Fachkräftemangel bei den Freundlichen

Diskutiere Fachkräftemangel bei den Freundlichen im Motorrad allgemein Forum im Bereich Community; Sollte ich damit gemeint sein, so versichere an Eides statt, dass ich mit dem o.g. Verein nichts zu tun hatte, habe und jemals haben werde. Auch...
Q4me

Q4me

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@QVIENNA:
40 Jahre Erfahrung incl. Weiterbildung, Qualifikationen, Meister, Techniker und Selbstständigkeit… da bekommst du schon was mit…. Und nicht sehr viel positives! Und das direkt an der Basis und nicht nur als Ideologie und Wunschkonzert!
Ich persönlich rufe nicht nach dem Staat…jedoch habe ich mir oft gewünscht, das er mich in Ruhe lassen würde, mit seiner Eingreifenden und überregulierenden Art
 
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udo_muc

udo_muc

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Es geht um eine Ausbildungsstelle, drei Jahre bis zur Prüfung, und ob man im Fashionbereich von Harley, BMW, Triumph, Ducati, o. C&A gelernt hat, spielt nach bestandener Prüfung keine Rolle.
Ist schon klar. Aber, wenn eine Branche, besonders von den Jugendlichen, so schlecht gemacht wird,und da gehören Autos (mit Verbrennungsmotor) und Motorräder nun mal leider dazu, da braucht man sich nicht zu wundern, wenn das Interesse in dem Bereich zu arbeiten eher gering ist. Damit ist dann jede Tätigkeit in der Branche in Verruf.

Noch können es sich die Jugendlichen scheinbar aussuchen.

Vllt, und dafür wird man mich auch hier kreuzigen ist der Superdooper-Kündigungsschutz in D auch ein Teil des Problems. Firmen können nicht schnell kündigen und einstellen. Die Guten würde das nicht stören, die finden überall einen Job. Daher muss man sich jeden Kandidaten, der längerfristig eingestellt werden soll, so genau anschauen, um keine Niete zu erwischen. Grosskonzerne können und muessen die mitschleppen, aber ein kleiner Vertragshändler kann sich das halt nicht leisten.
 
Steglitzq

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Vllt, und dafür wird man mich auch hier kreuzigen ist der Superdooper-Kündigungsschutz in D auch ein Teil des Problems. Firmen können nicht schnell kündigen und einstellen. Die Guten würde das nicht stören, die finden überall einen Job. Daher muss man sich jeden Kandidaten, der längerfristig eingestellt werden soll, so genau anschauen, um keine Niete zu erwischen. Grosskonzerne können und muessen die mitschleppen, aber ein kleiner Vertragshändler kann sich das halt nicht leisten.
Die meisten Betriebe des Kfz-Handwerks - um die ging es ja anfangs - fallen nicht unter das Kündigungsschutzgesetz, genauer: für Kleinbetriebe mit weniger als 10 Beschäftigten gelten andere Gründe und Fristen.

Anwalt im Inet sagt:
"Das Kündigungsschutzgesetz findet auf Beschäftigte im Kleinbetrieb jedenfalls keine Anwendung, da der notwendige Schwellenwert (Mindestgröße des Betriebes) nicht überschritten wird. Arbeitnehmer im Kleinbetrieb sind dementsprechend weitaus weniger vor einer Kündigung geschützt. Der Arbeitgeber ist in der Kündigung deshalb relativ frei und kann Arbeitnehmer ohne Angabe von Gründen kündigen.
Das bedeutet aber nicht, dass betroffene Arbeitnehmer völlig schutzlos sind. Die Kündigung darf auch im Kleinbetrieb nicht willkürlich oder aus sachfremden Motiven erfolgen."

