Wer wie was, wieso weshalb warum.
Deutschland gehört weltweit zu den Standorten mit den höchsten Lohnstückkosten. Die Arbeitskosten liegen etwa 22 % über dem Durchschnitt anderer EU Industrieländer. Übermäßige bürokratische Auflagen und langsame Genehmigungsverfahren verursachen jährlich Kosten in Milliardenhöhe und schrecken Investoren ab. Für Investitionen, die 20 bis 30 Jahre laufen, brauchen Firmen Sicherheit.
Dann die viel zu hohen Lohnabschlüsse und Forderungen nach Arbeitszeitverkürzungen der Gewerkschaften in wirtschaftlichen schwachen Zeiten, die Deutschland im internationalen Wettbewerb preislich völlig unattraktiv machen. Sind also ein großes Teil des Kostenproblems.
Die ideologisch geprägte Energiewende sollte Deutschland zum Vorreiter für grüne Technologien machen, führt aber momentan dazu, dass Firmen den Standort verlassen, weil sie aktuell der
größte Schmerzpunkt für die deutsche Industrie ist. Sie wirkt wie ein Brandbeschleuniger für die Abwanderung, da sie die Grundfesten des bisherigen Erfolgsmodells (günstige Energie + effiziente Produktion) erschüttert. Deutschland hat den Atomausstieg vollzogen und gleichzeitig auf den Import von günstigem russischem Pipeline-Gas verzichtet. Das Ergebnis sind hohe Börsenstrompreise, die oft doppelt oder dreimal so hoch sind wie in den USA oder China.
Während Deutschland die Industrie mit utopischen CO2-Preisen und extremer Steuerlast zur Transformation zu zwingen, locken die USA mit dem Inflation Reduction Act und massiven staatlichen Zuschüssen für "grüne" Projekte. Viele deutsche Firmen ziehen also nicht nur weg, weil es hier teuer ist, sondern weil sie woanders für den Klimaschutz bezahlt werden.
Priorisierung des Klimaschutzes vor Wirtschaftlichkeit. Umweltauflagen und der CO2-Preis sind zu schnell verschärft worden ohne dass ausreichend bezahlbare Energiealternativen bereitstanden. Das hat die Energiekosten in Höhen getrieben, die im globalen Wettbewerb nicht haltbar sind.
Gesetze wie das Lieferkettengesetz sind typisch für eine Politik, die moralische und ökologische Standards über die administrative Machbarkeit im Mittelstand stellt. Und anstatt günstiger Energie + effiziente Produktion haben wir es in kurzer Zeit zu teuerer Enegie + hohen Lohnkosten geschafft.
Fazit: Die links-grüne Politik der letzten Jahre unter Merkel und der Ampel, wie die Gewerkschaften, als diese dachten die Welt würde, müsste uns folgen, haben die Rahmenbedingungen für die Industrie durch ihre spezifische Prioritätensetzung verschlechtert.