Zum Thema GKV ist herrlich viel Halbeissen unterwegs:
1. Wir haben aktuell 93. verschiedene gesetzliche Krankenkassen für eigentlich die gleichen Verwaltungsvorgänge. Das mag im letzten Jahrhundert okay gewesen sein, heute ist das maximal ineffizient. Nicht zu vergessen die 93 verschiedenen Vorstände und Paläste.
2. Die Krankenkasse darf für den Staat das Geld einsammeln und bekommt monatlich ungefähr 400 pro Mitglied zurück. Nun kann jeder selbst einmal seinen Lohnzettel checken, was er und sein Arbeitgeber abdrückt.
3. Ich bin für das Solidarsystem, nur fair muss es sein. Für einen Bürgergeldempfänger zahlt der Staat nur circa 150 € pro Monat, nicht die 400. Im Solidarsystem müssten sich dann eigentlich auch Privatversicherte und Beamte an den Solidarkosten beteiligen, hier klafft eine große Lücke.
4. Würde man aufgrund der Einkommenshöhe auch Beamte mit gleichen Vorgaben wie Arbeitnehmer behandeln, dann müssten circa 80% auch in die gesetzliche Krankenversicherung. Damit hätte die GKV auf einen Schlag 1,6 Millionen zusätzliche Beitragszahler im Solidarsystem.
Allein die Lösung der Punkte 1, 3 und 4 würden die aktuellen Kostenprobleme deutlich verringern, wenn nicht lösen.
Aber würde man die Frösche fragen, wenn man den Sumpf trocken legen will?