Die Satelliten der Ortungssysteme befinden sich ca 20 km über der Erdoberfläche
20000 km !
So steht es ja auch in der genannten Quelle Wikipedia.
Deutschland glaube ich aufgrund der Reichweite eher nicht.
Zumindest hinsichtlich der Entfernung greift dieser Glaube also nicht.
Berichtet wird ja von der Lage stationärer Störsender in Kaliningrad. Da ist es zum Einen eine Frage der Sendeleistung. Sie ist ja skalierbar nach gewünschter Reichweite.
Vor allem aber ist es eine Frage der Erdkrümmung, der die Strahlung nur begrenzt folgt und die mithin entfernbte Gebiete vor der Strahlung des Senders abschirmt.
Inzwischen ist aber bekannt geworden, dass Russland einen Störsatelliten gestartet hat. Man wird also mit weltweiten Störungen rechnen müssen.
Was auf Empfängerseite helfen würde, wären Richtantennen. Die sind bei "unseren" Navigationsgeräten aber unüblich, waren bisher ja auch gar nicht nötig. Aber da, wo es darauf ankommt, versucht man sich inzwischen damit, zumindest einfachen, die nur Signale vom Himmel erfassen, solche vom Boden abschirmen.
Wenn Russland nur ihre eigenes (Glonass) System verfälscht, kommen die kombinierten Multisysteme in unseren Empfängern auch ordentlich ins schleudern.
Man muss zwischen zwei Dingen unterscheiden: Störungen, die das Signal unauswertbar machen und gezielten Verfälschungen, die zu einer fehlerhaften Positionsbestimmung führen. Ersteres betrifft alle Systeme in etwa gleich, während gezielte Verfälschungen schwieriger (aber nicht unmöglich) sind. Da könnte helfen, im Navi bestimmte Systeme ausschließen zu können.