Ich hätte ja einen Traum. Der ist unrealistisch, ich weiß. Aber der Traum ginge dahin, dass Verkehrskontrollen nicht primär die Ahndung von Überschreitungen numerischer Limits ahnden, sondern verkehrsunangepasstes Verhalten. Deshalb würde ich mir Radarfallen wünschen, die dich nicht knipsen, wenn du im 5. Gang im Schiebebetrieb mit 58 km/h in einen Ort rollst, sondern wenn du im dritten Gang am Ortsausgang durchlädst und am Ortsschild nicht nur 70 drauf hast, sondern auch einen Lärmteppich hinter dir her ziehst.
Das wäre technisch zu erreichen, indem man an besonders lärmgeplagten Ecken Blitzer einrichtet, die erst dann scharf geschaltet werden, wenn sie einen gewissen Lärmpegel vernehmen - darauf vertrauend, dass der, der laut unterwegs ist, meistens auch (zu) schnell fährt. Damit würde es meines Erachtens die Richtigen erwischen. Da Blitzer bei Motorrädern nur das Nummernschild ablichten, nicht aber den Fahrer identifizieren, müsste die Polizei dann allerdings Ortstermine machen - und könnte die erwischen, die mit einer zu lauten Tüte unterwegs sind.