AxelF
Also ob man wirklich an E-Autos basteln WILL ist ja schon mal die Eingangsfrage.Ich hab ja keine KfZ-Werkstatt, aber so Sachen wie
gehören zum normalen Werkstattbetrieb, egal, ob Fiat oder Ferrari, Diesel oder Vollelektro.
- Gefährdungsbeurteilung
- UVV-Prüfung von Hebebühnen etc.
- regelmässige Prüfungen der Arbeitsmittel und
- überhaupt die nötige Ausrüstung
Für manche Fahrzeuge braucht eine Werkstatt heute schon Spezialwerkzeuge, die es für teuer Geld beim Hersteller zu kaufen gilt, das war aber auch schon immer so.
Wenn ich eine Metzgerei aufmachen will, dann brauch ich auch Werkzeuge und Maschinen, GBUs und Qualifizierungen - das mal vorneweg und bitte rauszurechnen.
ZUSATZaufwände wie Gummimatten, Absperrmaterial etc. für die neue Variante "Elektro" oder "Hybrid" sind logischerweise auch "normal" und keine Gängelei, sondern schlicht notwendig - ausser, man beschäftigt Sklaven oder hat selber eine Menschenzucht im Keller oder so... /zynismus_off
Arbeitsschutz wird manchmal übertrieben, da widerspreche ich gar nicht. Aber ich bin auch seit fast 30 Jahren Sicherheitsbeauftragter und kenne beide Seiten, von "alles muss 500%ig abgesichert sein" hin zu "ach, ist doch noch nie was passiert, und wenn, dann isses nicht schlimm, man kann auch mit 8 Fingern noch Werkzeug halten" oder "die Leute müssen halt aufpassen, sonst sind sie selbst Schuld" hab ich alles durch - einschliesslich tödlicher Unfälle sowohl von eigenen Leuten wie auch von Kunden-Mitarbeitern.
Ja, meist passieren Unfälle aus Nachlässigkeit oder schlicht Blödheit. Aber die Leute bestmöglich und sinnvoll auszustatten, sie vor allem aber zu sensibilisieren und anzuhalten, die Sicherheitseinrichtungen zu nutzen und VORHER mal kurz nachzudenken, wenn man die Vorschriften aus Bequemlichkeit oder Zeitersparnis übergeht, darf man nicht unterbewerten.
Aber glaub mir - Du willst nicht verantwortlich sein, wenn irgend jemand schwer verletzt oder tot ist, weil DU gemeint hast, das Arbeitsschutz zu viel Zeit kostet, zu teuer ist...
So'n Popelkram wie "Spannungsfreiheit herstellen, prüfen und gegen Wiedereinschalten sichern" sollte jeder, der an solchen Systemen arbeitet, aus purem Überlebenswillen selbst befolgen.
Auch dazu hätte ich eine 10kV-Horrorstory mit jemandem, der das für "nicht so wichtig" erachtet hat, wo dann ein anderer nix von den Wartungsarbeiten wusste, und als der Erste kurz vom Klo zurückkam, war die Anlage plötzlich wieder eingeschaltet. Lichtbogen sagt Dir was, oder? Und dass der menschliche Körper in normalen Klamotten dafür irgendwie nicht gemacht ist, auch?
Also: willste an E-Autos basteln, brauchste qualifizierte Leute und das nötige Equipment.
Ansonsten: Finger weg, hier keine Einnahmen - PUNKT.
Man kann sich dann alternativ sparen, diese Kunden zu bedienen. Auf absehbare Zeit hat man wohl noch genug mit Verbrenner-Autos zu tun, bis dann keine mehr unterwegs sind, ist sicherlich das Bürgergeld höher als das was ein Arbeitnehmer erwirtschaften kann.
Es ist doch eh die Frage, wieviele Menschen sich dann wirklich für einen Beruf wie den KFZ-Mechatroniker noch interessieren, oder in welcher Industrie dann die vorhandenen lieber Schicht arbeiten. Sehe da eher schwarz, dass irgendwer mal später 45 Mio. E-Autos reparieren soll. Muß dann wohl entweder KI machen, oder wir schaffen es, einige Flüchtlinge dafür zu begeistern...



).
, einfacher können die keine Kohle verdienen. In Dummland läufts halt ...