Höhenangst - wie geht man damit um?

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SwabianBiker

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Moon zusammen,

ich lese immer wieder im Forum um das Problem der Höhenangst.

Ich selber hatte schon diese bei der letztjährigen Fahrt über die Nockalm-Straße. Kam kaum um die Ecken und aufwärts.
Wenn ich nur lese, dass Forum-Teilnehmer auf dem Vercour unterwegs sind, wird mir schon zu Hause schwindelig.

Wie geht ihr damit um und was hilft um das zu überwinden?

Danke für jeden Hinweis und Tipp!

Viele Grüße, Georg
 
LaCy-boGSer

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Im Vercor wusste ich vorher wo die steilen Abgründe sind und habe meine Tour so geplant, dass ich beim ersten Mal so gefahren bin, dass ich den Fels und nicht den Abgrund neben mir hatte. Beim zweiten Mal hab ich mich dann auch aus der anderen Richtung getraut.

Aber beim Fahren wird nicht direkt runtergeschaut.

Es lohnt sich wirklich und du wirst es nicht bereuen es auszuprobieren
 
Uli G.

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Wie geht ihr damit um und was hilft um das zu überwinden?

Danke für jeden Hinweis und Tipp!

Viele Grüße, Georg
Da seid ihr aber nicht allein. 2000, Tour durch Norwegen. Auf dem Weg von Lom nach Geiranger regnete es:mad:, also wollte ich den Dalsnibba auslassen (macht wenig Sinn, da oben zu stehen und nichts außer Wolken zu sehen). Kurz vorher riss es aber auf, eitel Sonnenschein, also doch hoch;). Fast alle standen vorn am Geländer und genossen den Ausblick auf den Gerangerfjord mit dem weißen Kreuzfahrtschiff (hatte ich extra bestellt ;)), nur Freund P. stand mitten auf dem Parkplatz. Auf die Frage, warum er nicht auch nach vorn käme, kam "Bist Du blöde? Ich hab Höhenangst".Auf die Frage, wie er denn wieder runter kommen wolle, hintendrauf bei jemand anderem (Neee, bloß nicht), zu Fuß (???), meinte er:"ich fahre immer innen an der Felswand lang". "Und was machst Du, wenn ein Bus hochkommt?" => "Es kommt kein Bus!". Natürlich kam uns einer entgegen. P in der Mitte der Gruppe. Ich hielt unten an, wartete auf den Rest der Mannschaft, Freund P kam, relativ gefasst auch heil unten an. Als ich ihn nach dem Bus fragte, guckte er mich nur verständnislos an und meinte, er hätte keinen Bus gesehen:confused:.

Grüße
Uli
So, wie ich Freund Peter verstanden habe (der in den nächsten Tagen wieder nach Norwegen fährt, unbelehrbar, wie er ist :)), lebt man damit, oder man versucht es mit psychologischer Behandlung (fliegen kann er, und auch dabei aus dem Fenster schauen, nur an einer Bergkante stehen und runter gucken geht gar nicht :().

Uli
PS
Ich spende dem Fjord noch ein "i" ;).
 
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LaCy-boGSer

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Fliegen kann ich auch ohne Probleme nur an einer Kante ob im Gelände oder hohem Gebäude geht nicht. Auch empfinde ich es schlimm wenn sich jemand anderes auf ein Mäuerchen setzt oder an einer Felskante steht.
 
Mangfalltaler

Mangfalltaler

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So wie Sanne geht es mir auch, ich denke dass das Fliegen im Flugzeug mit Höhenangst im engeren Sinn auch nichts zu tun hat, weil man keinen Bezugspunkt zur Gefahr hat, wie dass an einer Felskante der Fall ist.
 
zyklotrop

zyklotrop

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Fliegen kann ich auch ohne Probleme nur an einer Kante ob im Gelände oder hohem Gebäude geht nicht. Auch empfinde ich es schlimm wenn sich jemand anderes auf ein Mäuerchen setzt oder an einer Felskante steht.
Das kenne ich auch. Ich fühle mich dann irgendwie selbst nach vorne gezogen. 🫣
 
Mangfalltaler

Mangfalltaler

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Auf die Strasse schauen - und gut ist :)
Ist natürlich richtig, aber blöd dass diese Strecken landschaftlich mit zum Schönsten gehören, was man natürlich sich auch anschauen will. Also Tempo drosseln und ab und zu gucken ist dann meine Devise, die Höhenangst fährt mit.

