Das aktuelle Problem der Autoindustrie ist doch, dass die ganz fetten Jahre vorbei sind.
Und das gilt nicht bloß für die Vorstände - auch die Bandarbeiter bei VW oder bei Zulieferern haben ja gut verdient und teilweise jedes Jahr Boni bekommen, weil es so gut lief. Hier fährt gefühlt jeder angelernte Autozulieferer-Schichtarbeiter BMW M oder AMG oder Porsche Cayenne.
Und es waren tendenziell eher zuviel Mitarbeiter, weil man ja 35-Stunden-Woche, 4-Tage-Woche und Überstunden-Abbau einkalkulieren mußte.
Bei ZF sagte mir mal jemand, dass jeden Tag 10% der Mitarbeiter fehlen - Urlaub, Überstunden, Schulung, Krankheit, etc. Da muß man ja sicherheitshalber jeden Job doppelt besetzen. Und wenn dann weniger Bedarf ist, muß man die über Jahre aufgebauten Mitarbeiterstämme sehr schnell loswerden.
Die Mengen an Autos werden einfach nicht mehr so abgenommen, viele produzieren doch seit Jahren auf Halde und drücken die Autos dann mit Rabatten in den Markt.
Selbst China benötigt doch Subventionen en Masse um diese Industrie aufzubauen und zu halten.