Hm, ich werde aus Deiner Argumentation nicht ganz schlau, muss ich aber natürlich auch nicht.
Ich hatte es oben schon geschrieben - Lobbyvereine die mit Geld eine Agenda verfolgen laufen dem Prinzip Demokratie wohl entgegen (das wird nur in dem einen Fall "übersehen" [die guten Umweltretter] und im anderen Fall angeprangert [Automobil, Chemie, Pharma, Rüstung,...]).
Meines Erachtens ist Lobbyismus ein wichtiger, unverzichtbarer Teil der öffentlichen Meinungsbildung.
Das sollte transparent geschehen, da waren wir in D lange sehr rückständig. Inzwischen ist es etwas besser geworden.
Das einerseits angeprangert wird (Patientenschützer, DUH, Greenpeace, ...) wird (siehe Deine Beiträge hier), andererseits verständnisvoll von nachvollziehbaren Interessen der Wirtschaft (Bauernverband, Mittelstand, Pharma ...) gesprochen wird, liegt meines Erachtens in der Natur der Sache. Lobbismus ist nunmal Vertretung von Interessengruppen. Und die sind naturgemäß unterschiedlich.
Wenn Du Dir mal die Budgets der Lobbyisten hier am
Beispiel EU ansiehst, wirst Du feststellen, dass unter den 20 größten nicht eine einzige Verbraucher-, Patienten- oder Umweltschutzorganisation ist.
Übertrieben wird die Förderung also anscheinend nicht.
Damit der Lobbyismus nicht allzu einseitig ist, sollten meines Erachtens Non-Profit Organisationen zumindest soweit finanziell unterstützt werden, dass ihre Anliegen in der Öffentlichkeit sichtbar sind.
Welche "Gewalt" hätte denn ein Verein, das man den teilen muss?
Nicht mein Begriff, kann ich nichts zu sagen. Ich spreche da eher von Pluralismus, Vielfalt der Meinungen und Standpunkte.
Und wer garantiert mir das so ein Laden nicht durch linksgrün gewaschene, braun bestäubte, blau geschlumpfte, schwarz gefärbte auferstehungs Politiker unterwandert ist und so Einfluss auf den Staat nimmt?
Würden die nicht machen?
Niemand garantiert Dir das. Warum auch ?
Auch die Pharma- oder Auto- oder Mittelstandslobby garantiert Dir nicht irgendwofür.
Weil jetzt schon wieder die DR genannt wurde - in der DDR war keine Gewaltenteilung gegeben, korrekt.
Aber nicht weil es keine Lobbyvereine gab, sondern weil die Politiker das so entschieden & durchgesetzt haben - wie hießen die nochmal?
SED, was ist aus denen eigentlich geworden?
Ich schrieb nicht, dass das Nichtvorhandensein von Lobbyismus irgendetwas mit vorhandener oder nicht vorhandener Gewaltenteilung zu tun habe.
Vielleicht hab ich mich missverständlich ausgedrückt.
Ich meinte, dass Information und andere Meinungen eine Bedrohung für autoritäre Regime sind.