Google sagt:
4. Wie lang ist meine Kündigungsfrist im Kleinbetrieb?
BetriebszugehörigkeitKündigungsfrist
unter 2 Jahren4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende
ab 2 Jahren1 Monat zum Monatsende
ab 5 Jahren2 Monate zum Monatsende
ab 8 Jahren3 Monate zum Monatsende

Der Aufwand ist bei Kündigungen natürlich ein Problem, daran arbeiten in Großbetrieben ganze Abteilungen. Die setzen sich aber auch mit dem Kündigungsschutzgesetz auseinander. Auch bei der Rekrutierung können Großbetriebe auf eigenes Personal setzen. Kleinbetrieben bleiben da ihre lokalen Netzwerke oder Personalberater, mit entsprechendem Aufwand, der dann im Gegensatz zu Großbetrieben nur fallweise anfällt und nicht dauerhaft.

Dass das nervig ist und auf die Leistung geht, ist leider so. Ich habe das gerade durch, es macht keinen Spaß. Aber ein halbes Jahr Probezeit reicht ja meistens, um die Geeignetheit eines Mitarbeiters festzustellen. Wenn nicht, ja, was dann noch?

Also ist meine Erfahrung, dass der Kündigungsschutz kein Problem bei der Gewinnung von Fachkräften ist.

Gruß
Ralf
 
ufoV4

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Der Fred driftet jetzt aber komplett ab :klatschen:. Der Fachkräftemangel ist in DE ein gesamtgesellschaftliches Problem. Fängt in den Schulen an, da alle Kinder auf jeden Fall die Hochschulreife habe müssen, gleichgültig, wie das Bildungsniveau und die Möglichkeiten sind. Es MUSS auf jeden Fall studiert werden. Alles andere ist automatisch dem sozialen Abstieg gleichzusetzen :banghead:. Und dann? Noch nie gab es soviel Studienabbrecher. Die müssen dann irgendwie in das System integriert werden. Aber ins Handwerk bekommt man dieses Klientel dann meist auch nicht.
Meine Frau arbeitet im Bildungssystem. Bei den Schülern gibt es bei den Fähigkeiten auch die gaußsche Normalverteilung. Leider soll Schule heute nur noch zukünftige Harvard-Absolventen produzieren. Wird von den Eltern massiv gefordert, leider.
Das kann so nicht funktionieren. Und dann fängt das gesamte System an, sich im Kreis zu bewegen...
 
Juerg

Juerg

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Vllt, und dafür wird man mich auch hier kreuzigen ist der Superdooper-Kündigungsschutz in D auch ein Teil des Problems. Firmen können nicht schnell kündigen und einstellen. Die Guten würde das nicht stören, die finden überall einen Job. Daher muss man sich jeden Kandidaten, der längerfristig eingestellt werden soll, so genau anschauen, um keine Niete zu erwischen. Grosskonzerne können und muessen die mitschleppen, aber ein kleiner Vertragshändler kann sich das halt nicht leisten.
Total daneben. Weder schlepppen Großkonzerne jemanden mit, noch haben kleinere Gewerbetreibende damit ein Problem. Und es ist auch gut, dass wir hier so ein Kündigungsschutzgesetz haben.
Mit den aktuellen Problemen zum Fachkräftemangel in vielen Bereichen hat das aber wenig zu tun.
 
udo_muc

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Fängt in den Schulen an, da alle Kinder auf jeden Fall die Hochschulreife habe müssen, gleichgültig, wie das Bildungsniveau und die Möglichkeiten sind. Es MUSS auf jeden Fall studiert werden.
Ja, und bevor sich ein Grundschullehrer oder Grundschullehrerin mit den Anwälten von übereifrigen Akademikern rumschlägt die in ihrem dummen Kind den nächsten Einstein sehen, winken sie es lieber durch. Sollten sich andere damit rumschlagen.

Aber die Gesamtschulen und Realschulen sind ja trotzdem nicht leer. Die können doch nicht alle studieren. Wo bleiben die ?
 
