Lager Winkelgetriebe Aufrüst-Satz

Diskutiere Lager Winkelgetriebe Aufrüst-Satz im R 850 GS und R 1100 GS Forum im Bereich Motorrad Modelle; Servus, erstmal wünsche ich allen ein gutes neues Jahr! Hat jemand Erfahrung mit dem "Schwingenlager Aufrüst-Satz Bevelbox to swingarm Bearing...
Schwaben-Q

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elfer-schwob

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Hallihallo,

nein, keine praktischen Erfahrungen mit den (ziemlich teuren!) Umbaulagern.
Kann´s aber - bis zum Beweis des Gegenteils -nicht glauben, daß diese Gleitlager länger halten sollen als die Serien-Rollenlager.
Letztere, neu eingebaut, präzise eingestellt und nicht zu stark angeknallt, halten bei mir inzw. mindestens 50 - 80 TKM. Und bei 100 TKM verrecken die großen Lager der HAGs...
Die Problematik des mimimalen Drehwinkels bei Rollenlagern ist klar.

In den 80ern wurden gerne die bei den Japsen serienmäßigen Kunststoff!-Lager der Hinterradschwingen gegen Bronzebuchsen gewechselt. Am Besten noch mit Schmiernippel. Gebracht hat´s fast nix und das reingepresste Fett wurde immer genau dort rausgedrückt, wo am meisten Platz bzw. Spiel war. Und dort, wo´s gebraucht würde, bliebs trocken. Oval waren die dann wieder ruckzuck...

Grüße aus dem Murrtäle!
 
Morg

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Auch wenn ich ne 1150 habe - da ich die Lager sowieso wechseln muss, probiere ich jetzt mal diese aus. Da Till die jetzt importiert, spart man noch etwas gegenüber den US-Preisen. Und mit Lagern und Lagerzapfen bin ich bei ähnlichen Preisen wie für die originalen Lager, wenn ich mich nicht ganz täusche.

Wahrscheinlich kommen die Anfang der Woche rein, und dann schaun wir mal. Wenn sie wirklich nach 30-50 tkm wieder rausmüssen, dann war das "Vergnügen" auch nicht teurer als ne schöne Tagestour mit Mittag, und ich hab wieder was gelernt übers Mopped :)
 
Schwaben-Q

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🤔 Ich werde bei den Nadellagern bleiben, da hier mal zumindestens die Lebensdauer bekannt ist ... so mein denken.
Vielen Dank für eure Antworten.
 
Morg

Morg

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Ich wollte es einfach mal ausprobieren. Ich bin nicht fest überzeugt, dass die Gleitlager besser sind, mir sind Vor- und Nachteile beider Systeme bewusst.

Aber wer nicht wagt... und wenn es nicht taugt, ist das auch ne Erfahrung fürs Forum ;)
 
wernerju

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Ich wollte es einfach mal ausprobieren. Ich bin nicht fest überzeugt, dass die Gleitlager besser sind, mir sind Vor- und Nachteile beider Systeme bewusst.

Aber wer nicht wagt... und wenn es nicht taugt, ist das auch ne Erfahrung fürs Forum ;)
Allein schon, zu erfahren dass es die ein oder andere Alternative gibt. Das Forum ist auch ein super informativer Newsletter für die inzwischen vintage 1100er.
Deshalb:
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und an den Leser denken.
Grüße Jürgen
 
gerd_

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Hi
Gleitlager haben höhere Tragzahlen und erscheinen erst mal "besser". In der Herstellung sind sie deutlich billiger als ein Wälzlager.
Nachteile haben sie natürlich auch: Sie haben ein höheres Losbrechmoment, sprich es ist mehr Kraft notwendig damit sich das Ding bewegt.
Das generelle Problem an dieser Stelle ist, dass das Lager nicht rotiert sondern nur etwas hin und herzuckt. Die Nadeln rollen also nicht "kontinuierlich" auf einem Untergrund sondern immer nur "1"mm hin und her.
Wie das Ergebnis aussieht ist hier zu sehen
4V1 Schwingenlager einstellen

