Psycho-Trip nach Briancon oder meine 2025er Moped-Tour

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Jungfux

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Habe gerade mal auf der Karte gecheckt, das Gebiet zwischen Albertville – Grenoble – Briancon und Susa ist für mich eine so geniale Spielwiese, dass ich garnicht groß weiter weg reisen muss.
Diese Gegend gefällt mir so gut, viele noch unentdeckte Schotterstrecken für reinste Adrenalin- und Abenteuerfreude. Naja, papperlapapp… am Ende (Nachmittag) habe ich es jedenfalls doch geschafft auf meine geplante Strecke zu gelangen, den Col de la Madeleine. Für mich auch wieder landschaftlich ein ganz besonderes Schmankerl. Diese grünen Hänge und die Weite, Blick bis zum Horizont und bei klarem Wetter sogar Sicht aufs Mt. Blanc-Massiv.


Habe garkeine Fotos gemacht, bzw. finde ich sie nicht mehr... ärgerlich.


Als der Paß auf die Bundesstraße trifft, wollte ich eigentlich nach Norden Richtung Albertville weiter, doch der Hunger und die vorangeschrittene Uhrzeit veranlassen mich nach rechts abzubiegen und mir Moutiers anzuschauen.
Genial gelegen zwischen den Felsen eingeklemmt mit einem Fluß. Wenn ich mich recht erinnere kommen dort drei Täler zusammen und in deren Mitte liegt Moutiers.
Ne kleine Stadtrundfahrt ist gleich gemacht und dann schnurstrax zur besten Pizzaria am Platz. Genauer gesagt es war die einzige, die offen hatte.


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19:47 Das Krokodeel in Sichtweite der Freßbude geparkt - immer alles im Auge behalten.


Voll die Verständigungsprobleme, checke nix auf der Speisekarte, bis ich die Pizza Neptune entdecke. Ok, da weiß ich wenigstens, was ich bekomme… (Was ist denn Wurstel?) aber ich weiß nicht, bis wann ich es bekomme… Glaubst Du nicht… ne dreiviertel Stunde kommt nix auf den Teller.
So langsam fängt mein Magen so laut an zu knurren, dass sie es eigentlich hören müsste und nochdazu fängt es auch langsam an zu dämmern. Was für eine Shit-Laden. Mein Timing für den Tag war perfekt. Hätte jetzt fertig gefuttert und könnte mir in der Abenddämmerung nen Schlafplatz suchen.
Aber nix zu Futtern auf dem Tisch. Frage noch mal nach und echt, meine Bestellung ist untergegangen. Die sind echt zu dämlich (im wörtlichen Sinne) nur junge Mädels im Stall und eine längere Fingernägel als die andere. Genau den Style bräuchte ich, bevor ich ins Kloster gehen würde, zum Abgewöhnen.

Ach noch was… wegen der langen Wartezeit, schreibe ich mit nem Freund, der in Bonn wohnt (und sich gut mi Motorrädern der Marke BMW auskennt) und auch hier im Forum ist.
Ähnlichkeiten mir realen Personen sind rein zufällig.
Bedanke mich nochmal bei ihm, dass er mir, als ich noch in Susa war, die Teilenummer des Telelevers rausgesucht und per whatsapp rübergeschickt hat und berichte, dass ich mich jetzt doch auf der Heimreise befinde und soweit alles ok ist…
Hahahaha… schön wäre es… alles ok… denn als ich nochmal zum Motorrad gehe, um irgendwas in den Koffern zu checken und bekomme voll den Schooocccckkkkk.

Deutlich zu sehen, auf meinem Hinterrad ist Feuchtigkeit - d.h. das HAG ist inkontinent.

Zu Deutsch: Lecken … tut mein Hintgeraxgetriebe.


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Ey, irgendwas ist doch immer.

Passt schon, wollte eh heim. Kann dann die Kiste mal wieder so richtig fit machen
und alles durchchecken für die nächste Reise.

