. Aufgrund der gekapselten Lager im Getriebe besteht keine Chance auf eine Reparatur – nur Austausch.“
Eine weitere Einschätzung aus dieser Richtung ging sogar dahin, dass möglicherweise der komplette Motor getauscht werden müsste.
Und genau hier würde ich gerne einmal eure Erfahrungen und Meinungen hören.
Kann das bei einer R1250GS Adventure mit 104.000 km tatsächlich ein wirtschaftlicher Totalschaden bzw. das „Lebensende“ des Motorrads sein?
Vor allem interessieren mich folgende Punkte:
Vielen Dank schon einmal für eure Erfahrungen – und bitte nicht vergessen:
Ich frage wirklich nur für einen Freund.
Viele Grüße
ich weiß – ein Forum zu bedienen bedeutet Härte, Ausdauer und eine gewisse Toleranzbereitschaft …
Ich war in der Vergangenheit eher der Leser als der Schreiber, da ich doch lieber fahre, als meine Erlebnisse schriftlich zu vermitteln. Außerdem gingen einige Antworten auf meine bisherigen Posts am eigentlichen Thema vorbei oder sprengten den Rahmen meiner Vorstellungskraft.
Aber ich frage ja nur mal für einen Freund …
Persönlich betrachte ich die aktuelle Situation allerdings nicht gerade sehr hoffnungsvoll. Hätte ich doch nie gedacht, dass eine R1250 einmal in eine solche Situation kommen könnte.
Zum Motorrad
Es handelt sich um eine BMW R1250GS Adventure, Baujahr 2020, aktuell mit 104.000 km Laufleistung.
Alle Inspektionen und Wartungen wurden beim BMW-Vertragshändler durchgeführt. Bis zu dem Vorfall lief die Maschine völlig unauffällig – sprichwörtlich wie eine Biene.
Das Fahrprofil:
- Autobahn meist ca. 130–140 km/h
- Landstraße bis etwa 100 km/h
- während der Fahrt häufig Nutzung des Quickshifters
- Drehzahlbereich praktisch nie über 6.000 U/min, meistens zwischen 2.000 und 3.000 U/min
- bei längeren Talfahrten wurde die Motorbremse genutzt, jedoch höchstens bis zum 3. Gang, niemals darunter
Die GS war gerade von einer Balkanreise auf dem Rückweg von Split Richtung Berlin.
Etwa 1–2 km vor einer Tankstelle nahe Budweis wurden auf einmal leichte Verschlucker bzw. Aussetzer vom Motor wahrgenommen – ungefähr so, wie man es von einem Moped kennt, wenn Wasser im Tank ist oder sich vielleicht ein „Popel“ vor die Zündkerze gesetzt hat.
Mit reduzierter Drehzahl wurde vorsichtig bis zur Tankstelle weitergefahren.
Ab der Tankstellenzufahrt wurde bei gezogener Kupplung gerollt und gleichzeitig versucht, herunterzuschalten. Dabei dann die Überraschung:
Die Schaltung blockierte. Es ließ sich kein Gang mehr wechseln.
Mit gezogener Kupplung wurde die Maschine noch bis zur Zapfsäule gerollt und dort abgestellt.
Dabei wurden Ölablagerungen an der Schwinge, an der Felge sowie unterhalb des Motorrads festgestellt. Einen größeren bzw. massiven Ölaustritt gab es allerdings nicht.
Dank einer AvD-Mitgliedschaft wurde die GS anschließend zu BMW Motorrad in Budweis transportiert.
Dort wurde grundsätzlich die Bereitschaft zur Reparatur erklärt. Zwischenzeitlich wurden uns Fotos der beschädigten Getriebeabdeckung zugesandt.
Nach einer ersten, vorsichtigen Einschätzung von BMW soll möglicherweise das komplette Getriebe getauscht werden – vorausgesetzt, bei der Demontage werden nicht noch weitere Schäden festgestellt.
Und jetzt wird es interessant …
Die Aussage der letzten Servicewerkstatt war sinngemäß:
„Lebensende erreicht. Aufgrund der gekapselten Lager im Getriebe besteht keine Chance auf eine Reparatur – nur Austausch.“
Eine weitere Einschätzung aus dieser Richtung ging sogar dahin, dass möglicherweise der komplette Motor getauscht werden müsste.
Und genau hier würde ich gerne einmal eure Erfahrungen und Meinungen hören.
Kann das bei einer R1250GS Adventure mit 104.000 km tatsächlich ein wirtschaftlicher Totalschaden bzw. das „Lebensende“ des Motorrads sein?
Vor allem interessieren mich folgende Punkte:
- Hat jemand von euch einen ähnlichen Schaden an einer R1250GS erlebt?
- Was könnte das beschriebene Fehlerbild – zunächst Verschlucken, anschließend blockierte Schaltung und Ölverlust – technisch verursacht haben?
- Ist ein Getriebeschaden bei dieser Laufleistung tatsächlich ein Fall für den kompletten Austausch oder gibt es spezialisierte Betriebe, die solche Getriebe fachgerecht zerlegen und instand setzen?
- Wie realistisch ist die Aussage, dass wegen der „gekapselten Lager“ keine Reparaturmöglichkeit besteht?
- Und vor allem: Würde sich bei 104.000 km eine Reparatur noch lohnen, oder ist ein Austauschmotor/Getriebe wirtschaftlich tatsächlich nicht mehr sinnvoll?
Vielen Dank schon einmal für eure Erfahrungen – und bitte nicht vergessen:
Ich frage wirklich nur für einen Freund.
Viele Grüße
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