Resilienztraining Erfahrungen

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Stefan89

Stefan89

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Hi zusammen,

es ist ein wenig peinlich aber ich müsste ein Resilienztraining machen bzgl. Beruf. Auf was ist bei der Auswahl zu achten bzw. was sind eure Erfahrungen. Lohnt es sich? Wie viele Stunden, Zeiteinheiten sind sinnvoll? Vielleicht hat der ein oder andere so ein Seminar bzw. einen freien Coach besucht und könnte ein wenig Input geben.

Vielen Dank :D
 
Ironbutt

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Hallo Stefan, peinlich ist es definitiv nicht. Es entspricht dem heutigen Zeitgeist und ist in unserer "VUCA Welt" für viele eine gute Unterstützung. Die Nachfrage nach solchen Trainings und Coaches steigt - auch in meiner Firma wird es für interessierte Mitarbeitende angeboten. Als wir entsprechende Anbieter evaluiert haben, bin ich aber ziemlich erschrocken über die vielen unprofessionellen Angebote: mindestens die Hälfte waren unqualifizierte Anbieter, welche einen "Schnellkurs" absolviert hatten und es als Dienstleistung anboten.
Ich könnte dir nur unsere Erfahrung in der Schweiz nennen, aber das hilft dir nicht viel weiter. Darum als allgemeine Empfehlung: such dir einen seriösen Anbieter mit entsprechend geschulten und qualifizierten Trainern - diese sind vielleicht etwas teurer, aber dafür bekommst du auch etwas fürs Geld. Die Billigangebote sind leider oft esoterisches Geschwafel, das dir nicht wirklich hilft.
Lohnt es sich? Aus meiner Sicht ist das sehr individuell und hängt auch von der eigenen Persönlichkeit ab. Es ist nicht für jeden sinnvoll, aber wenn man einen erfahrenen Trainer hat und die Empfehlungen auch tatsächlich im Alltag befolgt, kann es zu Entlastung im Alltag, mehr Zufriedenheit und damit auch Leistungsfähigkeit führen. Abnehmen kann es dir aber niemand - du bekommst nur "Werkzeuge" für den Alltag, die du selbst einsetzen musst.
Wir bieten unseren Mitarbeitenden sechs Sitzungen als Grundtraining an - danach muss jeder Teilnehmer selbst entscheiden, ob es ihm etwas bringt und er allenfalls weiterführende Sitzungen braucht.
 
Stefan89

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Coole Sache das es über die Firma bei euch angeboten wird :D Ich kann in dem Fall frei suchen.
Vielen Dank für deine Antwort das ist doch schon mal was.
 
Koponny

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Ich persönlich halte von solchen Trainings im beruflichen Kontext nichts. Natürlich unterstützen Arbeitgeber dies, jedoch eher um seine Ressource (Mitarbeiter) noch ein wenig zu optimieren. Gewinner sind auf jeden Fall Anbieter dieser Kurse.
Dass man an sich arbeiten kann und sollte, steht natürlich außer Frage, jedoch sollte dies eine intrinsische Motivation haben und eher auf die eigene Salutogenese abzielen.
 
manfred180161

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Ich persönlich halte von solchen Trainings im beruflichen Kontext nichts. Natürlich unterstützen Arbeitgeber dies, jedoch eher um seine Ressource (Mitarbeiter) noch ein wenig zu optimieren. Gewinner sind auf jeden Fall Anbieter dieser Kurse.
Dass man an sich arbeiten kann und sollte, steht natürlich außer Frage, jedoch sollte dies eine intrinsische Motivation haben und eher auf die eigene Salutogenese abzielen.
Eh, jetzt noch ein Fremdwort und hier gibts aber was... :smoke:
 
manfred180161

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Ich möchte gerne aber auch meine Meinung beitragen.
Der Druck am Arbeitsplatz ist mittlerweile sehr hoch und nicht jede(r) kann dem auf Dauer standhalten. Das kann und darf man auch dem Mitarbeiter nicht vorwerfen, schließlich hat jeder mal seine Hochs und Tiefs.
Wenn das Unternehmen hierzu Hilfe in Form eines Seminarbesuches anbietet, dann würde ich das auf jeden Fall gerne annehmen, völlig unabhängig davon, ob ich das nun aktuell brauche oder obs mir gut geht.