Ey mir langt´s grad. Die Pizza kann ja nix dafür, aber irgendwie habe ich keinen Hunger mehr – nee, besser gesagt, keinen Appetit und ich müsste mich mal übergeben.


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Bis auf dass sie meine Bestellung vergessen haben, kann man nicht meckern. P.i.L = Pizza ist Lecker.

Egal, was willste machen. Es ist schon dunkel bis ich los komme. Habe mir während dem Essen schon mal am Smartphone auf Google-Maps ein paar kleine Käffer rausgesucht, bei denen ich hoffe, dass ich auf den Ministraßen dorthin einen passenden Schlafplatz finde.
Alder, das ist die bescheuertste Aktion, die mir je passiert ist.
Mopedgabel im Dutt, HAG leckt Öl, Stockdunkel und keinen Schlafplatz.
Ja, hast doch gebetet für Abenteur. Da hast Deinen Dreck, überlegs Dir vorher.

Kleiner Nebengedanke: Ist doch im Land das gleiche, da wollen sie alles öko, Bio und klimaneutral und jetzt stehen überall diese Propeller in der Landschaft rum und der Sprit und die Heizung ist teuer. Alles für einen guten Zweck.

Denke ich mir auch, denn was mich nicht umbringt, macht mich stark, wie mit unserer Regierung.
Sitze wieder auf dem Bock und habe den Asphalt unter den Rädern. Mäps zeigt ca. 30 min Fahrzeit bis zu einem kleinem Kaff. Auf dem Weg muss ich was finden, sonst kann ich im Stehen anner Hauswand pennen.
Also fahr ich raus aus Moutiers, so ca. 4 Km und muss in 1 km rechts abbiegen. Da leuchtet ein Supermarkt und daneben ein Parkhaus – also volle Zivilisation – aber in einem Bruchteil einer Sekunde erhasche ich im Augenwinkel noch das Glitzern von Wasser und daneben ne echt staubige, dreckige Straße. Habe garnicht bemerkt, dass ich über eine Brücke fahre und bin auch schon dran vorbei.
Noch 700 m bis zum Abbiegen.
Das Gesehene geht mir nochmal durch den Kopf und irgendwie ist klar, dort finde ich meinen Schlafplatz.
Umdrehen, zurück zu der staubigen Straße am Supermarkt vorbei.

Direkt nach dem Supermarkt und dem Parkhaus bin ich in der totalen Einsamkeit. Kein Verkehr mehr, Dreck auf der Straße, ein Kieswerk, Dunkelheit. Bin gespannt, was das wird. Habe echt keinen Bock auf lange Suchen heute Nacht. Nach einem Kilometer ist Schluss. Es ist ne Sackgasse.
Am Ende ist ein geschlossenes Tor. Auf der linken Seite ist ne verlassene Fabrik. Spannende Gegend.
Fahre mit dem Krokodeel auf das offene Firmengelände und erkunde die Lage.
Ok, nicht schlecht. Windgeschützter Platz, allerdings Betonboden, nicht so der Hit.
Steige ab und schaue mich um. Als ich von dem erhöhten Firmengelände in die Richtung blicke, aus der ich gekommen bin, erkenne ich einen Abzweig ins Grüne, der hinter einem Erdwall parallel zur Straße führt, keine 30 m entfernt.

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Den Schotterweg bin ich gekommen, daneben ist der Erdwall und dahinter das Plateau. Das gibt´s doch garnicht.