Am besten ist natürlich, wenn man irgendwo anhalten kann.
 
Frangenboxer

Frangenboxer

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Stelle dich deiner Höhenangst! Das ist nur eine Kopfsache.
Meine Frau konnte früher über keinen Gitterboden gehen oder sich an ein Balkongeländer lehnen.
Dann habe ich sie aber mit dem Fallschirmspringen angesteckt, sie hat es gemacht und seit dem ist das kein Thema mehr.
Wenn du den Schalter findest, kannst du ihn umlegen. Die meisten hören zu früh auf, es zu versuchen....
 
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Equalizer

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Eigentlich sind solche Motorradfahrer eine Gefahr für alle anderen, es kommt der Tag und das mit Garantie !

Wenn ihr nach einer längeren Anfahrt im Sommer, müde seits und auf unbekannten Col's noch abfahren müsst und dann kommt in Kurven auch noch ein anderer entgegen.

Es gibt sie, die Motorradfahrer, vornehmlich Chopper, die fahren nur in der Ebene herum, können auch alle mit Höhenangst machen .

Bis ihr eine perfekte Blickführung habt, dann seit ihr auf dem höchsten Berg, quasi nur auf 1.50 Meter Höhe.
 
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VolkerHN

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Und was will uns das jetzt sagen?
Wer Deine Ansprüche nicht erfüllt, soll zuhause bleiben?
Hier bei uns fahren genug rum, die Kurven nicht können. Und dazu die, die Vernunft und Rücksicht nicht können. Beides auf zwei, drei und vier Rädern.
Am Wochenende kein Spaß, aber die Straße gehört nunmal allen. Manche scheinen das immer mal auf „gehört mir“ verkürzen zu wollen. DIE sind immer eine Gefahr, da muss gar nicht „der Tag kommen“.
Und was is mit denen, denen Du zu langsam bis, zu vorsichtig, zu weit rechts fährst, zu spät/zögerlich überholst?
Wer Höhenangst hat, muss sich halt überlege, wie manche Strecken am besten gefahren werden. Oder ob man es nicht doch bleiben lässt oder zumindest auf möglichst verkehrsarme Zeiten setzt (sofern möglich).
Denn dass es grundsätzlich gefährlich werden kann mit Panik unterm Helm, da sind wir einig. Gilt aber für ne Menge andere Probleme an Lenker und Lenkrad auch.
 
ChiemgauQtreiber

ChiemgauQtreiber

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Eigentlich sind solche Motorradfahrer eine Gefahr für alle anderen, es kommt der Tag und das mit Garantie !

Wenn ihr nach einer längeren Anfahrt im Sommer, müde seits und auf unbekannten Col's noch abfahren müsst und dann kommt in Kurven auch noch ein anderer entgegen.

Es gibt sie, die Motorradfahrer, vornehmlich Chopper, die fahren nur in der Ebene herum, können auch alle mit Höhenangst machen .

Bis ihr eine perfekte Blickführung habt, dann seit ihr auf dem höchsten Berg, quasi nur auf 1.50 Meter Höhe.
da hast aber was konstruiert :facepalm: 🙈
die von die Beschriebenen Motorradfahrer sind auch ohne Höhenangst eine Gefahr,
besonders wenn sie Müde sind... ☝
 
