Hey MSX,
ich bin tatsächlich nicht der bekennende und begeisterte Winterfahrer, fahre lieber von "kalt" zu "weniger kalt", als z.B. ans Elefantentreffen oder andere Kälte-Hotspots. Deshalb habe ich auch keine spezielle Winterausrüstung. Allerdings habe ich für die kühleren Phasen Stiefel in 2 Nummern größer für Einlegesohlen und dicke Socken und auch eine Kombi eine Nummer größer. Zur Zeit bin ich mit dem Stadler "Modul Evo" (das ist praktisch eine abgespeckte Variante des "Companiero" von TT für den Fachhandel) unterweGS. Handschuhe trage ich die "2in1"-Handschuhe von BMW bzw Held (Air n Dry) = dünne Innenhand für gutes (Heiz-)Griffgefühl und dicke Schicht am Handrücken.
Da die ADV (die normale GS allerdings auch) einen wirkungsvollen Wind- und Wetterschutz hat, lassen sich auch Temperaturen unter 0 Grad viel besser ertragen als z.B. auf einem Nacked-Bike. Meine Problemzonen sind Fingerspitzen, besonders Daumen, und vor allem Füße. Da bin ich echt MIMIMI ! Und da nehme ich mir auch in den frostigen Phasen wie aktuell vor, da mal zu reagieren mit passender Ausrüstung. Doch bis es dann konkret werden könnte wird es meist wieder wärmer und ich schiebe es vor mir her.
Fange ich mal oben an: Auch bei einstelligen Minusgraden (zweistellig hatte ich mit der 1300er Gottseidank noch nicht) fahre ich ohne Sturmhaube. Einzig eine winddichte Restless-Halskrause trage ich immer (selbst bei über 35 Grad! Ich kann Zug am Hals einfach nicht leiden). So habe ich an Kopf (BMW GS Helm Carbon) und Hals muchelig warm. Am Körper trage ich ebenfalls immer (auch hier selbst bei über 35 Grad, wegen Hygiene und Tragekomfort) lange Funktionswäsche, Shirt wie Hose. Da drüber im Zwiebelprinzip mehrere (3) Schichten dünne Fleece bzw Steppjacke. Keine Baumwolle, denn die hat eine schlechte Klimafunktion. Sollte dies nicht reichen, dann kommt noch eine Regenkombi als Windstopper über die Kombi.
Aber wie gesagt: Meine Problemzone sind hauptsächlich die Füße ... und da beißt sich die Kälte so nach 1,5 Stunden nachhaltig durch! Man sollte da auch zwischen "frieren" und "auskühlen/unterkühlen" unterscheiden! Schlimm war es zu Corona-Zeiten mit Lockdown: Da gab es keine Einkehrmöglichkeiten zum aufwärmen. Selbst an der Tanke gab es den Kaffee nur "to go" zum draußen trinken!
Schwierig gestaltet es sich auch, jedenfalls für mich, mit dem anziehen. Wenn ich mich in einer 18 Grad warmen Gaststube "einhübsche", dann gerät man schnell ins schwitzen ... und friert dementsprechend schnell draußen. Außerdem bekomme ich z.B. den Sturmkragen alleine hinten nicht mehr unter den Helm gestopft, weil ich wie ein Michelin-Männchen aussehe, mit entsprechend eingeschränkter Beweglichkeit.
Nun ja, ... Leidenschaft heißt Leidenschaft, ... weil es auch mal Leiden schafft! Ohne links kein rechts, ohne oben kein unten, ohne heiß kein kalt! In ein paar Wochen werden wir schon wieder das erste Mal beim möpeln schwitzen! Es ist wie es ist! In diesem Sinne: Es ist einfach nur eine weitere ErFAHRung!