Also aufsitzen, hingefahren und inspiziert. Wie geil, voll der Blindabzweig (nur ca. 25 m lang) in eine genial versteckte kleine Ebene. Erst mal mit Taschenlampe zu Fuß erkundet und für gut befunden. Besser hätte es nicht laufen können. Bin keine 15 min seit der verpennten Pizzabude gefahren.
Wenn ich weit genug nach hinten rein fahre, sieht mich keine Sau und genau das ist es, was ich so liebe auf meinen Reisen. Dunkel und Hell (im wahrsten englischem Wortsinn), Licht und Schatten sind bei mir so nah beieinander.
Bevor ich mich dort mit dem Krokodeel verstecken kann, muss ich erst noch ne Wurzel aus dem Weg räumen. Aber dann scheint der Weg frei und fahrbar zu sein. Gehe nochmal zu Fuß rein, um mir die Unebenheiten einzuprägen. Es ist schon dunkel, aber der Geländeritt muss heute noch sein.
Die Schlüsselstelle am Anfang ist echt schmal. Meine Koffer kratzen fast links und rechts an den Erdwällen, aber ich schaffe es und bin drin im Versteck. Was für ein genialer Platz. Voll versteckt, von der Straße aus nicht einsehbar und hinten genügend ebener Platz für Moped und Zelt.
So Glück muss man haben. Zelt aufgebaut und reingeschlupft. Die letzten zwei Stunden haben mir voll den Nerv geraubt und bin am Ende doch entschädigt worden.
Was gibt es Schöneres, als wenn mir mein Krokodeel ins Zelt schaut.


IMG-20250720-WA0110.jpeg


Genug für heute – gute Nacht.


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Noch ein Foto vom See. Weil ich jetzt immer meine Steine fotografiere, wo ich sie gefunden habe.



Das Motto der Reise:

Ich fahr vom Dunkel ins Hell - oh jeah, ...ich fahr vom Dunkel ins Hell.


 
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Cloudy

Cloudy

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Hallo Christoph.
Danke für diesen Bericht und die Bilder. Diese abwechslungsreiche Schreibe mit denen du deine Eindrücke und Erlebnisse beschreibst gefallen mir gut.
Deine Gelassenheit bei der Schlafplatzsuche auch wenn es schon später geworden ist beeindrucken mich schon.
Ich hätte bei diesem Sturzpech und den Defekten schon entnervt aufgegeben.
Bin gespannt wie dein Weg weiter verlaufen wird.
Schönen Gruß, Ralf
 
Jungfux

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Ja Mann, danke Dir, das ist ja mal ne kreative Rückmeldung, die mich sehr freut.

Versuche beim Schreiben so ehrlich zu sein, wie möglich, erinnere mich an Hand der gemachten Fotos. Jedes Foto hat seine Erinnerung. Klar, nicht jedermanns Sache und die letzte Suche war auch meine krasseste bis jetzt und mir ging gewaltig die Muffe, ob das noch gut ausgeht.

Ok, Freunde der spannenden Abenteuer-Reisen, weiter geht´s.

Tag 7

Nachts hat es aus allen Eimern geschüttet. Jedoch hat mich das aus zwei Gründen nicht gestört. Erstens habe ich es auf meiner Wetter-App kommen sehen und auch gesehen, dass es nur eine begrenzte Gewitterzelle ist, die vorüber zieht und zum Anderen, ist mein Zelt dicht.
Oh, dann laß halt regnen. Die Pflanzen brauchen Wasser und solange es nachts runter kommt, schränkt es mich tagsüber nicht ein. Basst scho, sagt der Franke.


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Die Nebelsuppe hängt noch im Tal.


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Das war die Sackgasse - hinten ist dicht. Aber nachts sah das nicht so schick aus.


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Das ist der Blick von Betonboden der verlassenen Fabrik, von wo aus ich den Platz entdeckt habe.


Um 7:30 ca. aufgewacht und mich voll über diesen genialen Platz gefreut. Die Wolken und die Nässe hängt noch in diesem kleinen Seitental. Hier sieht mich niemand so leicht. Kann also ganz gemütlich den Tag angehen lassen. Auf der anderen Straßenseite die Böschung runter ist gleich der Fluß. Also Luxus pur. Was habe ich nur für ein Glück. Gestern im Dunkeln fast verzweifelt, wie ich einen Schlafplatz finden soll und schwupps, kann ich einen neuen genialen Platz in meine Liste aufnehmen. Erst mal Frühstück auftischen und Kaffee machen. Als sich die Sonne langsam anschleicht und es wärmer wird nehme ich das erste Bad im Bach. Sehr schöner Platz, muss ich schon sagen. So vertreibe ich mir die Zeit mit Frühstück bereiten, Dahindösen, Ruhe genießen und öfters mal im Wasser planschen.