Ich habe leider schon zu viele liebe und gute Kolleg+innen am täglichen Druck zerbrachen sehen und sie waren meist absolut hilflos ausgeliefert, einige konnten den Job nicht mehr machen und waren danach dauerhaft psychisch angeschlagen (Spedition ist eben auch kein Zuckerschlecken).

Es ist aus meiner Sicht also keineswegs so, dass nur der Arbeitgeber was davon hat, sondern der Mitarbeiter bekommt in dem Seminar (hoffentlich) geeignete Werkzeuge und Verhaltensweisen an die Hand, um sich selbst rechtzeitig aus der Schußlinie zu nehmen. Das dient in erster Linie seiner eigenen Gesundheit.

Wir alle wissen es: einen gebrochenen Arm kann man schienen und das wächst wieder zusammen. eine gebrochene Psyche ist meist nicht mehr nachhaltig heilbar. Drum lieber gleich bei den ersten Anzeichen was unternehmen. Dafür muss ich auch keiner schämen.
 
Koponny

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Ja, an diesen Gedankengängen ist natürlich auch etwas dran. Wie bei allem gibt es natürlich nicht DIE konkrete Aussage und den Hinweis der für jeden passt. Ist aber eine gute Diskussionsgrundlage.
Wenn man jedoch am Job fast zerbricht, stimmen entweder die Bedingungen nicht, oder man ist für diesem Job nicht geeignet. Das klingt vielleicht etwas hart, aber das ist meine Erfahrung (bin seit über 20 Jahren im sozialen Bereich tätig).
 
willib

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Ja, an diesen Gedankengängen ist natürlich auch etwas dran. Wie bei allem gibt es natürlich nicht DIE konkrete Aussage und den Hinweis der für jeden passt. Ist aber eine gute Diskussionsgrundlage.
Wenn man jedoch am Job fast zerbricht, stimmen entweder die Bedingungen nicht, oder man ist für diesem Job nicht geeignet. Das klingt vielleicht etwas hart, aber das ist meine Erfahrung (bin seit über 20 Jahren im sozialen Bereich tätig).
Und "nicht geeignet" kann an nicht genügend ausgebildeten Fähigkeiten/Wissen und an zuwenig ausgearbeiteten Eigenschaften liegen. Wenn Resilienz eine Eigenschaft ist... daran kann man arbeiten. Allein Wissen darum hilft schon manchem.
Ich mixe da mal ein bisschen. Ich würde ebenfalls eine intrinsische (geil ;-)) Motivation erwarten, die dann aber sehr wohl vom Arbeitgeber unterstützt werden sollte, wenn er den Wert auf den Mitarbeiter legt und Potential sieht.
 
Nordisch

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Moin!

Für mich wäre, was z. B. die AOK schreibt, ein wesentlicher Aspekt:
AOK schrieb:
Am Resilienztraining können alle Erwachsenen mit nicht behandlungsbedürftigen Stressbelastungen teilnehmen.
Also ist ein Resilienztraining so lange hilfreich, so lange "das Kind nicht bereits in den Brunnen gefallen ist". Für behandlungsbedürftigen Stressbelastungen gibt es andere sinnvollere Angebote.
 
Andi#87

Andi#87

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Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, das gerade bei diesen speziellen Trainings die Qualität der Trainer (und logischerweise ihre Ausbildung) das a und o sind.
Wer hier an den falschen gerät und vielleicht schon etwas angeknackst ist, der kann danach für den Rest seines Lebens ein Problem haben.
Blöde ist halt, das man so was erst nach dem Training merkt.....