Ein Gleitlager kann mangels Drehung keinen hydrodynamischen Schmierfilm aufbauen und es kratzt immer Metall auf Metall. Das dazwischenliegende Fett wird zum grössten Teil verdrängt. Anschaulich:
Die Innenschale ist kleiner als die Aussenschale (muss so sein sonst würde sich nichts drehen, ausserdem soll Fett dazwischen). Sie liegt genau an einer Linie auf (steckt man Rundmaterial in ein Rohr so liegt es nur unten auf, egal wie eng der Spalt ist). Schwenkt man die Innenschale nur gering hin und her, so wird sie sich auf Dauer in die Aussenschale "eingraben" und so die Auflage vergrössern. Dabei vergrössert sich das Losbrechmoment. Schmierung findet -wie erwähnt- nur eingeschränkt statt. Die Hydrodynamik fehlt und eingedrücktes Fett wird verdrängt.
Die Schmiernippel sind gut gemeint, nützen aber wenig.
Letztlich sieht das Ergebnis ähnlich aus wie beim Wälzlager. Nur sind es keine Rattermarken sondern es wird wohl ein "vereiertes" Oval werden.

Günstig wäre ein durchgehendes Gleitlager. Blöd nur, dass die Kardanwelle im Weg ist ;-)
gerd
 
Morg

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So, nun ein etwas länglicherer Beitrag zum Thema "Lager-Aufrüstsatz HAG"...

Ich habe mich ja entschlossen, das einfach mal zu probieren. Der Nachrüstsatz aus USA (vertrieben von Tills) kostet etwa das gleiche wie ein kompletter Lagersatz, es ist ein Verschleißteil, und ich hatte Lust drauf, das auszuprobieren.

Wenn bei der nächsten Kontrolle herauskommt, dass es nix ist, ist das auch eine Erfahrung. Aber der Reihe nach...

BigJay war so freundlich, mich zu unterstützen - mit Erfahrung, Tatkraft und Hitzetoleranz ;) vielen Dank dafür!


Das ist der Satz: Schmiernippel, Verschlussschraube für Schmieröffnung, Lagerschale, Lagerbolzen, Kontermutter, Lagerschale, Lagerbolzen, nochmal Schmiernippel und co.
Die Bolzen sind aus massivem Stahl und gewichtsmäßig deutlich von den originalen Alu-Bolzen zu unterscheiden. Die Fertigsqualität sieht sehr gut aus, die Lager lassen sich schön einsetzen, drehen und mit saugendem Geräusch wieder trennen.

01_satz_lager.jpeg


Etwas mehr Details:

02_lager_detail.jpeg



Nach dem Ausbau der alten Lagerbolzen wurde der Kardan "markiert", um später die korrekte Einbaulage wiederzufinden. Nachdem das HAG raus war, haben wir die vorläufige Markierung mit Kupferpaste mit Hilfe eines Körners etwas dauerhafter angebracht ;)
03_kardan_markieren.jpeg

(sorry für das unscharfe Bild, aber dem Telefon auch noch beizubringen, nur in dem schmalen Spalt zu fokussieren, war in dem Moment nicht wichtig genug :) )


Kontrollblick auf die HAG-Eingangswelle. Die leichten Siffspuren waren Reste von grünem Getriebeöl. Wie wir uns dank nicht wieder eingebautem ABS-Sensor überzeugen konnten, war mein derzeit verwendetes Öl immer noch so deutlich blau, dass wir feststellen konnten, dass davon nichts im Kardan war. (ursprüngliches grünes Öl: 32500 km; blaues Öl: 34000 km - die Mischung hätte anders aussehen müssen). Nach Säubern habe ich entschieden, dass ich bei der nächsten Kontrolle (Öffnung Kardan) wieder kontrolliere, spätestens bei 100.000 km.
04_hag_eingang.jpeg



Der Kontrollblick in den Kardantunnel: alles schön trocken. (und nach Reinigung auch wieder sauber - die Schmierspuren dürften das Fett aus den Nadellagern sein, das beim Erhitzen der Bolzen die Flucht nach vorne unten angetreten hat...
05_kardan_trocken.jpeg



Nach dem Entfernen der alten Lagerschalen wurden die neuen Lagerschalen eingepresst. Auf der Außenseite steht die Schale ca. 1/10 mm über. Da sie aber satt im Lager sitzt, akzeptiere ich das so. Möglicherweise ist hier etwas großzügig gefertigt worden? Das passt nicht ganz so zum sonst sehr guten Bild der Lager, aber an der Stelle stört es auch nicht.
06_lagerschale_drin.jpeg



Zuerst die eine Seite festschrauben...

