Meine Meinung: Wir sprechen ja von einer Community, die hier zu Gast ist. Da kenn man sich untereinander. Schon alleine wegen der Wohnungssitation.
Warum nehmen die vielen lieben, hart arbeitenden muslimischen Migranten ihre wenigen kriminellen Glaubensbrüder nicht zur Seite und erklären ihnen sich doch bitte wie Gäste zu benehmen, weil es sonst auf sie negativ abfärben könnte ??
Ich sehe das komplett anders. Was kann der eine Syrer dafür, was der andere sagt/macht/denkt? Die kennen einander nicht und sind auch nicht für einander verantwortlich. Bei einem befreundeten Paar von uns kommt der Mann aus dem Iran - er hat einen Doktorgrad, war erst lange Jahre in der Forschung tätig, hat nun einen gut bezahlten Job in der privaten Wirtschaft. Bezahlt seine Steuern, ist ein liebevoller Vater und insgesamt ein stabiler Typ. Wohnt voll spießig in einem kleinen Einfamilienhaus. Sollte er sich jetzt jedes Mal dafür entschuldigen, wenn irgendein Migrant etwas falsch macht?
Ich finde nein. Ich kotze gerne über die Kriminellen ab und bin dafür, dass wir Verbrecher abschieben, finde aber gleichzeitig, dass man Unbeteiligte in Ruhe lassen soll. Einerseits aus einfacher Fairness - aber auch, weil wir Menschen nicht von uns stoßen sollten mit Vorurteilen, so dass diese sich ungerecht behandelt fühlen und dann vielleicht gerade von unserer Gesellschaft abwenden. Wenn wir die normalen Migranten offen aufnehmen und mit ihnen zusammen die Kriminellen verurteilen, ist schon viel gewonnen - für beide Seiten, denn je mehr man sich der Gemeinschaft verbunden fühlt, desto niedriger ist die Wahrscheinlichkeit, dass man danebentritt.