Certin30
Themenstarter
Moin,
ich möchte ein wenig über einige Erkenntnisse von mir erzählen, deren Auswirkungen und darüber, wie sehr man sich manchmal von einem Stück Plastik abhängig macht. Manchmal hilft ein Blick über den Tellerrand.
Ich musste mich leider vor Kurzem der Hitze geschlagen geben. Die Rückfahrt, mitsamt Stau auf Autobahn und Landstraßen, kochte mich bei 36 °C in der Kombi regelrecht weich. Daraufhin kam meinem bereits leicht verbrühten Hirn die wahrscheinlich nur semi-originelle Idee, mal die Handguards und das Windschild mitsamt X-Creen abzumontieren.
Gedacht – getan.
Heute Morgen also damit über die Autobahn zur Arbeit. Und was muss ich schon auf den ersten Metern feststellen?
Ich habe ein neues Motorrad.
Optisch sah ich mich gestern Abend bereits plötzlich auf eine sehr pummelige, uneheliche (und am besten in der Gesellschaft verschwiegenen) Kreuzung aus Naked Bike und irgendetwas aus dem Cross-Bereich starren.
Beim aufsitzen heute morgen fiel mir direkt auf, wie viel Einfluss dieses große Schild da vor mir auf meine Mentalität beim Fahren hat. Ich fühlte mich direkt „direkter“ mit der Straße verbunden. Auf den ersten Metern musste ich tatsächlich an meine ehemalige Yamaha XVS und FZS denken. Denn:
Ich hatte Wind um die Nase!
In den ersten Kurven aus der Nachbarschaft heraus dachte ich zunächst, ich bilde mir das nur ein. Die dicke Q wurde noch kurvenfreudiger. Manch einer mag das als nervös oder kippfreudig beschreiben. Das verwundert mich insofern, dass ich immer der Meinung war, dass so ein ritterliches Schild gegen fliegende Unholde und kleinste Lebewesen doch eigentlich nichts anderes macht, als mich eben vor selbigen zu schützen und mir ganz nebenbei den Fahrtwind abzuklemmen.
Falsch gedacht.
Auch fiel mir direkt auf: Mein Helm pfeift .Und zwar ordentlich.
Klar, der fähige Verkäufer beim Roten L. sagte damals: „Klapphelme sind lauter, bla bla..." . Aber meine Güte ... in Kombination mit dem Windrauschen um mich herum habe ich ab 80 km/h meine Q kaum noch gehört. Bei 120 war alles andere entweder Einbildung oder reines Erahnen von Geräuschen.
Durch meine XVS war ich zwar daran gewöhnt, frontal den Wind abzubekommen, aber da fährt man ja eher zum Blümchenpflücken oder um das nächste Eiscafé auszukundschaften. Auch meine FZS hat mich in dieser Hinsicht nicht wirklich darauf vorbereitet. Da war „Sport“ meines Empfindens nach größer geschrieben als das darauf folgende „-Tourer“.
Also sah ich mich auf einmal in einem ständigen Kampf zwischen:
Ich muss zur Arbeit und Meine Kräfte schwinden.
Denn meine doch sehr untrainierten Bauch- und Rückenmuskeln hatten ordentlich Arbeit damit, meinen Körper zu stabilisieren.
Wenn ich ihnen auch nur kurz eine Pause gönnte, merkte ich sofort, wie der Fallschirm namens Oberkörper an meinen Armen zog.
Auch ungewohnt war die Belastung meiner Nackenmuskulatur. Ich dachte immer, der Rückgang eben dieser sei durch meinen Bürojob bedingt gewesen.
Aber falsch gedacht. Sie kamen durch den Wechsel auf die GS und damit einhergehend durch das Verstecken hinter dem Schild.
Alles in allem war es für mich eine sehr interessante Erfahrung.
Durch das Lösen von lediglich vier Schrauben hat sich dermaßen viel verändert, dass ich tatsächlich das Gefühl hatte, ein anderes Motorrad zu fahren. Oder zumindest ein Update erhalten zu haben das ich nicht bestellt hatte.
Nun zu meinem größten Dilemma:
Ich versuche, Windverwirbelungen um und am Helm zu vermeiden, möchte gleichzeitig aber auch die Windeinwirkung auf meinen Oberkörper reduzieren. Das schaffe ich offenbar nur mit der perfekten Höhe des Windschilds. Ob ich die jemals finde, ist allerdings eine Frage, die ich wohl in einem zukünftigen Beitrag klären muss und die vorausgesetzte Zustimmung des KBA.
Eine Sache würde ich aber noch gerne wissen:
Ihr tollkühn Hitze-Reiter, oder auch all ihr anderen, die, aus welchen Gründen auch immer das Schild abschraubenden Wesen, habt ihr die gleichen Eindrücke gesammelt? Oder ist das alles nur ein Trugschluss meiner Fantasie?
ich möchte ein wenig über einige Erkenntnisse von mir erzählen, deren Auswirkungen und darüber, wie sehr man sich manchmal von einem Stück Plastik abhängig macht. Manchmal hilft ein Blick über den Tellerrand.
