Sehe ich nicht, warum man das nicht auch peu a peu hier einführen könnte.
Hier ein paar Unterschiede als Denkanstöße - so sieht es momentan in Dänemark aus:
- Hohe Abgaben für hohe Einkommen, dafür weniger Ungleichheit und mehr Sozialstaat
- Starke Gewerkschaften, die gute Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmer*innen rausgeholt haben: 37 Stunden-Woche, hohe Löhne, hohes Arbeitslosengeld (bis zu 3.000 Euro, 2 Jahre lang).
- Das Gesundheitswesen ist steuerfinanziert. Bis 1973 hatte man Krankenkassen nach deutschem Vorbild (Bismarck), jetzt funktioniert es nach dem Solidaritätsprinzip: die höchsten Einkommen zahlen die größten Abgaben.
- Beamtentum ist so gut wie abgeschafft (außer bei der Polizei und so).
- „Bafög“ für alle (1000 Euro, nicht zurückzuzahlen). Schulen, Unis usw. alles kostenlos. Dazu sind noch billige Studienkredite möglich.
- Kleine, sparsame Autos (bis 10.000 Euro) sind mit 25% Abgabe besteuert, bis 30.000 mit 85%, darüber mit 150%. Je nach Modell also wieder dasselbe Prinzip: Wer viel hat, zahlt viel. (Elektroautos bilden im Moment die Ausnahme, die gibt es übergangsweise billiger als Fördermaßnahme).
- Wie viel man im Laufe seines Lebens eingezahlt hat, spielt keine Rolle für die Rente: Jeder kriegt den Grundsatz von 1.000 Euro im Monat, Leute ohne eigene Rentensparpläne kriegen noch bis zu 1.000 Euro extra.
Ja, die Abgaben sind hoch, im Allgemeinen zahlen die Dänen ihre Steuern aber gerne, weil den meisten einleuchtet, wie viel geiler die Gesellschaft durch weniger Ungleichheit wird.
Ist das dann Sozialismus? Egal, wie man es nennt - es funktioniert.