FF-GS

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Influencer, Dschihadist oder Harzer. Schon mal drei Möglichkeiten zur Auswahl (bitte nicht zu ernst nehmen).

Das Elternhaus gibt schon mal ein Vorbild ab.
 
FF-GS

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Das ist nicht nur bei Dir so. Passt doch perfekt mit der Strategie der Rentenkasse und Arbeitgeberverbände, das wir sowieso bis > 70 arbeiten sollen.
Solange nur meine Erfahrung gefragt ist (die körperliche Maloche schaffen sowieso nur die jungen) und endlich mal gut bezahlt wird, soll mir das recht sein.
 
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DreasDakar

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Ja, und bevor sich ein Grundschullehrer oder Grundschullehrerin mit den Anwälten von übereifrigen Akademikern rumschlägt die in ihrem dummen Kind den nächsten Einstein sehen, winken sie es lieber durch. Sollten sich andere damit rumschlagen.

Aber die Gesamtschulen und Realschulen sind ja trotzdem nicht leer. Die können doch nicht alle studieren. Wo bleiben die ?
Die Tendenz gab es schon vor 35 Jahren - Bildung jeder sollte Abi machen, jede Form der vermeintlichen Elitebildung war unerwünscht. Was sich aus meinem Jahrgang so alles an die Uni verirrt hat …
Oder Abi und dann erstmal Banklehre. Damit wurden den guten Realschülern Möglichkeiten genommen und in der Folge auch Hauptschülern.
Übrigens habe ich heute einen Service-Termin für meine Triumph in Hannover erfragt. Oktober …
 
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DreasDakar

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Danke, komme aus Nienburg, ginge zur Not. Oder HH. Aber ich habe eine andere Lösung in Syke.
 
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madhenne

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Naja, wundert mich auch nicht bei dem Händler in Garbsen….

Ja ich weiß, passt hier nicht hin
 
RoCoSa

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Tach Jungs und Mädels,

als Kfz-und Zweiradmeister kann ich Euch sagen dass es für jemanden der selbst gern Motorrad fährt nichts Schlimmeres gibt als in einer Mopedbude zu arbeiten. Du hast den Arsch voll Arbeit wenn alle mit ihren Kisten in den Urlaub wollen oder das Wetter gut ist. Selber Urlaub nehmen kannst Du dann im Winter…. Ich hab 4 Jahre als Motorradmechaniker bei BMW und Suzuki gearbeitet, also weiß ich wie blöd das ist.

Auf kurz oder lang sucht man sich was anderes um seine persönliche „Work-Ride Balance“ zu optimieren.
Was allerdings ganz gut ist, denn jetzt schraube ich an Mopeds wenn ich Zeit und Lust drauf habe….😉
 
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MTL

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als Kfz-und Zweiradmeister ... Du hast den Arsch voll Arbeit wenn alle mit ihren Kisten in den Urlaub wollen oder das Wetter gut ist. Selber Urlaub nehmen kannst Du dann im Winter… Auf kurz oder lang sucht man sich was anderes um seine persönliche „Work-Ride Balance“ zu optimieren.
Einige (nicht alle) von meinen Stammschraubern machen durchaus im August regelmäßig eine oder zwei Wochen lang zu (obwohl sie (mehr als) genug zu tun hätten). Nicht immer muß man das Kind mit dem Bad ausschütten, auch wenn's nicht unbedingt einfach ist ...
 
AxelF

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Einige (nicht alle) von meinen Stammschraubern machen durchaus im August regelmäßig eine oder zwei Wochen lang zu (obwohl sie (mehr als) genug zu tun hätten). Nicht immer muß man das Kind mit dem Bad ausschütten, auch wenn's nicht unbedingt einfach ist ...
Ist halt die Frage, ob das Solo-Schrauber sind, oder große Händler?
Als großer Händler kannst eigentlich nie zumachen, zumindest nen Notdienst mußt du organisieren. Erst Recht, wenn Du Markenhändler bist.
 
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