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Erst mal Frühstücken.


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Ich mag das, wenn mir das Krokodeel beim Frühstück machen zuschaut und nur drauf lauert, dass ein Krümel für sich abfällt. Na logo nur Spass - aber das Kind im Manne, lasse ich mir durch nix austreiben und außerdem, ich bin nicht alleine, ich höre viele Stimme in meinem Kopf.

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9:46 Schau mal, die schlafen noch und machen nachts zu. Das ist doch ein Wunder.


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11:37 Und zwei Stunden später strahlen sie die Sonne und mich an.

Ich döse so vor mich hin, alles prima, bis auf die Sache mit dem HAG. Naja, dann gibt es halt keine Umwege mehr. Überlege mir, dass ich dann ganz langsam weiter heimwärts fahre, also noch mehr Geschwindigkeit raus nehmen. Nun denn, dann machen wir mal Schneckenpost. Da entdecke ich auf der Karte nördlich von Albertville die Gegend um den Lac de Annecy. Da kann ich mir auch noch vorstellen einen Tag an einem schönen Platz zu bleiben. Geschätzte Fahrzeit bis dahin ca. zwei bis drei Stunden. Also keine Eile. So gegen 15:00 fange ich an, meine sieben Sachen zu packen, um mich startklar zu machen. Trödel, trödel, immer mit der Ruhe. Plötzlich bin ich jedoch wie von der Tarantel gestochen, als ich meinen verölten Hinterreifen sehe. Die Plörre ist über Nacht anscheinend weiter raus getropft.



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14:46


Vorbei der ruhige Teil es Tages. Verfalle in totale Panik. Ich will mit der Fuhre die Tour beenden und sie nicht irgendwo stehen lassen – das wäre für mich der größte Horror. Also in Sekundenschnelle um planen. Plötzlich bin ich auf 180. So wie es ist, direkt heim, ohne Zwischenstop durchfahren und hoffen, dass alles durchhält. Packe das Motorrad und sehe mich schon die sechs Stunden bis Heim auf der Autobahn abspulen. Aber da meldet sich der Hunger. Ohne vorher was zu essen, halte ich das niemals durch. Ich will endlich auf die Autobahn, damit ich weiß, ob es geklappt hat mit dem Heimfahren. Nützt nix, ruhig Blut… verlasse den genialen Platz. Gleich am Parkhaus und Supermarkt ist ne Tanke und fahre danach nach Moutiers auf den „Hauptplatz“.
Sehe auch schon meine Freßbude und bestelle mir nen Dönerteller.


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Der Laden kommt wie gerufen, habe keine Zeit mehr zu verlieren. Das Essen kommt flott und ist lecker.


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15:40 Essen am Tisch. Kann mich nicht erinner, dass ich jemals so ein Monster verspeist habe.


Habe noch ein tolles Bild an einer Hauswand entdeckt. Genau so fühle ich mich gerade.
Aber nicht aufgeben, dran bleiben, dann wird das schon.

