Mir ziemlich hinüber meine ich, das ich, wenn das Motorrad länger wie eine halbe Stunde gestanden ist, brauche ich 3 Anläufe, damit der Anlasser den Motor gedreht bekommt. Das ist typisch für die LifePo4 Akkus, die sich erstmal intern aufwärmen müssen, wenn´s knapp ist.
Im Normalfall schafft der Akku das beim ersten Versuch ohne Probleme.
Da die Parameter Kapazität, Startstrom und andere voneinander abhängen, ist davon auszugehen, dass dieser Akku auch nur noch einen Bruchteil der ursprünglichen Kapazität hat. Anhand des von einem Batterietester bestimmten Startstroms im Vergleich zu dem eines neuen Akkus bei gleichen Umgebungsbedingungen könnte man die Restkapazität näher abschätzen. Nachmessen mit Bordmitteln wäre, die Zeit zu messen, bis der Akku leer ist, denn der problematische Ruhestrom ist ja bekannt. Allerdings wäre das etwas Akademisches, die praktische Erfahrung eines nicht mehr reibungslosen Starts disqualifiziert sie doch eigentlich auch schon ohne Nachmessen.
Elektronische Bauteile (besonders Kondensatoren) unterliegen auch einem Alterungsprozess, der auch von der Nutzungsdauer abhängt. Daher können sonst gleiche Baugruppen auch unterschiedliche Werte aufweisen.
Allerdings wirkt sich nicht jede Bauteile-Alterung in gleicher Weise auf den Ruhestrom aus, wenn überhaupt. Alternde Kondensatoren neigen vorzugsweise zum Kapazitätsverlust. Soweit der Ruhestrom nicht schon rein schaltungstechnisch bedingt ist (und dann aber immer gleich wäre), können Halbleiter insbesondere durch (i. a. kurzzeitige) Überspannungen im Laufe der Zeit einen erhöhten Leckstrom haben. Eine Aussage darüber, ob das aber hier der Fall ist, wäre aber reine Spekulation.
ich hab mal mit 2 Messgeräten bei meiner R1200 R 2012 gemessen 0,001 A manchmal zuckt er auch auf 0,002 kurz.. Keine WFS
Eine
Wegfahrsperre ist aber etwas anderes als eine Alarmanlage und trägt normalerweise nicht zum Ruhestrom bei, da eine Wegfahrsperre erst bei eingeschalteter Zündung wirkt und die Zulässigkeit des Startens erst beim Startversuch auf einem zweiten Weg prüft, z. B. durch kurze Abfrage eines Transponders im Schlüssel. Anders natürlich beim Keyless-System, das ständig senden/empfangen muss, um die etwaige Annäherung des Schlüssels zu erkennen.
Eine Messung, bei dem der Messwert nur in der kleinsten Stelle zu sehen ist, ist wegen der damit verbundenen Ungenauigkeit der niedrigsten Stelle zu unsicher, um eine Aussage über die Höhe des Ruhestroms. Bei den Motorrädern, die ich vermessen habe (Einzylinder-F650GS, F800GS mit klassischem Schloss) lag der Ruhestrom in der Größenordnung von 1 mA. Aber dem Fragesteller liegen ja bereits Referenzwerte vor, die leider die Frage nach dem maximal zulässigen Ruhestrom nicht beantworten.