(ich habe gemäß Anweisung auf hochfeste Schraubensicherung verzichtet, weil das Erhitzen beim Ausbau einem mit Fett gefüllten Lager möglicherweise nicht so gut bekomme. Den Tropfen mittlere Schraubensicherung habe ich mir allerdings nicht ausreden lassen...)
07_festbolzen_drin.jpeg



...dann die andere Seite:

(nach Anleitung eindrehen, bis es aufliegt, dann eine Vierteldrehung zurück und kontern.)
08_losbolzen_drin.jpeg



Dann kommt der große Moment: Schmiernippel einschrauben...
09_schmiernippel.jpeg



und mit kräftigem (!) Druck befüllen. Das geht recht schwer, weil das Fett bei den Temperaturen sowieso nicht mag, und weil es im Lager durch die schmalen Stellen durch muss (siehe ganz oben).
10_schmieren.jpeg



Der Rest der heutigen Aktion war, den Rest zusammenzubauen, dabei alles nochmal säubern und die Maschine wieder fahrtauglich machen.

Den wahrscheinlich heiß erwarteten Fahrbericht kann ich erst später anbieten, wobei ich noch nicht genau weiß, ob man beim Fahren überhaupt einen Unterschied merkt. (also, ob ich einen merke...)

Interessant dürfte die Sichtkontrolle des Lagers werden. Ich muss mal schauen, ob ich das in 20.000 km noch mal aufmache (also ca. zur 80.000er Inspektion) oder erst zur 100.000er, vorausgesetzt, dass vorher kein Spiel feststellbar ist.


Und nochmal ein dickes Danke! an BigJay, der sehr unkompliziert und mit guten fachlichen Tipps einfach mal so unterstützt hat :Super: (und dabei auch noch ein netter Zeitgenosse ist ;) )
 
elfer-schwob

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Hallo Morg,

herzlichen Dank für Deinen prima Einbaubericht!
Ich hab darüber schon mal was aus dem englischsprachigen Raum gelesen, leider gab´s da wohl keine Fortsetzung mit Langzeiterfahrungen. Und das ist ja wohl der Knackpunkt.
Drum bin ich gespannt, wie sich das Gleitlager bei Dir in der Praxis bewährt.

Kurz noch was zum Einbau. Du schreibst zum Einstellen der Loslagerseite:
"(nach Anleitung eindrehen, bis es aufliegt, dann eine Vierteldrehung zurück und kontern.) "
Ich hab jetzt die Gewindesteigung der Bolzen nicht exakt im Kopf, aber sowas mit MX x 1,0 oder MX x 1,25 ist es wohl. Mit Lösen des (festen) Bolzens um 1/4 Umdrehung braucht das System also schon ca. 0,25 mm Axialspiel.
Ich geh mal davon aus, daß dieser Raum zunächst vom frisch eingepreßten, kalten Fett aufgefüllt und direkt nach dem Einbau auch nicht fühlbar sein wird. Spätestens nach den ersten Einfahrkilometern dürfte sich das aber ändern.

Interessant daher für die kommenden Rütteltests zum Aufspüren von Lagerspiel nicht nur das diagonale Spiel am Hinterrad bei 03.00 und 09.00 h, sondern auch das dort parallel zur Moped-Längsachse fühlbare Spiel.

Noch am Rande: Das Markieren der Stellung von Kardanwelle zum Kreuzgelenk vor dem Auseinanderziehen der beiden Komponenten macht Sinn, vorausgesetzt, die Montage war davor 100pro genau. Was leider nicht immer stimmt und drum verlasse ich mich darauf auch nimmer.
Die Stellung der K-Welle läßt sich beim Reinleuchten mit einer Lampe in den K-Tunnel am vorderen Kreuzgelenk (gerade so) erkennen. Drum besser das vordere Gelenk vertikal oder horizontal stellen und das hintere darauf passend einrichten.

