Nach meinem Beitrag #177 vielleicht noch einmal für die, die einen saddle sore fahren wollen, ein paar Bemerkungen:
- ausgeruht, na klar. Vor allem so früh wie möglich losfahren, so zwischen 4 und 5 Uhr, evtl früher. Dann kommt man fast noch am gleich Tag so gegen Mitternacht (+-) an.
- Strecke regional so legen, dass man nachmittags und am frühen Abend nicht im Berufsverkehr landet. Die nordischen Länder eignen sich da ganz gut. Frankreich auch, da z.B. die Autobahn A77 meist leer ist. Die ist mal von Mitterand angelegt worden, um die damalige Formel 1 Rennstrecke Magny Cours anzubinden

. Und 110 bis 130 km/h ist eine super Geschwindigkeit. Wenn man dann nachts wieder in Deutschland ist, sind viele Autobahnen auch leer.
- und wenn einem der saddle sore nicht reicht, bietet die Iron Butt Association ja noch weitere Möglichkeiten an:
• Saddle Sore 1600K (1600 Kilometer in höchstens 24Stunden)
• Saddle Sore 2000K (2000 Kilometer in höchstens 24 Stunden)
• Bun Burner 2500K (2500 Kilometer in höchstens 36 Stunden)
• Bun Burner GOLD (2500 Kilometer in höchstens 24 Stunden)
- man muss es nicht nur können sondern auch unbedingt wollen. Und das es ein wenig bekloppt ist, weiss ich selbst.
- für einen Abbruch ist es nie zu spät.
In meiner bisherigen etwa 50jährigen Motorradlaufbahn habe ich schon eine Menge Verrückte kennengelernt (bei Marathonläufen übrigens auch) und ich denke, dass jeder in seinem Rahmen seine Verrücktheiten auch ausleben können soll. Natürlich ohne andere zu gefährden. Vielleicht zum Abschluss noch eine kurze Anekdote zu meiner Tour von Berlin nach Ulaanbaatar. Wir sind damals (2014, schon ein paar Tage her) über 3 Wochen häufig so zwischen 500 und 800 km pro Tag gefahren (den ein oder anderen Pausentag gab es schon). Jedenfalls hat mir danach das tägliche Langstreckenfahren - obwohl nur wenige Kurven dabei waren - richtig gefehlt.