Ich würde nie jemanden verurteilen, der/die nicht gendert - jede*r sollte es nach eigenem Geschmack tun, und es erfordert schon etwas Mühe, wenn man fast 70 Jahre anderes gewohnt gewesen ist.
Warum ich mich persönlich dafür entschieden haben: Ich glaube schon, dass es einen Unterschied macht im Bewusstsein von Mädchen und jungen Frauen, welchen Weg sie später im Leben nehmen, ob sie Berufe wie „Rechtsanwalt“ oder „Arzt“ unbewusst als rein männliche
Domänen auffassen - oder ob schon in der Sprache angelegt ist, dass Frauen dieselben Möglichkeiten haben, diesen Weg zu gehen - als Rechtsanwält*in oder Ärzt*in.
Unsere Sprache definiert unsere mentalen Handlungsspielräume - und ich möchte, dass diese Handlungsspielräume für Menschen aller Geschlechter gleich groß sind