Ich freue mich auf Deine zukünftigen Wasserstandsberichte!

Grüße aus dem Schwabenländle,
Rainer
 
Morg

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Ich hoffe, dass Kardantunnel und Manschette mir keine Wasserstands-, sondern höchstens Fettstandsbericht abringen ;)

Ja, die Steigung ist 1,25, damit wären es knapp 0,3 mm Spiel. Hat uns auch etwas gewundert, aber ich denke, dass trotz der beiden Kanäle auf der Unterseite der Bolzen da ein bisschen Reservoir gebildet wird. Ob das hält oder ob beim Öffnen Butter aus der Manschette läuft, werde ich berichten ;)

Mit Spiel parallel meinst du nicht das Kippspiel, sondern "Schiebespiel" seitlich, also die Verschiebung hin und her auf den Bolzen, richtig?

Ja, auch wenn ich vermute, dass aufgrund des Gewichtes ein gefühlvolles "Messen" schwierig wird, steht das auf dem Kontrollplan.

Die regelmäßigen Prüf- bzw. Nachfettintervalle sind nicht ganz eindeutig; im englischen Text steht was von 6.000 Meilen und "bei den kleinen und großen Inspektionen", was ja mit unsere 10.000 km hinkommt. Ich meine mich aber zu erinnern, dass ich irgendwo was von 5.000 km gelesen hätte, die werde ich wohl eher avisieren. Und auch eine "Einfahrkontrolle" nach 500 km habe ich mir aufgeschrieben.

Es bleibt spannend ;)

Achso, danke für den Hinweis bezüglich der Kardanstellung. So wie das da alles aussah, war das noch nie auf, insofern hoffe ich aus tiefstem Herzen auf "Werkmontagezustand" in korrekter Lage. Werde das aber beim nächsten Öffnen des Kardans nochmal verzusen zu verifizieren.

Was wir auch festgestellt haben:
das hintere Kreuzgelenk (das kurze am HAG) hat auf der einen Achse eine fühlbare "Raststelle". Es ist noch stramm und spielfrei, aber das wird dann wahrscheinlich zusammen mit dem HAG-Lager mal gemacht. Je nach Fahrleistung im kommenden Winter oder ggf. danach.
 
BigJay

BigJay

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Moin!
Danke für die :blumen:, Sebastian!

Ich fand es sehr spannend, den Lagersatz zusammen mit Dir
zu montieren.

Die grundsätzlichen "Schwachstellen" dieser m.E. schon in der Serie
unterdimensionierten Lagerung ist ja hinlänglich bekannt und
technisch leicht nachvollziehbar. Warum also nicht was Neues
ausprobieren?!

Die Qualität des Bausatzes fanden wir gut. Das hat keiner mal so
eben auf der heimischen Drehbank gebastelt: Die Passung Lager-
sitz / Bolzen war im Bereich von wenigen 1/100mm Luft. Es ist so
gut wie kein Kippspiel fühlbar, alles hat absolut sauber gepasst.

Zum Kippspiel Rad ggü. Schwinge: Da gibt es systembedingt eher
ein gewisses "Schiebespiel", was von den ~0,3mm Axialluft herrührt,
die der Hersteller vorgibt. An meiner Dicken hätte ich das rein gefühlsmäßig halbiert. Ich denke, dass die Lebensdauer im Wesent-
lichen (auch) von den Schmierintervallen und dem verwendeten
Fett abhängt. Wir haben mein Lieblingsfett (für solche Anwendun-
gen) LM 47 genommen, das einen hohen Graphit- und MOS2-Anteil
hat und dadurch gewisse Notlaufeigenschaften aufweist.

Die Schmierintervalle (waren es 6000 mls?) würde ich verringern.
Das geht aber fix: Verschlussschrauben raus, Schmiernippeladapter
rein, 2...3 Hübe mit der Fettpresse, Verschlussschrauben rein, fertig.

