Die Antwort ist relativ einfach:
Je mehr Nocken auf einer Nockenwelle, desto geringer (wenn auch häufiger) die Lastunterschiede, und damit die Belastung der Antriebskette (oder des Riemens), und damit geringere Belastung des Spanners.
Uli
Wobei:
Das Spannsystem wirkt ja nicht auf der Zugseite, sondern am lastfreien losen Trumm der Kette. Die starre Schiene auf der Zugseite führt die Kette nur minimal im Bogen und verhindert hauptsächl. seitliches Schlagen oder Zittern. Ansonsten ist die Zugseite be laufendem Motor immer gespannt, die Lastspitzen durch die Nocken (egal wieviele) ändern daran niGS.
Die Impulse, welche die Ventilfedern der bzw. den Nockenwelle(n) beim Schließen mitgeben und die NW kurz beschleunigen, dürften ab Leerlaufdrehzahl zu vernachläsigen sein.
Daher kann die Spannvorrichtung am losen Trumm auch sehr träge ausgeführt sein.
Die neuere Version der hydraul. Spanner bewegt sich im Betrieb so gut wie garnicht, sie drückt die Spannschiene mit steter, definierter Kraft gegen die Kette und hält so das lose Trumm unter konstanter Spannung. Und das auch bei stehendem Motor, weil der Öldruck im Zyl. erhalten bleibt.
Der lose laufende, vergleichsweise sehr lange Zahnriemen der Automotoren wird auf der losen Seite von einer einfachen Rolle gespannt. Und die zittert bei laufendem Motor schon sichtbar.