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Kann das Essen gar nicht so recht genießen, bin in Gedanken schon unterwegs. Haue mir aber dennoch die riesige Portion rein. Lieber (im Bauch) haben, als (später) brauchen.
Aufsitzen und los auf der Bundesstraße nach Albertville. Motorrad läuft, das HAG macht keine Geräusche. Das kenne ich auch schon anders. Nee, kann nicht meckern.
In A. auf die Autobahn, halte noch mal an einer Tankstelle an, um mein Visier zu reinigen.
Blicke kurz auf den Reifen und traue meinen Augen nicht. Der ganze Reifen und der Koffer ist voll stinkendem Getriebeöl. Fck, kommt mir gerade so vor, als fahre ich hier mit ner sprudekden Ölquelle, aber mich hält nix mehr auf.
Bevor ich auf die Autobahn fahre, mache ich noch einen kleinen Drift auf nem Grünstreifen, um den Reifen „zu putzen“. Jo, da hätte es mich echt fast hingelegt. Nee, jetzt mal cool bleiben und sechs Stunden gerade aus. Recht flott erreiche ich Chambery und muss die Autobahn wechseln.
An der Mautstation hatte ich kein Ticket, dass ich einschieben kann. Somit gibt es keinen Preis und die Schranke bleibt unten. Dieses Erlebnis hatte ich in Italien auch schon mal. Aber hier gab es echt keinen Ticketschalter beim Auffahren auf die BAB. Ich dreh gleich durch, ich will Strecke machen und nicht wieder mit dem absoluten Höchstpreis bestraft werden. Schiebe das Motorrad wieder zurück, lasse einige Autofahrer vor, steht da vor der Schranke und habe kein Ticket.
Bevor ich den Automaten mit der Schranke in die Luft sprenge (nach dem Motto: Wir machen den Weg frei), kommt mir die Idee auf die Beschwerdetaste zu drücken. Ah jo… es meldet sich eine freundliche Stimme, die sogar englisch versteht. Ja, nee, kein Problem, wo draufgefahren? Chambery – schon klar – aber als ich Annecy sage ist alles ok und ich muss nur unter 10 Euro bezahlen. Die Schranke geht hoch und GAS.

Endlich geht es nur noch gerade aus bis Heidelberg.
Dass ich unterwegs in Unwetter geraten werde, sehe ich schon im Vorfeld. Kein Problem, den grauen Regenmantel bereits schon vor dem Regen an der nächsten Tanke angezogen.


Wasser in den Wolken von allen Seiten, obwohl es echt lange immer knapp neben mir runter geht.
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Da kommt mir eine Szene aus dem Film „Das Boot“ in den Sinn.
Als sie mit ihrer Röhre vor Gibraltar liegen und raus in den Atlantik wollen.
Der Plan ist: „Auf 200 m absacken lassen und mit dem Gezeitenstrom durch die Meerenge treiben lassen“.
Im Film haben alle den Worten des Kommandanten gelauscht
und der kleine irre Typ antwortete dann: „Jawoll Herr Kaleu“.


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So ähnlich habe ich es jetzt auch vor. Egal was kommt, nordwärts geht die Fahrt.
Heimkommen ist alles. Ich bin auf Heimfahrt.

Ey und nicht dass jetzt einer der werten Forenmitglieder+*innen mir nachsagt, ich würde hier den WW2 verherrlichen. Absolut nicht, ich verabscheue Krieg und sämtliche Vorbereitungen darauf, wie z.B. unliebsame Meinungen zu unterbinden, alle durch Funk und Fernsehen auf Gleichschritt zu bürsten, die Opposition zu entmenschlichen z.B. indem man sie als Schmeißfliegen bezeichnet und so weiter oder Ähnliches.
Habe „Das Boot“ ungefähr vor vierzig Jahren gesehen und diese Szene hat sich wegen der Dramaturgie im Film in ein Gehirn eingebrannt.
Mehr nicht und die Erinnerung kommt hoch, weil so viel Wasser über mir im Himmel hängt.

Naja keine weiteren Vorkommnisse während der Fahr. Alles läuft trotz ohne Öl im HAG wie geschmiert. Bin echt geschafft, als ich daheim von der Mühle absteige, aber überglücklich, alles an einem Stück zurück gebracht zu haben.

Abladen, was essen und gute Nacht.

Nach der Reise ist vor der Reise - morgen geht es weiter.
 
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