Für die Nachmacher: Fetten per Stoß-Fettpresse wird aufgrund der
engen Spalte nicht funktionieren. Da braucht es schon eine ordent-
lich dimensionierte Handhebel-Fettpresse...
 
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WolfKoeln

WolfKoeln

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Hallo ihr2, habe mir gerade den Satz bei Tills bestellt weil mein Hinterrad ein wenig Spiel hat und der HAG schon 175000 KM runter hat. Gibt's beim Tausch irgendwas besonderes zu beachten?
Gehen die alten Lager einigermaßen gut raus? Wie habt ihr die Innengewinde sauber gekriegt?

Bin für jeden Tipp dankbar

Grüße aus Köln

Wolfgang
 
Morg

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Der Tausch läuft im Prinzip so, wie mit den normalen Lagern auch. Halt dich an die Anleitung (nicht vorher mit Fett füllen, Spieleinstellung). Ich habe die Lagerschalen nicht mal in der Frierung gehabt, sie ließen sich trotzdem mit einem Stück Holz als Unterlage gut einklopfen.

Wenn du weißt, wie man ein Lager wechselt, dann wirst du das hinbekommen.

Achte darauf, die Kardanwelle in der richtigen Position wieder einzubauen, und prüfe die Leichtgängigkeit der Hülse an der unteren Verschraubung des Federbeins. Auch die alten Lagerbolzen vor gut aufzuheizen, soll vor größeren Schäden bewahren. Das Metall vom Kardangehäuse und vom Bolzen darf gern > 100° C warm sein (jedenfalls in der unmittelbaren Umgebung des Gewindes).

Für die Innengewinde nimmst du eine Gewindefeile.

Bestimmt fällt den alten Hasen hier noch mehr ein ;)
 
BigJay

BigJay

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Nabend Wolfgang,

es geht so, wie Morg es beschrieben hat. Die Lagersitze
vor dem Einbau noch gut erwärmen, dann flutschen sie
anstandslos bis zum Anschlag rein. Zum Eintreiben ein
Stück Hartholz oder eine auf den Stahleinsatz passende
Nuss nehmen. Obacht: Nicht den Messingring verkniedeln.
Dann passt u.U. der Bolzen nicht mehr.

Reste vom Kleber entfernt man idealerweise, wenn der
Bereich noch heiß ist. Gewindefeile oder Gewindelehre
oder auch ne schnöde Messingdrahtbürste entfernen
die Kleberreste zuverlässig. Die Bolzen sollten sich nachher
leicht mit den Fingern eindrehen lassen.

Viel Erfolg und frohes Schrauben!

ps Hätte ich von dieser Lösung vor dem Tausch meiner
Lager gegen originale Ware gehört, hätte ich auch den
Versuch gewagt.

Aber so sind es schonmal zwei GS-Treiber, von denen
die anderen Erfahrungen sammeln können...
 
WolfKoeln

WolfKoeln

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Hallo ihr2, danke für die Infos.
Sobald die Teile da sind werde ich mich mal drangeben und berichten.
Würde mich freuen, wenn wir uns im Sommer mal treffen würden, seid ja nicht so weit weg.

Grüße aus Köln

Wolfgang
 
BigJay

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Hi Wolfgang!

Da geht bestimmt / hoffentlich was im Sommer...

Anhand des Designs Deiner GS bist Du ja
auch leicht in größeren Ansammlungen
identifizierbar. (Nicht böse gemeint!) :)
 
WolfKoeln

WolfKoeln

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Hallo Ihr 2, klar kenne ich alte Schule,war schon öfters da. Freue mich wenn sich mal paar alte Kühe treffen.
Heute habe ich mal den Falkenberg zwischen HAG und Kardan geöffnet. Kam reichlich Öl raus. Also ist der HAG auch noch undicht. Bringe ich nächste Woche weg zur Reparatur und dann sehe ich mal weiter. Werde weiter berichten.

Grüße aus Köln

Wolfgang
 
Thema:

Lager Winkelgetriebe Aufrüst-Satz

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