Montag:
Und heute ein Ausflug in über 2500 Jahre Geschichte. Mir war bis zu diesem Trip nicht klar, welche wechselvolle Geschichte sich auf Sizilien abspielte. Das Tempelgebiet von Selinunte war zentraler Teil einer Siedlung mit bis zu 300.000 Einwohnern um die Jahre 600 - 400 v.C.
Das ist einer der kleineren Tempel, Tempel D. Er wurde als einziger wieder aufgebaut, natürlich ohne die Einbauten, Farben etc., über die zu wenig Erkenntnisse vorliegen. Im Gegensatz zu anderen Stätten sind die Tempel auch nicht einer Gottheit zugeschrieben, denn bis heute kennt diese niemand. Es gibt Vermutungen aus Funden in der Nähe, aber das reichte den Archäologen hier nicht aus.
Ursache des Verfalls waren neben Zerstörungen durch die Eroberer (andere Stadtstaaten und die Karthager) auch Erdbeben. Der Ort verfiel in Bedeutungslosigkeit, später deckten Sanddünen die Bauten und Ruinen zu, so dass die Ruinen nicht wie woanders als "Steinbruch" dienten. Ab 1815 wurden die Bauten in gutem Zustand ausgegraben, bis heute sind Teams dabei, weitere Teile der Anlage zu untersuchen.
Die wußten schon, wo es schön war ...
Die Reste der Akropolis. Der Park ist riesig, man kann laufen oder, wie wir, ein Elektrozügelchen nehmen. Bei 30 Grad durchaus sinnvoll.
Danach gab eine Erfrischung.
Gruß
Ralf