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KlausB

KlausB

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Wer Höhenangst hat, muss sich die Akzeptanz der Höhe leider selbst erarbeiten. Es kann helfen, sich bewusst an Stellen zu begeben, an denen ein Geländer Sicherheit verleiht, sich da festzuhalten und die Höhe trotzdem zu akzeptieren. Auch die körperliche Verfassung spielt einr Rolle, Ich stand mal vor einer kleinen Spalte quer über den Wanderweg etwa 50m unterhalb eines Berggipfels und war ziemlich ausgepowert Es war mir nicht möglich, die Spalte mit einem großen Schritt zu überqueren, ich hatte panische Angst. Wir kehrten daher um. Ein Jahr später habe ich an derselben Stelle deutlich fitter einfach einen Schritt gemacht, das wars. Warum ich im Vorjahr ein Problem hatte, weiß ich bis heute nicht wirklich.
Wenn ich das erste Mal wieder in einem Sessellift in großer Höhe schwebe, ist mit immer sehr unwohl. Je häufiger ich so etwas mache, um so mehr verschwindet das. Training hilft also.
Wenn die Höhenangst zu groß wird und Richtung Panik geht, ist allerdings professionelle Hilfe angesagt, wenn man solche Situationen meistern will.

Ich denke, dass wir alle als Kinder von Höhen bis zu 3m durchaus runtergesprungen sind. Heute würde ich mich da lieber nicht mehr ohne Geländer hinstellen. Das zeigt, dass Training enorme Sicherheit gibt.

Gruß
Klaus
 
D

Demokrit

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Vorab: Die Angst vor grossen Höhen hat grundsätzlich jeder Mensch, denn man weiss intuitiv, dass ein Sturz aus grosser Höhe i.d.R. üble Konsequenzen hat. Da reichen oft nur 3 m. Ähnlich ist es mit der Angst vor Schlangen, die sogar oft Tiere teilen.
Ich habe die letzten 14 Tage auf einem 14 m hohen Baugerüst verbracht, und werde auch die kommenden 8 Tage darauf arbeiten, um ein altes Fachwerkhaus zu restaurieren. Der erste Aufstieg ist immer etwas Besonderes. Ich bewältige ihn ohne Arbeitsgerät, nur um ein persönliches Sicherheitsgefühl zu erlangen. Im Gegensatz zum letzten Gerüst (vor 15 Jahren) ist dieses sehr gut gesichert, und an vielen Stellen an der Wand fixiert. Dieses Gefühl der Sicherheit muss man sich bewusst machen. "Es wird nicht einfach umfallen", oder bei Alpenpässen "Die Strasse, auf der ich stehe ist absolut stabil". Im Zweifel hilft immer ein Blick 'landeinwärts'. Zudem muss man sich beim Preikestolen über dem Lysefjord in Norwegen nicht auf die Kante setzen. Das kann man getrost den Instagram-Idioten überlassen, von denen regelmässig auch einige (im wahrsten Sinne) über die Klippe gehen. Am Ende hilft die Gewohnheit. Lass es langsam angehen, und die Angst wird zum Respekt, den man sich ruhig bewahren sollte.
Und wenn die Angst so gar nicht verschwinden mag, denn wechsle die Gegend. Es gibt noch genügend Alpenstrassen ohne 'Horrorpotential'. Eine Motorradreise ist zu wertvoll, um sie in purer Angst zu verbringen.
 
Beowulf

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Es schleichen sich schon Ängste ein, die eigentlich irrational sind, aber letztendlich vorhanden sind.

Ich habe ab und an Probleme mit einer sogenannten Agoraphobie, also der Angst vor weiten Räumen. Dieses äußert sich in Form von Angstzuständen z.B. auf der Autobahn.

Wie damit umzugehen ist, weiß ich auch nicht.
 
C

Caballerobert

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Das mit der Höhenangst trifft auch mehr, als man meint. Ich hab das mal live beobachtet auf der Geierlay-Hängebrücke. Da ist eine ältere Dame ein paar Schritte rausgelaufen, dann hat sie sich festgeklammert. Es hatte ziemlich viele Leute gebraucht, sie da weg zu bringen.
 
eetarga

eetarga

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F 650 "Rallye", R1100 GS, aber nur u.a.
Also bei kräftigem Wind über die Köhlbrandbrücke in Hamburg kommen schon so Gefühle auf. Das ist für mich aber schon zu bewältigen. Ich gebe aber zu, ich fahre dann doch relativ langsam.

Beruflich kenne ich das nicht, hänge auch frei im Geschirr im Kranhaken bei 40 m.
 
Thema:

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