Ich musste mich leider vor Kurzem der Hitze geschlagen geben. Die Rückfahrt, mitsamt Stau auf Autobahn und Landstraßen, kochte mich bei 36 °C in der Kombi regelrecht weich. Daraufhin kam meinem bereits leicht verbrühten Hirn die wahrscheinlich nur semi-originelle Idee, mal die Handguards und das Windschild mitsamt X-Creen abzumontieren.
Gedacht – getan.
Heute Morgen also damit über die Autobahn zur Arbeit. Und was muss ich schon auf den ersten Metern feststellen?
Ich habe ein neues Motorrad.
Optisch sah ich mich gestern Abend bereits plötzlich auf eine sehr pummelige, uneheliche (und am besten in der Gesellschaft verschwiegenen) Kreuzung aus Naked Bike und irgendetwas aus dem Cross-Bereich starren.
Beim aufsitzen heute morgen fiel mir direkt auf, wie viel Einfluss dieses große Schild da vor mir auf meine Mentalität beim Fahren hat. Ich fühlte mich direkt „direkter“ mit der Straße verbunden. Auf den ersten Metern musste ich tatsächlich an meine ehemalige Yamaha XVS und FZS denken. Denn:
Ich hatte Wind um die Nase!
In den ersten Kurven aus der Nachbarschaft heraus dachte ich zunächst, ich bilde mir das nur ein. Die dicke Q wurde noch kurvenfreudiger. Manch einer mag das als nervös oder kippfreudig beschreiben. Das verwundert mich insofern, dass ich immer der Meinung war, dass so ein ritterliches Schild gegen fliegende Unholde und kleinste Lebewesen doch eigentlich nichts anderes macht, als mich eben vor selbigen zu schützen und mir ganz nebenbei den Fahrtwind abzuklemmen.
Falsch gedacht.
Auch fiel mir direkt auf: Mein Helm pfeift .Und zwar ordentlich.
Klar, der fähige Verkäufer beim Roten L. sagte damals: „Klapphelme sind lauter, bla bla..." . Aber meine Güte ... in Kombination mit dem Windrauschen um mich herum habe ich ab 80 km/h meine Q kaum noch gehört. Bei 120 war alles andere entweder Einbildung oder reines Erahnen von Geräuschen.
Durch meine XVS war ich zwar daran gewöhnt, frontal den Wind abzubekommen, aber da fährt man ja eher zum Blümchenpflücken oder um das nächste Eiscafé auszukundschaften. Auch meine FZS hat mich in dieser Hinsicht nicht wirklich darauf vorbereitet. Da war „Sport“ meines Empfindens nach größer geschrieben als das darauf folgende „-Tourer“.
Also sah ich mich auf einmal in einem ständigen Kampf zwischen:
Ich muss zur Arbeit und Meine Kräfte schwinden.
Denn meine doch sehr untrainierten Bauch- und Rückenmuskeln hatten ordentlich Arbeit damit, meinen Körper zu stabilisieren.
Wenn ich ihnen auch nur kurz eine Pause gönnte, merkte ich sofort, wie der Fallschirm namens Oberkörper an meinen Armen zog.
Auch ungewohnt war die Belastung meiner Nackenmuskulatur. Ich dachte immer, der Rückgang eben dieser sei durch meinen Bürojob bedingt gewesen.
Aber falsch gedacht. Sie kamen durch den Wechsel auf die GS und damit einhergehend durch das Verstecken hinter dem Schild.
Alles in allem war es für mich eine sehr interessante Erfahrung.
Durch das Lösen von lediglich vier Schrauben hat sich dermaßen viel verändert, dass ich tatsächlich das Gefühl hatte, ein anderes Motorrad zu fahren. Oder zumindest ein Update erhalten zu haben das ich nicht bestellt hatte.
Nun zu meinem größten Dilemma:
Ich versuche, Windverwirbelungen um und am Helm zu vermeiden, möchte gleichzeitig aber auch die Windeinwirkung auf meinen Oberkörper reduzieren. Das schaffe ich offenbar nur mit der perfekten Höhe des Windschilds. Ob ich die jemals finde, ist allerdings eine Frage, die ich wohl in einem zukünftigen Beitrag klären muss und die vorausgesetzte Zustimmung des KBA.
Eine Sache würde ich aber noch gerne wissen:
Ihr tollkühn Hitze-Reiter, oder auch all ihr anderen, die, aus welchen Gründen auch immer das Schild abschraubenden Wesen, habt ihr die gleichen Eindrücke gesammelt? Oder ist das alles nur ein Trugschluss meiner Fantasie?