Ich habe früher bei Vertriebs und Marketing Seminaren vorab immer Referenzen angefragt.....Hat meistens geholfen. Zumindest wusste ich dann vorab, wo dran ich war... :wink:
 
Ralsch

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Vorher R1200GS Bj. 2005, aktuell Kawa Z1000SX
Ich hatte schon eine ganze Reihe Mngt.-Workshops zu allen möglichen Themen.
Ich sehe es nicht so kritisch mit dem Trainer, im Endeffekt muss man ALLES für sich bewerten und sortieren.
Nicht jeder Trainingsinhalt oder Methode ist für jeden gleich gut geeignet, ich habe mir immer das rausgefiltert was mir plausibel und nützlich erschien und den Rest ausgeblendet. Entsprechend gab es mal mehr Inhalt ins Töpfchen - und machnchmal ins Kröpfchen...
Ich würde mich hier auch nicht auf Psychospielchen einlassen die viele der Möchtegern-Mentoren so abziehen. Immer sachlich reflektieren "hilft mir das jetzt - oder ist das Stuss?". In der kürze der Zeit kann man nur Methoden vermitteln, nicht den Menschen grundlegend ändern.
Und wer Bedenken hat - einfach erstmal reinlesen in die Materie, da hat man mehr Zeit zum Reflektieren und wird nicht ggf. von einem Rhetoriker "links gequatscht". Ausserdem kann man das Vermittelte im Seminar dann auch besser einordnen.

Mein Wahlspruch zu dem Thema, als Hesse:
"Bevor ich mich ufreesch - isses mir lieber egal!"

Viel Erfolg im Widerstand! :D

Btw - mein zweiter, und eigentlich fast noch wichtigerer, Wahlspruch:
"Love it - change it - or leave it!"
Man muss nicht alles mitmachen, und wenn man's nicht beeinflussen kann sollte man über einen Wechsel nachdenken.
 
manfred180161

manfred180161

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Und "nicht geeignet" kann an nicht genügend ausgebildeten Fähigkeiten/Wissen und an zuwenig ausgearbeiteten Eigenschaften liegen. Wenn Resilienz eine Eigenschaft ist... daran kann man arbeiten. Allein Wissen darum hilft schon manchem.
Ich mixe da mal ein bisschen. Ich würde ebenfalls eine intrinsische (geil ;-)) Motivation erwarten, die dann aber sehr wohl vom Arbeitgeber unterstützt werden sollte, wenn er den Wert auf den Mitarbeiter legt und Potential sieht.
Für alle, die wie ich leider nicht so in den Fremdwörtern bewandert sind:
Intrinsisch
  1. von innen her, aus eigenem Antrieb; durch in der Sache liegende Anreize bedingt
    "eine intrinsische Motivation"
 
C

Christian Achberger

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Hallo,
bist Du "Audianer" oder Zulieferer?
Ich finde solche Trainings klasse und extrem nützlich; wenn man Lust auf solche "Spielchen" hat und seine Person im Job vor ungeklärtem Stress schützen muss.
Ich weiß nicht, ob Markus Knauth in Ingolstadt so was macht, oder schau Dir mal "Simply Outdoor" an, deren Trainings könnten als ResilenzTraining anerkannt werden.

Aber: Du musst Lust drauf Selbstreflexion und solche Sachen haben.
Hilft auch für Moppedfahren
Viel Spaß
Christian
 
Stefan89

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Hallo,
bist Du "Audianer" oder Zulieferer?
Ich finde solche Trainings klasse und extrem nützlich; wenn man Lust auf solche "Spielchen" hat und seine Person im Job vor ungeklärtem Stress schützen muss.
Ich weiß nicht, ob Markus Knauth in Ingolstadt so was macht, oder schau Dir mal "Simply Outdoor" an, deren Trainings könnten als ResilenzTraining anerkannt werden.
Servus,

ich arbeite bei einem Zulieferer für die OEM also auch die 4 Ringe mit dabei.
Ja ich beschäftige mich schon gerne damit, les auch viel philosophische Bücher.🥳


Hab ihn mal spontan gegoogelt aber da kam grad nix raus, mal sehen ob ich was rausfinde. :cool:
 
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