Wenn der Standort in Österreich dicht ist, dann mag es für mich indisch sein, auch wenn der Name deutsch ist.
Ja, das wäre wirklich unsäglich schade.
Meine erste KTM bin ich 1976 gefahren – zwar „nur“ mit Sachs-Motor und 50 ccm, aber trotzdem eine KTM. Seitdem hat die Marke eine äußerst bewegte Geschichte hinter sich:
- Konkurs 1991
- 1992 durch Stefan Pierer neu aufgebaut
- 2024 unter seiner Führung erneut schwer in Schieflage geraten

- 2025 dann durch eine Finanzspritze von Bajaj (rund 800 Mio., soweit ich weiß) wieder etwas in ruhigeres Fahrwasser gebracht
Für mich bleibt jedoch ein großes ABER:
Ich bin mir nicht sicher, ob KTM in den nächsten 5 .. 10 .. 15 Jahren tatsächlich noch in Österreich „bleiben“ wird. Natürlich freut es mich sehr, dass jetzt wieder viele Österreicher und auch andere Arbeit bei KTM gefunden haben. Das
gibt Zeit und Perspektive, sich weiterzubilden und
notfalls neu zu orientieren.
Aber ganz ehrlich: Ob langfristig Arbeitsplätze bei KTM in Österreich gesichert sind, darauf würde ich persönlich nicht wetten.
Wenn ich mir Themen wie Umweltregulierungen, die demografische Entwicklung (Babyboomer) und den Nachwuchsmangel ansehe, könnte es gut sein, dass in Europa künftig nur noch eine High-End-Fertigung großer Motorräder bleibt – während Volumenmodelle überwiegend in Asien produziert werden.
Große Motorräder könnten dadurch zunehmend zum
Luxusgut werden. Und ob europäische Werke allein davon langfristig leben können, bezweifle ich. Nur meine persönliche, bescheidene Meinung.