In Bild 4 aus @_Gerd s obigem Link ist sehr gut erkennbar, was in in meinem Beitrag #20 meinte:
Der Abstand zw. stählerner Druckplatte und Deckel ist bei geschlossener Kupplung kleiner als die tatsächliche Dicke des Belags, weil die Lauffläche tiefer in der Druckplatte sitzt als deren sichtbare Außenkante.
Und bei ausgerückter Kupplung ist nicht in jedem Fall gesichert, daß sich der Belag von der Druckplatte zum Messen gelöst hat.
Erst wenn man also beide Seiten des Belags (vo. u. hi.) mit Luftspalt freigelegt sieht, kann man sinnvoll messen/schätzen.
Wenn man eine 3. Hand hat, die am Lenker auskuppelt (oder via Kabelbinder), kann man versuchen, den Belag durch Ruckeln freizustellen und dann zu messen.
Ich hab noch das Bild einer nagelneuen Druckplatte mit drübergelegtem Lineal angehängt. Der sichtbare Bund am äußeren Rand wird mit zunehmender Laufzeit der Kupplung immer höher. Oder umgekehrt: die Lauffläche gräbt sich immer tiefer ins Metall ein.
Deshalb hat man beim ersten Blick auf die eingerückte Kupplung auch meist den Eindruck, die Beläge seien li. u. re. (bzw. vo. u. hi.) des stählernen Belagträgers (Nabe) unterschiedlich abgefahren.