Bei einer Kontrolle im Sommer musste ich den Polizisten etwas zurück halten, erst wollte ich meinen Helm abnehmen, bevor ich ihm zuhören konnte. Er fing gleich, nachdem der Helm runter war, wieder an, mir Fragen zu stellen. Auf meine Bitte hin, doch bitte erst die Ohrstöpsel rausnehmen zu dürfen, mit der Erklärung, dass ich Hörgeschädigt bin und mich vor weiteren Schäden schützen wolle, hat er sich die Stöpsel genauer angesehen. War mir aber auch klar, er wollte nur sicher gehen, dass das keine In-Ear-Hörer sind, mit denen ich ggf. zu laut Musik höre, Stichwort Verkehrssicherheit.
Sein Kollege fragte mich dann, ob ich weitere körperliche Beeinträchtigungen habe. Auch die Frage halte ich für relevant. Allerdings mussten beide grinsen, als ich ihnen sagte, dass ich, wenn ich morgens aufwache und keine Schmerzen hätte, es mit der Angst zu tun bekomme und schnell prüfe, ob ich noch lebe. Damit war das Thema durch. Der Rest ging völlig locker über die Bühne und zum Schluss war sogar noch Smalltalk angesagt.
Auch hier die Erkenntnis: Jeder macht seinen Job, mal besser, mal schlechter. Und nicht jede Frage, die ich nicht verstehe, ist sinnlos. Manche Fragen dienen meiner eigenen Sicherheit, wenn sie anderen gestellt werden.